
Landtag gedenkt der
Opfer
des Holocaust
Parlamentspräsident Geerdts betont „besondere
Verantwortung" der Deutschen
Kiel (SHL/27.01.) Zu Beginn
der Tagung des Schleswig-Holsteinischen Landtages hat
Landtagspräsident Torsten Geerdts an die Befreiung des
Konzerntrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee vor 65 Jahren
erinnert. Angesichts der Gräuel in diesem Lager, in dem zwischen
1940 und 1945 insgesamt 1,2 Millionen Menschen ermordet wurden,
bekannte sich Geerdts zur „besonderen Verantwortung" der
Deutschen im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz.
Die Abgeordneten gedachten der Opfer des Holocaust mit einer
Schweigeminute.
„Wo immer wir auf Anzeichen von Diskriminierung
und Ausgrenzung stoßen", so der Landtagspräsident, „sind
wir gefordert, Zivilcourage zu zeigen und Verantwortung für unsere
Mitmenschen zu übernehmen". Denn die Befreiung des
Vernichtungslagers stehe auch für die Befreiung Deutschlands von
der mörderischen Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus. Der 27.
Januar wird seit 1996 in Deutschland und seit 2005 auch weltweit als
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen.
Am (heutigen) Abend um 18.00 Uhr wird der Landtag
zudem auf einer Gedenkveranstaltung in Rendsburg an die Opfer des
Nationalsozialismus erinnern. Die Plenarsitzung endet deshalb
früher als üblich.