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Landesarbeitsgemeinschaft "Sport und Justizvollzug"

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Sport hinter Gittern: Positive Reaktionen auf Grünen-Vorstoß

Kiel (SHL/16.07.) Die Grünen wollen den Sport mehr als bisher in die Behandlungs- und Vollzugsplanung für Strafgefangene einbeziehen. Sie fordern die Landesregierung auf, eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) "Sport und Justizvollzug" einzuberufen. Dieses Gremium soll Standards für Sportprogramme hinter Gittern erarbeiten, die Einbeziehung des Sports in die Vollzugspläne überprüfen und dabei besonders auf straffällige Jugendliche achten.

Dem Sport komme bei der Resozialisierung und Rehabilitierung der Gefangenen eine große Bedeutung zu, begründete Fraktionschef Karl-Martin Hentschel den Antrag seiner Grünen-Fraktion. Alle anderen Fraktionen sowie die Landesregierung begrüßten den Vorschlag. Sie wiesen darauf hin, dass der Sport bereits heute ein wichtiger Bestandteil der Freizeitgestaltung in den Justizvollzugsanstalten sei. So sei derzeit der Bau neuer Gefängnis-Turnhallen in Neumünster, Schleswig, Lübeck und Kiel bereits in Planung. Und: In Schleswig könnten Häftlinge in Sportvereinen außerhalb der Gefängnismauern aktiv werden.

Vorbild für den Antrag ist die "LAG Sport und Justizvollzug in Hessen", die dort vom Justizministerium, vom Landessportbund und von der Sportjugend seit über 25 Jahren erfolgreich betrieben werde. Die Details zu dem Grünen-Vorstoß werden nun im Innen- und Rechtsausschuss beraten, wo auch betroffene Verbände und Einrichtungen angehört werden sollen.

Weitere Redner: Thomas Stritzl (CDU), Anna Schlosser-Keichel (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP), Anke Spoorendonk (SSW), Justizminister Uwe Döring (SPD)

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Hintergrund:
  Die Grünen wollen den Sport mehr als bisher in die Behandlungs- und Vollzugsplanung für Strafgefangene einbeziehen. Sie fordern die Landesregierung deshalb auf, eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) "Sport und Justizvollzug" einzuberufen. Sie soll Standards für Sportprogramme hinter Gittern erarbeiten, die Einbeziehung des Sports in die Vollzugspläne überprüfen und dabei besonders auf straffällige Jugendliche achten. Die Oppositionsfraktion orientiert sich bei diesem Vorschlag an der "LAG Sport und Justizvollzug in Hessen", die dort vom Justizministerium, vom Landessportbund und von der Sportjugend seit über 25 Jahren erfolgreich betrieben werde.
  Dem Sport komme bei der Resozialisierung und Rehabilitierung der Gefangenen eine große Bedeutung zu, heißt es zur Begründung. Durch die körperliche Betätigung würden die Insassen ihre Gesundheit pflegen, ein neues Körperbewusstsein entwickeln und soziale Fähigkeiten entwickeln. Speziell ausgebildete Mitarbeiter sollten die Sportprogramme leiten.

Zahlen und Daten

  Nach Angaben des Justizministeriums aus dem letzten Jahr gibt es im Lande neun Haftanstalten in Flensburg, Itzehoe, Kiel, Neumünster (zwei), Lübeck (zwei), Schleswig und Rendsburg (für Abschiebehaft). Es bestehen 1.741 Haftplätze. 1.657 dieser Plätze sind für männliche Gefangene bestimmt. Die 84 Frauen-Plätze sind in der Frauen-JVA Lübeck konzentriert. 202 Plätze stehen in Schleswig und Neumünster für jugendliche Straftäter bereit. 865 Mitarbeiter sind im Justizvollzug beschäftigt. Hierzu gehören neben den Angehörigen des Allgemeinen Vollzugsdienstes auch Psychologen, Ärzte, Seelsorger, Lehrer sowie Mitarbeiter des Werkdienstes und der Verwaltung.

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S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

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Fürsorgeeinrichtungen
Jugendaustausch
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F i n a n z e nt

2. Lesung:
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V e r k e h r  /  T e c h n i k

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Ostseebericht