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Dringlichkeit:
Strukturkonzept Universitätsklinikum 
Schleswig-Holstein (UKSH)
Antrag der Fraktion von B´90 / GRÜNE  – Drs. 16/16/2796

UK S-H: Neues Strukturkonzept
auf dem Weg

Privatisierungs-Diskussion verschoben

Kiel (SHL/23.07.) Wissenschaftsminister Jörn Biel (CDU) setzt darauf, dass das neue Strukturkonzept des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) die Verwaltung „straffer aufstellt" und zudem Geld einspart. Das betonte er in einem von den Grünen beantragten Bericht. Es sei „plausibel und nachvollziehbar", so Biel, dass künftig zwei campusbezogene Verwaltungszentren in Kiel und Lübeck sowie ein übergreifendes Diagnostikzentrum eingerichtet werden sollen. Zudem erwarte er „Einsparungen in Millionenhöhe" durch einen Teilverkauf der Service GmbH.

Die Abgeordneten reagierten verhalten – die Details seien noch zu wenig bekannt, um das Konzept endgültig beurteilen zu können. Einstimmig forderten die Abgeordneten die Landesregierung auf, mit einer Privatisierung zu warten, bis der neu gewählte Landtag seine Arbeit aufgenommen hat.

Nach Beschluss des Aufsichtsrats sollen die beiden Standorte unterhalb des Gesamtvorstandes je ein eigenes dreiköpfiges Leitungsteam erhalten. Es soll aus einem hauptamtlichen Kaufmann sowie jeweils einem ehrenamtlichen Verantwortlichen für den ärztlichen und den pflegerischen Bereich bestehen. Das Diagnostikzentrum, das standortübergreifend arbeitet, bekommt zusätzlich einen eigenen "Mini-Vorstand".

Zudem wird am UK S-H über den Verkauf der bisher klinikeigenen Service GmbH nachgedacht. Diese Unter-Firma ist für Bereiche wie Kantine, Transport, Gärtnerei, Reinigung oder die Telefonzentrale zuständig. Dem Vernehmen nach will die Uniklinik 49 Prozent der Anteile verkaufen. Der Erlös, erwartet werden fünf Millionen Euro, soll in die Sanierung des angeschlagenen Großbetriebs fließen. Die Entscheidung hierüber soll im September fallen.

Das UK S-H ist 2003 aus den Universitätsklinika Kiel und Lübeck entstanden. Es hat 2.400 Patientenbetten und ist mit 10.600 Beschäftigten der größte Arbeitsgeber im Lande.

Weitere Redner: Angelika Birk (Grüne), Niclas Herbst ( CDU), Wolfgang Baasch (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Lars Harms (SSW)


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