In Kürze: Meldungen 3 (Themen ohne Aussprache) 

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  • Heilberufe-Gesetz (1. Lesung / Top 12) ...gehe zu

  • Strategische Umweltprüfung (2. Lesung / Top 4) ...gehe zu

  • Bodenschutz / Staatsvertrag (1. Lesung / Top 15)..gehe zu

  • Klimaschutz in der Landwirtschaft  
    (Ausschuss-Bericht / Top 42)
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Mel1

Heilberufe-Gesetz  – Drucksachen 16/1453

  Der Landtag hat einen von der Landesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Änderung des Heilberufegesetzes an den Sozialausschuss überwiesen. Das Papier enthält Regelungen zur Anerkennung von Berufsqualifikationen, die in den Mitgliedstaaten der EU erworben wurden. Damit will Brüssel Hindernisse für die Dienstleistung- und Niederlassungsfreiheit beseitigen. Mit dem Gesetzentwurf sollen die EU-Bestimmungen in Landesrecht gegossen werden. Betroffen sind Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger, Zahnärzte, Hebammen, Entbindungspfleger, Apotheker und Tierärzte. Der Gesetzentwurf regelt aber nur die Anerkennung von Weiterbildungen in diesen Berufen. Für die Ausbildung und Zulassung zu einem akademischen Heilberuf oder einem Gesundheitsfachberuf ist der Bund zuständig.


Mel2

Strategische Umweltprüfung – Drucksachen 16/1274, 16/1480

  Die Große Koalition und der SSW haben gegen die Stimmen der Grünen und bei Enthaltung der FDP das von der Landesregierung vorgelegte Gesetz zur Einführung einer strategischen Umweltprüfung (SUP) verabschiedet. Damit setzt das Land Vorgaben der EU um und lehnt sich an bundesrechtliche Regelungen in diesem Bereich an. Die neuen Richtlinien sehen das Prüfverfahren bereits vor der Umsetzung von Plänen und Programmen in den Bereichen Verkehr, Abfallwirtschaft, Energie oder Wasserwirtschaft in Zukunft vor. Dabei soll die Öffentlichkeit beteiligt werden. Eine weiterführende Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgt nach abgeschlossener Planung. Die SUP wird von den Umwelt-Behörden des Landes und der Kommunen vorgenommen. Ziel ist es, die Umwelt-Auswirkungen von Förderungen aus Programmen wie dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Vorhinein einzuschätzen.

Der Umwelt- und Agrarausschuss hatte zuvor einige Änderungen an dem Gesetz vorgenommen. So ist dem Gesetzespaket unter anderem der Artikel 4 zur Änderung des Landesnaturschutzgesetzes hinzugefügt worden, der beispielsweise die Ansiedlung gebietsfremder Tiere oder Pflanzen in der freien Natur untersagt. Während Union und SPD das Gesetz als Beitrag zum Bürokratieabbau lobten, befürchteten Grüne und SSW die Herabsetzung von Umweltstandards und zusätzliche Kosten für die Verwaltung. Die Liberalen hatten sich bei der Abstimmung enthalten.

1. Lesung: plenum-online, März 2007


Mel3

 Bodenschutz / Staatsvertrag – Drucksachen 16/1472

  Schleswig-Holstein und Hamburg wollen bei der Umsetzung der Bodenschutzbestimmungen des Bundes gemeinsame Wege gehen: Weil es hierzulande kein zugelassenes Boderuntersuchungs-Labor und keine entsprechende Prüfungsstelle gibt, plant die Landesregierung die Prüfung und Zulassung auf das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt zu übertragen. Dies regelt ein in der vergangenen Woche unterzeichneter Staatsvertrag der Länder, den das Parlament jetzt absegnen muss. Nach Erster Lesung wurde der Vertrag zur Beratung an den Umwelt- und Agrarausschuss überwiesen.

Hintergrund des geplanten Staatsvertrages ist Paragraph 18 des Bundesbodenschutz-Gesetzes. Dieser fordert die Kontrolle der Bodenschutzbestimmungen durch Sachverständige und Untersuchungsstellen mit der dafür notwendigen technischen Ausrüstung.


Mel4

Klimaschutz in der Landwirtschaft – Drucksachen 16/1422, 16/1481

  Der Klimaschutzbericht der Landesregierung soll sich im kommenden Jahr verstärkt mit der Energie- und Klimaschutzbilanz der Landwirtschaft beschäftigen. Dies hat der Landtag mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und SSW bekräftigt. Regierungsfraktionen und die beiden Oppositionsparteien machten sich damit einen Antrag der Grünen zu eigen. Diese hatten einen zehn Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog formuliert, der unter anderem die Verringerung mineralischer Düngung sowie die Reduzierung der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln verlangte. Der im Umwelt- und Agrarausschuss umformulierte Antrag fragt auch grundsätzlich nach den Erfolgsaussichten eines Maßnahmenkatalogs. Ursprünglich hatten die Grünen gefordert, einen separaten Klimaschutzbericht für die Landwirtschaft zu erstellen.

Debatte: plenum-online, Juni 2007


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