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Auf dieser Seite: Schiffbau 

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Top 36:
Verbesserung der Situation der Schiffbauindustrie
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD

Landtag macht sich geschlossen für 
Werften in der Wirtschaftskrise stark

Kiel (SHL/16.07.) Schub für den Schiffbau: Der Landtag will die schleswig-holsteinische Werftindustrie in der Krise unterstützen. Ausgangspunkt war ein Antrag von CDU und SPD, aber auch die Opposition unterstützte die schwarz-roten Lösungsansätze. So wird der Bund aufgefordert, den Betrieben über das Konjunkturpaket II hinaus Zinsbeihilfen zu gewähren und die Entwicklung moderner, energiesparender Schiffe stärker zu fördern. An die Werftinhaber appellieren die Angeordneten, ihre hochqualifizierten Mitarbeiter auch bei Auftragsflaute nicht zu entlassen, sondern über Kurzarbeit weiter zu beschäftigen und dabei fortzubilden. Zudem sollen sie ihre Ausbildungsplätze nicht zusammenstreichen.

Ein weiterer Schritt, der im Plenum zur Sprache kam, ist die Einrichtung eines Personalpools, auf den alle Werften im Lande zugreifen können. Auf Bundesebene wird über eine Auffanggesellschaft für nicht abgenommene Schiffe unter Leitung der Kreditanstalt für Wiederaufbau nachgedacht. Und: Die Schiffbauer sollen vermehrt auf den Spezialschiffbau setzen, etwa von Kreuzfahrtschiffen, Yachten oder Schiffen zur Versorgung von Off-Shore-Windparks.

Das Problem: Die deutschen Werften leiden derzeit unter einem drastischen Auftragseinbruch. Insbesondere der klassische Handelsschiffbau ist betroffen. Hier ist die Konkurrenz aus Ostasien stark. Laut dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik sind zwischen Frühjahr 2008 und Frühjahr 2009 insgesamt 48 Schiffe storniert worden. Das sind 17 Prozent aller Aufträge. Auch verschiedene Werften im Lande sind von der Krise betroffen, etwa Howaldt und Lindenau in Kiel, Nobiskrug in Rendsburg oder die Peters-Werft in Wewelsfleth im Kreis Steinburg.

Die Werften im Lande haben im Jahr 2006 rund 4.900 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen 4.700 Arbeitsplätze in den Zulieferbetrieben. Insgesamt arbeiten deutschlandweit 24.000 Menschen auf den Werften sowie 100.000 in den Zulieferbetrieben.

Redner: Hans-Jörn Arp (CDU), Thomas Rother (SPD), Heiner Garg (FDP). Detlef Matthiessen (Grüne). Lars Harms (SSW), Wirtschaftsminister Jörn Biel (CDU)

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Hintergrund:
Die Koalitionsfraktionen schlagen eine Reihe von Schritten zur Stabilisierung der Werftindustrie vor. So soll der Bund den Schiffbauern über das Konjunkturpaket II hinaus unbürokratische Zinsbeihilfen gewähren und die Entwicklung energiesparender Schiffe fördern. An die Werften appellieren die Regierungsfraktionen, ihre Mitarbeiter auch bei Auftragsflaute nicht zu entlasten, sonder über Kurzarbeit weiter zu beschäftigen und währenddessen fortzubilden. Zudem sollen sie ihre Ausbildungsplätze nicht zusammenstreichen.

Die deutschen Werften leiden derzeit unter einem drastischen Auftragseinbruch. Insbesondere ist der Handelsschiffbau betroffen. Hier ist die Konkurrenz aus Ostasien stark. Laut dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) sind zwischen Frühjahr 2008 und Frühjahr 2009 insgesamt 48 Schiffe storniert worden. Das sind 17 Prozent aller Aufträge., Allein im ersten Quartal dieses Jahres sei so ein Auftragsvolumen von 940 Millionen Euro weggebrochen, heißt es weiter.

  Bau von Luxusjachten eine Alternative?

Ein Lösungsansatz ist für viele Betriebe der Schwenk zum Spezialschiffbau. Die Fertigung von Kreuzfahrtschiffen, Yachten oder Schiffen zur Versorgung von Off-Shore-Windparks könnte bald zwei Drittel der Produktion ausmachen, schätzt der VSM.

