Kiel (SHL/16.07.) Einhellig
hat sich der Landtag für einen Stopp der Erdreichs-Erkundungen
für die CO2-Speicherung in den Kreisen Schleswig-Flensburg,
Nordfriesland und Ostholstein durch den Energiekonzern RWE Dea
ausgesprochen. Die Parlamentarier folgten damit einem Antrag der
CDU/SPD-Koalition. Die Untersuchungen für eine mögliche
CO2-Speicherung seien, nachdem der Bund die Entscheidung über das
umstrittene CCS-Gesetz vertagt hat, überflüssig geworden, hieß
es zur Begründung aus dem Plenum.
Unisono betonten die Abgeordneten in der Debatte,
dass die CCS-Technik noch nicht ausgereift sei.
Wirtschaftsminister Jörn Biel (CDU) bedauerte, dass es nicht
gelungen sei, die Bevölkerung mitzunehmen und von den
Möglichkeiten der CCS-Technik zu überzeugen.
Keine Mehrheit im Plenum fand ein Antrag des SSW.
Dieser forderte allerdings nicht nur vom Unternehmen, sondern auch
von der Landesregierung, von den geplanten Untersuchungen
abzusehen.
CCS ist die englische Abkürzung für "Carbon
Capture and Storage" und bezeichnet die Technik für eine
Abscheidung, Verflüssigung und unterirdische Speicherung von
Kohlendioxid.
Hauptredner:
Axel Bernstein (CDU), Olaf Schulze (SPD), Heiner Garg (FDP),
Detlef Matthiessen (Grüne), Lars Harms (SSW)