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Auf dieser Seite: Nachtragshaushalt 

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Top 3:
Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung 
eines 2. Nachtrages zum Haushaltsplan für die 
Haushaltsjahre 2009 und 2010

Gesetzentwurf der Landesregierung – Drucksache 16/2692
(Ausschussüberweisung am 23. Juni 2009)
Bericht und Beschlussempfehlung des Finanzausschusses
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs. 16/2797
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs. 16/2799

Wirtschaftskrise schlägt auf den Haushalt durch – 1,5 Milliarden Euro neue Schulden

Land kauft Grippe-Impfstoff / Polizei-Big-Band wird 
kein Opfer des Sparzwangs

Kiel (SHL/15.07.) Der schleswig-holsteinische Schuldenberg wächst weiter: Die CDU/SPD-Koalition hat bereits den zweiten Nachtragshaushalt in diesem Jahr verabschiedet. Damit nimmt das Land in 2009 neue Kredite in Höhe von 491 Millionen Euro auf. Im nächsten Jahr kommen noch einmal 979 Millionen Euro dazu. Damit steigt der Gesamt-Schuldenstand des Landes auf rund 25 Milliarden. Grund für die Extra-Verschuldung ist die Wirtschafts- und Finanzkrise, die zu massiven Steuereinbrüchen geführt hat. Vertreter der Koalition bezeichneten die neuen Verbindlichkeiten als unvermeidbar, da das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht nachhaltig gestört sei.

Die Opposition erkannte zwar diese Notlage an. FDP, Grüne und SSW warfen dem Regierungslager aber vor, in den guten Haushaltsjahren bis 2008 nicht ausreichend Vorsorge getroffen zu haben – etwa durch Bürokratie- und Stellenabbau. Hier hielten Christ- und Sozialdemokraten dagegen: In den Vorjahren sei die Verschuldung massiv zurückgefahren worden; dies habe auch der Landesrechnungshof anerkannt.

25,2 Millionen für Impfstoff gegen Schweinegrippe

Durch den Nachtrag erhöht sich die Neuverschuldung im Jahr 2009 auf rund 1,1 Milliarden. 2010 steigt die Kreditaufnahme auf 1,6 Milliarden. Insgesamt gibt das Land in diesem Jahr nun 9,09 Milliarden Euro aus, 2010 sind es 9,45 Milliarden Euro. Eine weitere Ausgabe brachte die Koalition kurzfristig auf den Weg: Schleswig-Holstein kauft für 25,2 Millionen Euro Impfstoff gegen die Schweinegrippe.

Die Grünen machten einen Einspar-Vorstoß: Sie forderten erneut, die Big-Band der Landespolizei aufzulösen. Die 26-köpfige Musikertruppe koste den Steuerzahler pro Jahr über eine Million Euro, bemängelt die Oppositionsfraktion. Die Instrumentalisten sollten stattdessen Streife laufen oder als Musiklehrer arbeiten. Mit diesem Vorhaben stießen sie aber auf breite Ablehnung.

Redner: Finanzausschussvorsitzender Günter Neugebauer (SPD), Frank Sauter (CDU), Birgit Herdejürgen (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP), Monika Heinold (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Finanzminister Rainer Wiegard (CDU)

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Hintergrund:
CDU und SPD haben den von der Landesregierung vorgelegten Entwurf für einen zweiten Nachtragshaushalt in diesem Jahr im Finanzausschuss ohne Änderung durchgewinkt. FDP und Grüne stellten sich gegen den Etat. Die Grünen legen zudem einen Sparvorschlag zur Entlastung des gebeutelten Landeshaushalts vor: Die Auflösung der Polizei-Bigband.

Der Etat-Plan der Regierung sieht vor, dass das Land seine Neuverschuldung 2009 um 491 Millionen Euro auf rund 1,1 Milliarden erhöht. 2010 steigt die Kreditaufnahme auf rund 1,6 Milliarden Euro. Geplant war bislang nur etwa ein Drittel dieser Summe. Grund für die steigenden Neuschulden sind die Steuerausfälle in Milliardenhöhe aufgrund der Wirtschaftskrise. So sinken die Einnahmen des Landes in diesem Jahr um 590 Millionen auf 7,8 Milliarden Euro. 2010 werden Einnahmen von 7,69 Milliarden Euro erwartet, 952 Millionen weniger als ursprünglich angenommen. .

  1,47 Milliarden Euro nicht abgedeckt

Rund 81 Millionen Euro sollen in diesen und im nächsten Jahr von den Ministerien eingespart werden. Dennoch verbleibt eine Deckungslücke von rund 1,47 Milliarden . Diese könne nur durch eine Erhöhung der Nettokreditaufnahme beseitigt werden, um weitere negative Auswirkungen auf die Konjunktur zu vermeiden, heißt es aus dem Finanzministerium. Von 2010 an sollen die über dem langfristigen Durchschnitt liegenden Steuereinnahmen zur Schuldentilgung herangezogen werden.

Insgesamt gibt das Land in diesem Jahr nun 9,09 Milliarden Euro aus, 95 Millionen weniger als zu Jahrsbeginn veranschlagt. 2010 erhöhen sich die Ausgaben um 27 Millionen auf rund 9,45 Milliarden Euro. Die investiven Ausgaben sinken 2009 um 86, Millionen auf rund eine Milliarde Euro, steigen 2010 aber wieder um 28,4 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro.

