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Auf dieser Seite: Flüchtlingspolitik´/ Unterkünfte

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Landesunterkünfte für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein
Große Anfrage der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 16/2438
Antwort der Landesregierung / Federführend ist das Innenministerium

Neumünster wird Hauptstandort für Unterbringung von Flüchtlingen

Kiel (SHL/16.07.) In seiner Antwort auf eine von den Grünen beantragte Große Anfrage zu den Unterkünften für Flüchtlinge im Lande hat Innenminister Lothar Hay (SPD) die geplante Schließung der Einrichtung in Lübeck mit den kontinuierlich sinkenden Zugängen begründet. Bis zum Jahresende würden die Flüchtlinge deshalb am Standort Neumünster –  die zweite Unterkunft in Schleswig-Holstein – zusammengelegt. Die dortige Unterkunft weise die „bessere Bausubstanz" auf, habe „mehr Mitarbeiter" und könne bis zu 400 Menschen aufnehmen, nannte der Innenminister die Hintergründe. Der FDP-Abgeordnete Heiner Garg merkte hierzu an, dass diese Rechnung nicht aufgehen könne, da in beiden Einrichtungen zum Stichtag 31. Dezember 2008 über 500 Personen untergebracht worden seien.

Während CDU und SPD die Entscheidung begrüßten und die Situation der Flüchtlinge im Lande positiv beurteilten, kam von Seiten der Opposition harsche Kritik: Grüne, Liberale und SSW warnten vor einer dauerhaften Überbelegung der Unterkunft in Neumünster. Sie warfen der Landesregierung vor, dass es ihr vornehmlich um Kontrolle und Rückführung der Flüchtlinge ginge. Dies zeige auch die Tatsache, dass Betroffene zum Teil drei Jahre lang in der Unterkunft verbleiben müssten, ihren Aufenthaltsort nicht verlassen dürften und – abgesehen von den Kindern – keinen Deutschunterricht erhielten.

Die Große Anfrage wurde zur Beratung an den Innen- und Rechtsausschuss und den Sozialausschuss überwiesen.

Redner: Angelika Birk (Grüne), Wilfried Wengler (CDU), Klaus-Peter Puls (SPD), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Die Landesregierung präsentiert ihre Antwort auf eine 59 Einzelfragen umfassende Große Anrage der Grünen zum Thema Landesunterkünfte für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein.

Ein Kernpunkt: Das Land will die zentrale Unterbringung von Asylbewerbern und illegal Eingereisten im Haus "Haart" in Neumünster konzentrieren. Da die Zugangszahlen zuletzt kontinuierlich zurückgegangen seien, könne das baufällige Haus "Vorwerk" in Lübeck aufgegeben werden, so das Innenministerium. In Neumünster stünden dann 400 Wohnplätze zur Verfügung. Dies sei ausreichend, obwohl bald – wie auf Bundesebene verabredet – 80 irakische Flüchtlinge aufgenommen werden müssten. Zum Stichtag 31. Dezember 2008 haben dem Papier zufolge insgesamt 517 Bewohner in den beiden Landesunterkünften in Lübeck und Neumünster gelebt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in diesen Einrichtungen beträgt über ein Jahr.

Hierunter waren auch 32 schulpflichtige Kinder, die Schulen in der Umgebung besuchen, nachdem sie in der Zentralunterkunft ausreichend deutsch gelernt haben. Für Erwachsene bieten das Deutsche Rote Kreuz und der Arbeitersamariterbund Deutschkurse an – zweimal zwei Stunden pro Woche. Auf dem Gelände der Einrichtungen können die Bewohner auf Freizeiteinrichtungen zurückgreifen wie Internet-Café, Fitnessraum, Kindergarten, Kino oder Bolzplatz.

Der Flüchtlingsbeauftragte des Landtages empfiehlt eine Mindestwohnfläche von acht Quadratmetern pro Einwohner. Dieser Wert werde im Lande eingehalten, so das Ministerium.

Stichwort: Große Anfrage
Eine Fraktion oder mindestens 18 Abgeordnete können eine Große Anfrage an die Landesregierung stellen. An die Beantwortung soll sich eine Aussprache im Landtag anschließen. Kann eine Anfrage nicht innerhalb eines Monats beantworten werden, so muss der Präsident die Große Anfrage auf Verlangen der Fragestellenden auf die Tagesordnung der nächsten Plenarsitzung setzen.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Sonderseite zur Auflösung des Parlaments:
16.07.2009 - Der Ta g im Schleswig-Holsteinischen Landtag

Parlamentsauflösung:
Dringlichkeitsantrag 
Fr., 17.07.: Vorzeitige Beendigung der 16. Wahlperiode

Mo., 20.07.: Die Abstimmung

Do., 23.07.: Vertrauensfrage

Regierungserklärung...
...zum AKW Krünmmel

Dringlichkeitsantrag zu Sonderzahlungen an der HSH Nordbank

Dringlichkeitsantrag zu  
Strukturkonzept UK SH

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert um... 
...Kurt Böge und 
Prof. Dietrich Wiebe

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Wahlgesetz
(ohne Aussprache)
Archivierung von Justizakten
(ohne Aussprache)
Gerichtsorganisationsgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Schuldenregelung: Aufnahme in Verfassung u. Klage
"Genetische Diskriminierung"
Landratswahl
Untersuchungshaft
Medien-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Baugesetzbuch
(ohne Aussprache)
Vollzugsbeschwerde-Gesetz
(ohne Aussprache)
Freiwillige Gerichtsbarkeit
(ohne Aussprache)
Fideikommiss
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Präsident Finanzgericht
(ohne Aussprache)
Präsident Sozialgericht
(ohne Aussprache)
Datenschutzbeauftragter
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Unterkünfte für Flüchtlinge
Anträge:
Resettlement - Flüchtlingspolitik
Zusammenarbeit von
Polizei und 'Zoll

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
CCS-Projekt
Investitionshilfen Mittelstand
Schiffbau
Tourismus
(ohne Aussprache)
Ausbildungssituation
(ohne Aussprache)
Berichte:

Bildungsfreistellungs-Gesetz
(ohne Aussprache)

Fehmarnbeltquerung
(ohne Aussprache)

LKW-Maut
(ohne Aussprache)

Ladenöffnungszeiten Kiel
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Zweiter Nachtragshaushalt
1. Lesung:
Einheitliche Ansprechpartner
Anträge:
HSH Nordbank: Prüfverfahren
HSH Nordbank: Aufsichtsrat

Schuldenbremse

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
AKW Krümmel
FSJ Politik
Bericht:

Bericht des Behinderten- Beauftragten

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Bachelor / Master
DDR-Geschichtsunterricht
Lehrkräfte an Schulen
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anwerbung von Lehrkräften
(ohne Aussprache)

Berufliche Bildung
(ohne Aussprache)

Wissenschaftsminister-
Konferenz

(ohne Aussprache)

Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
(ohne Aussprache)

Landesmuseen Schloss Gottorf
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Landeswaldgesetz

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Wahl:
Ausschuss der Regionen
(ohne Aussprache)