|
plenum-online
wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei
Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" ,
"Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die
neueste Fassung zu erhalten.
|
|
Auf dieser
Seite: Landes-Verfassungsgericht
|
xxx
|
Top 18:
Entwurf eines Gesetzes über das
Schleswig-Holsteinische Landesverfassungsgericht
(Landesverfassungs-
gerichtsgesetz – LVerfGG)
Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU, SPD, FDP, BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN und der Abgeordneten des SSW |
|
|
Kein Rütteln an
Schleswig
Landesverfassungsgericht
in großer
Einigkeit auf den Weg gebracht
Kiel (SHL/12.07.) Die
Einchrichtung eines schleswig-holsteinischen
Landesverfassungsgerichts ist mit der Ersten Lesung des
entsprechenden Gesetzes im Landtag einen weiteren Schritt näher
gerückt. Zum 1. Januar 2008 soll das Land zwischen den Meeren
dann als letztes Bundesland einen solchen Gerichtshof erhalten. In
der Debatte über den fraktionsübergreifenden Entwurf betonten
alle Redner, die Grundlagen für das Gericht lägen "außerhalb
jeden Parteienstreits". Auch bei der lange diskutierten Frage
nach dem Standort gab es keine Meinungsverschiedenheiten mehr:
Schleswig soll den Zuschlag erhalten. Hier seien mit den
Obergerichten schon die nötigen Strukturen vorhanden, so dass die
Schleistadt die effektivste und kostengünstigste Lösung
darstelle, hieß es.
Nach einem Landtagsbeschluss vom letzten Oktober
soll die neue Körperschaft anstelle des bislang zuständigen
Bundesverfassungsgerichts als höchste juristische Instanz des
Landesrechts fungieren. Das Gericht soll aus sieben ehrenamtlichen
Richtern bestehen, die vom Landtag gewählt werden. Die Richter
sollen sechs Jahre amtieren, eine einmalige Wiederwahl ist
möglich. Das Gericht soll nur zusammentreten, wenn es angerufen
wird – etwa bei Streitigkeiten über die Auslegung der
Landesverfassung oder über die Vereinbarkeit von Landesgesetzen
mit der Verfassung.
Vor der endgültigen Beschlussfassung muss der
Innen- und Rechtsausschuss beraten. Dem Vernehmen nach soll eine
Anhörung vorgenommen werden.
Hauptredner: Thomas
Stritzl (CDU), Klaus-Peter Puls (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP),
Karl-Martin Hentschel (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW),
Justizminister Uwe Döring (SPD)
Hintergrund:
In einem von allen Fraktionen getragenen
Gesetzentwurf steckt der Landtag den Rahmen für das neue
Landesverfassungsgericht ab. Es soll seinen Sitz in
Schleswig haben und zum 1. Januar 2008 seine Arbeit
aufnehmen.
Nach einem Landtagsbeschluss vom letzten Oktober
erhält Schleswig-Holstein als letztes Bundesland ein
eigenes Verfassungsgericht. Es soll anstelle des bislang
zuständigen Bundesverfassungsgerichts als höchste
juristische Instanz des Landesrechts fungieren. Das
Gericht soll aus sieben ehrenamtlichen Richtern bestehen,
von denen vier die Befähigung zum Richteramt haben
müssen und die vom Landtag gewählt werden. Die Richter
sollen sechs Jahre amtieren, eine einmalige Wiederwahl ist
möglich. Das Höchstalter für Richter ist mit 68 Jahre
angegeben.
Das Gericht soll nur zusammentreten, wenn es
angerufen wird – etwa bei Streitigkeiten über die
Auslegung der Landesverfassung oder über die
Vereinbarkeit von Landesgesetzen mit der Verfassung. Auch
eventuelle Eingriffe der Landesebene in die kommunale
Selbstverwaltung oder die Zulässigkeit von
Volksinitiativen können das Gericht beschäftigen. Das
Recht zur Anrufung des Gerichts haben laut Paragraf 39
"die Landesregierung, ein Drittel der Mitglieder des
Landtages, zwei Fraktionen oder eine Fraktion gemeinsam
mit den Abgeordneten, denen die Rechte einer Fraktion
zustehen". Damit kann auch die zahlenmäßig kleine
derzeitige Landtagsopposition vor das Gericht ziehen.
Das Votum für Schleswig greift eine Initiative der
Liberalen, der Grünen und des SSW vom Januar auf. Die
Oppositionsparteien hatten bereits zu Jahresbeginn
gefordert, das Gericht in Schleswig anzusiedeln und dabei
auf die Position der Schleistadt mit ihrem Obergerichten
als "Justizhauptstadt" des Landes verwiesen.
Neben Schleswig hat auch Lübeck ernsthaftes Interesse
bekundet.Vorherige
Debatten zum Thema: plenum-online,
Januar
2007
|
|
|
* * * * *
| |
|