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Aktuell:
Schwarz-rote Koalition vor dem Aus
Landtagssitzung
wird am Donnerstag, 23. Juli 2009, fortgesetzt
Paukenschlag in Kiel: Die CDU-Fraktion hat
nach einer Sondersitzung am Mittwochabend das
Regierungsbündnis mit der SPD aufgekündigt. Die SPD und
insbesondere Landes- und Fraktionschef Ralf Stegner hätten
die gemeinsamen Beschlüsse nicht mehr mitgetragen, sagte
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zur Begründung. Nun
wollen die Christdemokraten den Landtag auflösen und die
Wähler am 27. September zur Neuwahl an die Urnen rufen,
parallel zur Bundestagswahl. Die Sozialdemokraten wollten
diesen Weg jedoch nicht mitgehen und haben am Freitag dem Antrag auf Parlamentsauflösung
abgelehnt. Die benötige Zwei-Drittel-Mehrheit kam nicht zustande. Ein
weiterer Weg zu Neuwahlen ist nun die so genannte "unechte
Vertrauensfrage" des Ministerpräsidenten, die Carstensen
am Montag gestellt hat. Das heißt: Am Donnerstag geht die
Tagung weiter. Sonderseite
zum Thema: 16.07.2009
– Der Tag im Schleswig-Holsteinischen Landtag ...gehe
zu
Die Aufarbeitung: Die Debatte zum
Dringlichkeitsantrag am Freitag, 17.07.2009 ...gehe
zu
Die Abstimmung: Eine
Zwei-Drittel-Mehrheit wird benötigt – Montag, 20.07.2009 ...gehe
zu
Das Finale: Ministerpräsident
stellt die Vertrauensfrage ...gehe
zu
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Nach Störfall-Stakkato in
Krümmel:
Politische Debatte auf dem Siedepunkt
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Auch Sonderzahlung an
HSH-Bankchef Nonnenmacher erhitzt die Gemüter
Die Pannenserie im Atomkraftwerk Krümmel hat
eine bundesweite Debatte über die Risiken der Kernenergie
entfacht. Nun strahlt das Thema auch auf den Kieler Landtag
aus. Der Krümmel-Betreiber Vattenfall steht bei allen
Fraktionen in der Kritik – am schärfsten bei den Grünen,
die den störanfälligen Meiler sofort stilllegen wollen.
Unterschiedliche Standpunkte sind im Plenum jedoch bei der
Grundsatzfrage zu erwarten, ob die Atomenergie in Deutschland
eine Zukunft hat. Den Auftakt der Diskussion bildet am Freitag
eine Regierungserklärung von Ministerpräsident Peter Harry
Carstensen (CDU) (...gehe
zu).
Zuvor beschäftigt sich die Landespolitik
intensiv mit dem angeschlagenen Haushalt. Die schwarz-rote
Koalition will in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 1,5
Milliarden Euro neue Schulden per Nachtragshaushalt
aufnehmen, um die Steuereinbrüche durch die Wirtschaftskrise
auszugleichen (...gehe
zu). Gleichzeitig soll gespart werden, Stichwort
Schuldenbremse: 4.800 Personalstellen wollen CDU und SPD
bis 2020 streichen. Zudem kommen zahlreiche Landeszuschüsse
auf den Prüfstand. Ziel: Schleswig-Holstein soll die
Nullverschuldungsvorgabe des Bundes einhalten (...gehe
zu). Dabei ist die Schuldenbremse im Grundgesetz
höchst umstritten. Im Frühjahr hat der Landtag einstimmig
eine Verfassungsklage angekündigt, falls Berlin in die
Haushaltshoheit der Länder eingreift. Nun pocht
Landtagspräsident Martin Kayenburg auf diesen Beschluss –
und stellt sich damit gegen seine eigene CDU-Fraktion
(...gehe
zu).
Die Ereignisse bei der krisengeschüttelten HSH
Nordbank rufen am Donnerstag die Opposition erneut auf den
Plan. Bank-Chef Dirk Nonnenmacher kann Sonderzahlungen über
fast drei Millionen Euro auf seinem Privatkonto verbuchen,
obwohl das Institut Milliardenverluste einfährt und die
Vorstandsgehälter die 500.000-Euro-Marke nicht überschreiten
sollen (...gehe
zu). Für Ärger sorgt auch der Rückzug der
Landesminister und -senatoren aus dem HSH-Aufsichtsrat.
Sie dürften sich nicht aus der Verantwortung stehlen, lautet
die Forderung. Schleswig-Holstein und Hamburg, die gemeinsam
über 80 Prozent der Anteile halten, müssten mit am Tisch
sitzen, wenn es um die Zukunft der Bank geht (...gehe
zu).
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Die nächste
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46. Tagung des Schleswig-Holsteinischen Landtages
in der 16. Wahlperiode vom 16. bis 18. September 2009.
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