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Vereidigung

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Frisch vereidigt
Jörg Nickel neu im Landtag

Kiel (SHL/25.01.) Zum Auftakt der Sitzung am Mittwochmorgen ist der neue Abgeordnete Jörg Nickel (Grüne) als Mitglied des Landtages von Parlamentspräsident Torsten Geerdts verpflichtet worden. Der 44-jährige promovierte Meeresbiologe aus Kiel nimmt in der Grünen-Fraktion den Platz des zurückgetretenen Thorsten Fürter ein. Fürter hatte sein Mandat niedergelegt, nachdem ihn seine Partei mit Blick auf die Wahl im Mai nicht wieder für einen vorderen Listenplatz nominiert hatte.

Legt ein Abgeordneter sein Mandat nieder, so rückt ein Kandidat von der Landesliste nach. Nickel war bislang stellvertretender Pressesprecher der Grünen-Fraktion. Er wird als "Kurzzeit-Parlamentarier" in die Landesgeschichte eingehen - zur Wahl im Mai tritt Nickel nicht wieder an.

Die Ableistung des Abgeordneten-Eides ist eine schleswig-holsteinische Besonderheit. Im Bundestag und in den meisten anderen Landesparlamenten ist ein Eid nicht vorgesehen. Lediglich die Abgeordneten des sächsischen Landtages nehmen eine ähnliche Verpflichtung vor.

Die Eidesformel der Abgeordneten lautet: "Ich schwöre, meine Pflichten als Abgeordneter gewissenhaft zu erfüllen, Verfassung und Gesetze zu wahren und dem Lande unbestechlich und ohne Eigennutz zu dienen, so wahr mir Gott helfe."

Nickel sprach die Formel mit religiöser Beteuerung - sie kann aber auch weggelassen werden.


Paragraph 50 des Landeswahlgesetzes regelt die Einberufung von Listennachfolgern. In Absatz 1 heißt es:
"Wenn eine gewählte Bewerberin oder ein gewählter Bewerber stirbt oder die Annahme der Wahl ablehnt oder wenn eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter stirbt oder sonst nachträglich aus dem Landtag ausscheidet, so wird der Sitz aus der Landesliste derjenigen Partei besetzt, für die d
ie ausgeschiedene Person bei der Wahl aufgetreten ist."

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