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Auf dieser Seite: Hochschulvereinbarung 

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Top 41:
Bericht der Landesregierung über Erkenntnisse aus den Berichten der Hochschulen zur Zielvereinbarungsperiode 2004 bis 2008 sowie darüber hinausgehenden Informa-
tionsgewinn aus dem laufenden Hochschulcontrolling

Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, 
Wirtschaft und Verkehr – Drucksache 17/130

Hochschulen: Wissenschaftsminister will Controlling verbessern

Kiel (SHL/28.01.) Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) hat angeregt, die Berichterstattung der Landesregierung zur Situation der Hochschulen im Lande zu überarbeiten. „Der Steuerungsgewinn läuft gegen Null, wenn wir auf Zahlen aus dem Jahr 2004 zurückgreifen", sagte de Jager bei Vorstellung der Auswertung der Zielvereinbarungen, die das Land mit seinen Hochschulen für die Jahre 2004 bis 2008 abgeschlossen hat. Sein Vorschlag, bei der Novelle des Hochschulgesetzes das Controlling so anzupassen, dass die Ergebnisse besser genutzt werden könnten, stieß auf breite Zustimmung.

Grundlage des jüngsten Berichts sind Stellungnahmen der Universitäten und Fachhochschulen wie auch eine Vergleichsstudie der Controlling-Agentur HIS GmbH, die insgesamt 14 Unis im nord- und ostdeutschen Raum unter die Lupe genommen hat (Ergebnisse siehe unten auf dieser Seite)

Während CDU, FDP und der Minister die Universitäten und Fachhochschulen im Lande grundsätzlich „auf einem guten Weg" sehen, kritisierte die Opposition den geringen Informationswert der Studie sowie die finanzielle Unterausstattung und die schlechten Studienbedingungen der Hochschulen, insbesondere an der Uni Flensburg.

Die Mitglieder des Bildungsausschusses werden sich mit der Studie noch einmal abschließend vertiefend beschäftigen.

Weitere Redner: Daniel Günther (CDU), Martin Habersaat (SPD), Christina Musculus-Stahnke (FDP), Rasmus Andresen (Grüne), Ellen Streitbörger (Linke), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Die Landesregierung legt dem Landtag eine Auswertung der Zielvereinbarungen vor, die das Land mit seinen Hochschulen für die Jahre 2004 bis 2008 abgeschlossen hat. Grundlage des Berichts sind Stellungnahmen der Universitäten und Fachhochschulen wie auch eine Vergleichsstudie der Controlling-Agentur HIS, die insgesamt 14 Unis im nord- und ostdeutschen Raum unter die Lupe genommen hat.

Ein Ergebnis der Uni-Kontrolleure: Die Studiengänge sind im Lande sehr unterschiedlich ausgelastet. Während zum Beispiel die Agrar- und Ernährungswissenschaften an der der Kieler Christian Albrechts Universität (CAU) mit einer Quote von 114,4 Prozent überfüllt sind, gibt es bei den Ingenieurwissenschaften Luft nach oben: Hier sind lediglich 66,3 Prozent der Studienplätze belegt. Auch zwischen den schleswig-holsteinischen Unis klaffen große Unterschiede. So weist die Universität Lübeck mit 73 Prozent die geringste Auslastungsquote aller norddeutschen Unis im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften auf. Die CAU liegt im gleichen Bereich mit 95,6 Prozent hingegen über dem norddeutschen Schnitt.

  Professor der Ingenieurwissenschaften betreute 
  an der CAU durchschnittlich 1,9 Studenten

Starke Unterschiede gibt es zudem bei den Kosten eines Studienplatzes. So schlägt ein Platz im sprach- und kulturwissenschaftlichen Sektor an der Uni Flensburg mit 4.500 Euro pro Jahr zu Buche. Ein Agrar-Platz in Kiel kostet hingegen 16.700 Euro. Auch die Absolventenquoten zeigen eine große Spreizung zwischen den Unis und den verschiedenen Studiengängen. So führte ein Professor der Ingenieurwissenschaften an der CAU im Jahr 2006 durchschnittlich lediglich 1,9 Studenten zum Abschluss – im norddeutschen Schnitt waren es 4,9. Demgegenüber legten an der Uni Flensburg pro Jahr 18,1 junge Leute ihre Abschlussprüfungen in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ab. Damit rangierte die Nord-Uni ein Drittel über dem Schnitt.

