Durch die
"Verlagerung von Entscheidungsrechten, das vor Ort
verfügbare Wissen und die Kreativität der unmittelbar
Beteiligten" werde das Lern-Klima verbessert, heißt
es in dem Papier. Für das Bildungsministerium schließt
diese gestärkte Eigenverantwortlichkeit auch die
Verantwortlichkeit der Schulen für die Qualität der
Ergebnisse mit ein. Interne und externe Programme zur
Qualitätssicherung seien unabdingbar.
Output-Orientierung
statt Input-Orientierung
Dabei
konzentriert sich die Schulsteuerung zunehmend stärker
darauf, die Ergebnisse der Schulen zu überprüfen
(Output-Orientierung) anstatt den Schulen konkrete
Vorgaben für den Schulalltag zu machen
(Input-Orientierung). In den Jahren 2003 und 2004
verabschiedete die Kultusministerkonferenz zahlreiche
länderübergreifende Bildungsstandards für verschiedene
Fächer der Primarstufe, des Hauptschulabschlusses und des
mittleren Abschlusses (Sekundarstufe 1).
Konzept
betont vier konkrete Handlungsfelder
Ziel der
verstärkten Eigenverantwortung, so der Bericht, müsse
sein, dass "möglichst viele Schülerinnen und
Schüler […] möglichst hohe Qualifikationen erwerben
und die für sie bestmöglichen Abschlüsse
erreichen". Diese Zielsetzung bündelt der Bericht in
einem Konzept, das vier konkrete Handlungsfelder benennt:
1. Im
Handlungsfeld "Pädagogik, Lern- und
Unterrichtsorganisation" sollen die
Entscheidungskompetenzen der Schulen zur Profilbildung der
Schule (z.B. G8 oder G9) und der Entwicklung des
Unterrichts gestärkt werden.
2. Im
Bereich der "personellen Ressourcen" sollen den
Schulen vielfältige Freiräume eingeräumt werden um
über die Einstellung von Lehrer und Lehrerinnen
selbstbestimmt zu entscheiden.
3.
Innerhalb der "finanziellen Ressourcen" sollen
die Schulen über den Einsatz von Geldern
selbstverantwortlich entscheiden können.
4. In Bezug
auf die "Schulqualität" sollen Schulen dazu
angeregt werden interne Konzepte zur Verbesserung des
Unterrichtes und der Lernergebnisse zu erstellen.