Aktuell:
In einem kurz vor dem Aufruf des Themas vorgelegten Änderungsantrag haben CDU und SPD dazu aufgerufen, weitere 25 Million Euro für den Ankauf von Impfstoff als Vorbeugung gegen die Schweinegrippe in den Nachtragshaushalt aufzunehmen.

  Diskussion um Big-Band in Uniform

Grünen bringen erneut die Auflösung der Big-Band der schleswig-holsteinischen Landespolizei auf die Tagesordnung. Das 26-köpfige Orchester soll nach ihrem Willen zum Jahresende aufgelöst werden. Diesen Vorschlag hatten die Grünen in den vergangenen Jahren schon in verschiedenen Haushaltsberatungen vorgebracht.

Hintergrund: Die Musikertruppe koste den Steuerzahler pro Jahr über eine Million Euro. Sieben Polizeivollzugsbeamte, die in der Band spielen, sollen nach Vorstellung der Grünen wieder in den Streifendienst wechseln, die Stellen der restlichen 19 Musiker könnten in den nächsten Jahren nach und nach wegfallen, die Musiker bis dahin zum Beispiel das Musikangebot der Offenen Ganztagsschulen verstärken. Mit der Auflösung des Polizeiorchesters könne die Große Koalition zeigen, dass sie es ernst meine mit dem Personalabbau, heißt es bei den Grünen.

Debatte zum 1. Nachtragshaushalt 2009/2010:
plenum-online
März 2009

Stichwort: Nachtrag:
Mit einem Nachtragshaushalt wird ein Haushaltsplan geändert, der schon vom Parlament verabschiedet worden ist. Der Einsatz dieses Instruments ist nichts Ungewöhnliches. Regierungen in Bund und Ländern haben oft darauf zurückgegriffen: Entweder wollten sie Ausgaben abdecken, die bei der Aufstellung der regulären Etats nicht absehbar waren, oder sie wollten auf rückläufige Steuereinnahmen reagieren. Die Aufstellung eines Nachtragshaushaltes ist die einzige Möglichkeit, auf geänderte Umstände während eines laufenden Haushaltsjahres zu reagieren.

Der Landtag wird den Nachtragshaushalt in Zweiter Lesung bereits in dieser Tagung abschließend beraten, nachdem der Landtagspräsident von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, den Entwurf ohne Erste Lesung unmittelbar in die Ausschüsse zu überweisen.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Sonderseite zur Auflösung des Parlaments:
16.07.2009 - Der Ta g im Schleswig-Holsteinischen Landtag

Parlamentsauflösung:
Dringlichkeitsantrag 
Fr., 17.07.: Vorzeitige Beendigung der 16. Wahlperiode

Mo., 20.07.: Die Abstimmung

Do., 23.07.: Vertrauensfrage

Regierungserklärung...
...zum AKW Krünmmel

Dringlichkeitsantrag zu Sonderzahlungen an der HSH Nordbank

Dringlichkeitsantrag zu  
Strukturkonzept UK SH

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert um... 
...Kurt Böge und 
Prof. Dietrich Wiebe

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Wahlgesetz
(ohne Aussprache)
Archivierung von Justizakten
(ohne Aussprache)
Gerichtsorganisationsgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Schuldenregelung: Aufnahme in Verfassung u. Klage
"Genetische Diskriminierung"
Landratswahl
Untersuchungshaft
Medien-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Baugesetzbuch
(ohne Aussprache)
Vollzugsbeschwerde-Gesetz
(ohne Aussprache)
Freiwillige Gerichtsbarkeit
(ohne Aussprache)
Fideikommiss
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Präsident Finanzgericht
(ohne Aussprache)
Präsident Sozialgericht
(ohne Aussprache)
Datenschutzbeauftragter
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Unterkünfte für Flüchtlinge
Anträge:
Resettlement - Flüchtlingspolitik
Zusammenarbeit von
Polizei und 'Zoll

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
CCS-Projekt
Investitionshilfen Mittelstand
Schiffbau
Tourismus
(ohne Aussprache)
Ausbildungssituation
(ohne Aussprache)
Berichte:

Bildungsfreistellungs-Gesetz
(ohne Aussprache)

Fehmarnbeltquerung
(ohne Aussprache)

LKW-Maut
(ohne Aussprache)

Ladenöffnungszeiten Kiel
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Zweiter Nachtragshaushalt
1. Lesung:
Einheitliche Ansprechpartner
Anträge:
HSH Nordbank: Prüfverfahren
HSH Nordbank: Aufsichtsrat

Schuldenbremse

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
AKW Krümmel
FSJ Politik
Bericht:

Bericht des Behinderten- Beauftragten

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Bachelor / Master
DDR-Geschichtsunterricht
Lehrkräfte an Schulen
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anwerbung von Lehrkräften
(ohne Aussprache)

Berufliche Bildung
(ohne Aussprache)

Wissenschaftsminister-
Konferenz

(ohne Aussprache)

Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
(ohne Aussprache)

Landesmuseen Schloss Gottorf
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Landeswaldgesetz

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Wahl:
Ausschuss der Regionen
(ohne Aussprache)