Bei der Einschätzung der eigenen Lage zeigt sich ein buntes Bild im Lande. Die CAU hat die Vorgaben der Zielvereinbarung, etwa bei der Schärfung von Studienschwerpunkten, überwiegend erfüllt, macht aber Probleme bei der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem geltend. Eine „schwierige Lage" attestiert das Wissenschaftsministerium der Uni Flensburg, wo die Anerkennung des Lehramtsstudiums wegen der mangelhaften Personalausstattung zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Demgegenüber stellt die Uni Lübeck fest, dass es ihr in den vergangenen Jahren gelungen sei, ihr Profil zu schärfen, etwa im Bereich Medizintechnik/Life Sciences.

  Vorgaben an die Profilbildung

Mit den Zuschüssen sind Vorgaben an die Profilbildung der Hochschulen verbunden. So soll die CAU neben den Schwerpunkten Meereswissenschaften und Geowissenschaften die Bereiche Nanowissenschaften und Oberflächenforschung sowie das geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Themenfeld "Kulturelle Räume" in den Blickpunkt rücken. Die Uni Lübeck, deren Schwerpunkt in der Biomedizintechnik liegt, soll sich besonders um die Themen "Gehirn, Hormone und Verhalten", „Infektion und Entzündung" sowie "Technik und Informatik in der Biomedizin" kümmern. Die Uni Flensburg ist die "Lehrerschmiede" des Landes. Hier stehen Erziehungs- und Vermittlungswissenschaften im Zentrum. Kernaufgabe ist es laut der Zielvereinbarung zwischen Land und Uni, „diese Studiengänge insbesondere durch eine verbesserte Personalstruktur zu konsolidieren".

Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online
Dezember 2008

Stichwort: Zielvereinbarungen
Derzeit läuft die Förderperiode 2009 bis 2013. Hier sind pro Jahr rund 240 Millionen Euro für die neun Universitäten und Fachhochschulen im Lande vorgesehen. Größter Empfänger ist die Kieler CAU mit 141,4 Millionen. Es folgen die Uni Lübeck (23,5 Millionen Euro), die Fachhochschule Kiel (19,2 Millionen), die Uni Flensburg (16,7 Millionen) und die Fachhochschule Lübeck (15,9 Millionen / Zahlen für 2009). Etwaige Kostensteigerungen im Personalbereich durch neue Tarifabschlüsse sollen zusätzlich aus dem Landeshaushalt finanziert werden.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:
Beitragsfreie KiTa

Vereidigung
Björn Thoroe (Linke) 
neu im Landtag

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer  des Holocaust 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Untersuchungsausschüsse
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Fakultativprotokoll
Richtergesetz
(auch 2. Lesung geplant)
Rundfunk-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
G-10-Kommission (V-Schutz)
(ohne Aussprache)
Anträge:
Unfallzeugen
Rundfunkfreiheit
Flüchtlingsopfer
Norddeutsche Kooperation
Bericht:

Prüfung Landtagswahl
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Haushaltsordnung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Dienstleistungsrichtlinie
Schuldenbremse / Landesverfassung
IT-Planungsrat
(ohne Aussprache)
Antrag:
Kommunale Finanzen
(ohne Aussprache)
Bericht:

Rechnungshof / Entlastung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Beitragsfreie KiTa

Anträge:
Gleichstellung Frauen
Atomkraftwerke
Hartz IV / Wohnkosten

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Röntgen-Laseranlage
(ohne Aussprache)
Anträge:
Erdkabel
Strom und Leitungsnetze
Beschäftigungsinitiative
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesungen:
Umwelt-Informationsgesetz
Milchquoten
Wahlen:
Verwaltungsrat Forsten
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiw. Ökologisches Jahr
Bericht:

Grundwasser-
Entnahmeabgabe

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / G8, Realschulen
1. Lesung:
Mittagstisch in KiTas und Schulen
Antrag:
Migrantenkinder / KiTa
(ohne Aussprache)
Berichte:

Politische Bildung

Hochschulen / Vereinbarung, Controlling

Denkmalschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europaausschuss / Minderheiten
Ostseestrategie
Bericht:

Ostseebüros / Hanse Office