Auch verschiedene Werften im Lande sind von der Krise betroffen. Zuletzt gab es allerdings auch gute Nachrichten:

  • Die Handelschiffs-Sektion der HDW-Werft in Kiel (480 Mitarbeiter) hat den Bau von zwei Containerschiffen Anfang des Jahres gestoppt. Die Auftraggeber hätten keine Finanzierungszusagen der Banken bekommen, hieß es. Auch die Order für sechs Super-Yachten wurde storniert. Konsequenz: Kurzarbeit für über 200 Beschäftigte und der Abbau von Arbeitsplätzen. Die Werft ist aber optimistisch, die Kurzarbeiter im nächsten Jahr wieder in Vollzeit beschäftigen zu können.
  • Die U-Boot-Sparte von HDW (1.900 Beschäftigte) hat unterdessen zwei Boote für die portugiesische Marine abgeliefert und den Bau je eines Unterseebootes für die Bundesmarine und für Israel aufgenommen. Zudem hat die Werft den Auftrag für den Bau von sechs Brennstoffzellen-Booten für die türkische Marine erhalten. Die Fahrzeuge sollen innerhalb der nächsten 13 Jahre angeliefert werden.
  • Die Lindenau-Werft in Kiel-Friedrichsort (300 Jobs) steht seit vergangenem Herbst in einem Insolvenzverfahren. Auch hier wird kurz gearbeitet. Immerhin konnte das Traditionsunternehmen Anfang Juli nach längerem Streit mit der abnehmenden Reederei einen Doppelhüllentanker abliefern. Anfang August soll ein weiterer Tanker vom Stapel laufen, und Medienberichten zufolge soll es auch Anschlussaufträge geben.
  • Die drohende Insolvenz der Rendsburger Nobiskrug-Werft (430 Mitarbeiter) konnte Anfang Juni abgewendet werden. Nachdem der russische Eigentümer im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten war, ist ein arabischer Konzern eingesprungen, und das Land Schleswig-Holstein hilft mit einem Bauzeitfinanzierungskredit aus. Nobiskrug ist Spezialist für Yachten.
  • Die Peters-Werft in Wewelsfleth (110 Mitarbeiter) ist im Mai auf einem Containerschiffs-Neubau sitzen geblieben. Die Hamburger Reederei wollte das 140 Meter lange Schiff vorerst nicht abnehmen. Ein weiterer Bau-Auftrag wurde kurz nach der Kiellegung zurückgerufen. Für Auslastung sollen jetzt Umbauten von Megayachten sorgen. An den Kais der Werft liegen bereits drei Schiffe.

Die Werften im Lande haben im Jahr 2006 rund 4.900 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen 4.700 Arbeitsplätze in den Zulieferbetrieben. Insgesamt arbeiten deutschlandweit 24.000 Menschen auf den Werften sowie 100.000 in den Zulieferbetrieben.

Letzte Debatte zum Thema Werften:
plenum-online
März 2009

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Sonderseite zur Auflösung des Parlaments:
16.07.2009 - Der Ta g im Schleswig-Holsteinischen Landtag

Parlamentsauflösung:
Dringlichkeitsantrag 
Fr., 17.07.: Vorzeitige Beendigung der 16. Wahlperiode

Mo., 20.07.: Die Abstimmung

Do., 23.07.: Vertrauensfrage

Regierungserklärung...
...zum AKW Krünmmel

Dringlichkeitsantrag zu Sonderzahlungen an der HSH Nordbank

Dringlichkeitsantrag zu  
Strukturkonzept UK SH

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert um... 
...Kurt Böge und 
Prof. Dietrich Wiebe

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Wahlgesetz
(ohne Aussprache)
Archivierung von Justizakten
(ohne Aussprache)
Gerichtsorganisationsgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Schuldenregelung: Aufnahme in Verfassung u. Klage
"Genetische Diskriminierung"
Landratswahl
Untersuchungshaft
Medien-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Baugesetzbuch
(ohne Aussprache)
Vollzugsbeschwerde-Gesetz
(ohne Aussprache)
Freiwillige Gerichtsbarkeit
(ohne Aussprache)
Fideikommiss
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Präsident Finanzgericht
(ohne Aussprache)
Präsident Sozialgericht
(ohne Aussprache)
Datenschutzbeauftragter
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Unterkünfte für Flüchtlinge
Anträge:
Resettlement - Flüchtlingspolitik
Zusammenarbeit von
Polizei und 'Zoll

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
CCS-Projekt
Investitionshilfen Mittelstand
Schiffbau
Tourismus
(ohne Aussprache)
Ausbildungssituation
(ohne Aussprache)
Berichte:

Bildungsfreistellungs-Gesetz
(ohne Aussprache)

Fehmarnbeltquerung
(ohne Aussprache)

LKW-Maut
(ohne Aussprache)

Ladenöffnungszeiten Kiel
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Zweiter Nachtragshaushalt
1. Lesung:
Einheitliche Ansprechpartner
Anträge:
HSH Nordbank: Prüfverfahren
HSH Nordbank: Aufsichtsrat

Schuldenbremse

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
AKW Krümmel
FSJ Politik
Bericht:

Bericht des Behinderten- Beauftragten

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Bachelor / Master
DDR-Geschichtsunterricht
Lehrkräfte an Schulen
(ohne Aussprache)
Berichte:

Anwerbung von Lehrkräften
(ohne Aussprache)

Berufliche Bildung
(ohne Aussprache)

Wissenschaftsminister-
Konferenz

(ohne Aussprache)

Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
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Landesmuseen Schloss Gottorf
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 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesung:
Landeswaldgesetz

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Wahl:
Ausschuss der Regionen
(ohne Aussprache)