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Auf dieser
Seite: Jagdgesetz
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Top 03
Entwurf
eines Gesetzes zur Änderung des Landesjagdgesetzes
Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU und FDP - Drs. 17/1710
(Ausschussüberweisung am 26. August 2011)
Bericht und
Beschlussempfehlung des Umwelt- und Agrarausschusses - Drucksache
17/2161
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Jagdgesetz novelliert:
Bleimunition bleibt,
Jagd auf Rehe wird ausgeweitet
Opposition: Schwarz-Gelb missachtet Tierschutz
Kiel (SHL/25.01.) Die
Koalition spricht von einem "vernünftigen" Gesetz für
Mensch und Natur, die Opposition kritisiert eine einseitige
Bevorzugung der Jägerschaft zulasten der Tierwelt. CDU und FDP
haben ihr neues Landes-Jagdgesetz nach heftiger Kontroverse durch
den Landtag gebracht. "Ein glatter Fehlschuss", urteilte
Sandra Redmann (SPD), "kontraproduktiv und schädlich für die
Umwelt." Demgegenüber hob der CDU-Abgeordnete Hartmut Hamerich
hervor, die Koalition passe die Vorgaben für die Jagd "an die
Gegebenheiten der heutigen Zeit an" und baue Bürokratie ab.
Eine "Jagd nach Gutsherrenart" werde es aber nicht geben.
Ein Problem, das nun angegangen wird: In vielen
Wäldern Schleswig-Holsteins gibt es immer mehr Rehe, die Schäden
verursachen - sie knabbern die Rinde von jungen Bäumen ab. Über
Abschusspläne soll der Bestand nun reguliert werden. SPD, Grüne,
Linke und SSW monierten, Schleswig-Holstein habe ohnehin bereits die
längsten Jagdzeiten der Republik. Ein weiterer Knackpunkt: Jäger
dürfen künftig ohne Genehmigung der Naturschutzbehörden das
Gelege von "Federwild", gemeint sind vor allem Gänse,
zerstören. Hintergrund sind die Schäden, die durch eine wachsende
Zahl dieser Vögel verursacht werden. Die Kritiker wandten ein, dass
auch andere Arten bedroht seien, wenn der Jäger auf der Suche nach
Gänse-Nestern durch die Flur streift.
Das Schießen mit Bleimunition bleibt weiterhin
erlaubt, allerdings nicht auf Wasservögel. Ein weiter gehendes
Verbot dieser Munition, wie von der Opposition gefordert, lehnt
Schwarz-Gelb zum jetzigen Zeitpunkt ab. Es gebe noch keine
gesicherten Erkenntnisse, ob alternative Geschosse nicht auch Gifte
im Fleisch der Tiere hinterlassen. Auch müsse aus
Tierschutzgründen sichergestellt sein, dass die alternative
Munition genau so schnell und zuverlässig tötet wie Bleimunition,
damit die Tiere nicht unnötigen Qualen ausgesetzt würden. Hier
laufen derzeit Tests auf Bundesebene. Es gebe bereits ausreichend
Erkenntnisse, die gegen das Blei sprächen, erwiderte die
Opposition.
Weitere Redner: Günther Hildebrand (FDP),
Marlies Fritzen (Grüne), Antje Jansen (Linke), Flemming Meyer
(SSW), Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU)
Hintergrund:
Nach kontroverser Diskussion im Umwelt-
und Agrarausschuss steht die von CDU und FDP auf den Weg
gebrachte Reform des Landesjagdgesetzes vor der
Verabschiedung. Kritiker monieren, dass Schutzstandards
ausgehöhlt werden. Auch die Opposition im Landtag
votierte im Ausschuss geschlossen gegen den Reformentwurf.
Ein
Knackpunkt: Jäger dürfen künftig ohne Genehmigung der
Naturschutzbehörden das Gelege von "Federwild",
gemeint sind vor allem Gänse, zerstören. Hintergrund
sind die Schäden, die durch eine wachsende Zahl dieser
Vögel verursacht werden, heißt es aus der Koalition.
Kritiker wenden ein, dass auch geschützte Arten von dem
Griff in die Nester betroffen seien.
Diskussion
um Bleimunition
Das
Schießen mit Bleimunition bleibt weiterhin erlaubt,
allerdings nicht auf Wasservögel. Ein Verbot von
Bleimunition, wie von der Opposition gefordert, lehnt
Schwarz-Gelb zum jetzigen Zeitpunkt ab. Es gebe noch keine
gesicherten Erkenntnisse, ob alternative Munition nicht
auch Gifte im Fleisch der Tiere hinterlasse. Auch müsse
aus Tierschutzgründen sicher gestellt sein, dass die
alternative Munition genau so schnell und zuverlässig
tötet wie Bleimunition, damit die Tiere nicht unnötigen
Qualen ausgesetzt würden. Hier laufen derzeit Tests auf
Bundesebene.
In vielen
Wäldern Schleswig-Holsteins gibt es zudem immer mehr
Rehe, die die Rinde von jungen Bäumen abknabbern. Über
Abschusspläne soll der Reh-Bestand nun reguliert werden,
und dafür die Jagdzeiten per Verordnung verlängert
werden können. Tierschützer monieren, Schleswig-Holstein
habe bereits die längsten Jagdzeiten der Republik.
Meldung zur 1. Lesung: plenum-online
August 2011
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