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Mel1
Lehrkräfte an
Schulen
– Drucksache 16/2741
Gehen Schleswig-Holstein ab
2015 die Lehrer aus? Über diese Frage wird der Landtag in der
September-Sitzung debattieren. Grundlage der Debatte wird dann ein von
den Grünen beantragter Bericht der Landesregierung sein. Die
Oppositionspartei möchte unter anderem wissen, anhand welcher Zahlen
die Große Koalition den Bedarf an Lehrkräften in Mangelfächern
berechnet hat.
Hintergrund des Antrages ist eine Studie des
Bildungsforschers Klaus Klemm. Laut dieser droht in Schleswig-Holstein
in den kommenden Jahren ein Mangel an Lehrkräften: 26.735 Lehrer waren
im Schuljahr 2006/2007 im Schuldienst. 2015 werden es laut Klemm nur
noch 17.062 sein.
Mel2
Berufliche Bildung
– Drucksachen 16/2400 , 16/2778
Mit den Stimmen von CDU und
SPD und bei Enthaltung der übrigen Parteien hat der Landtag die
Bedeutung der beruflichen Bildung betont und sich mit einem
Forderungskatalog an die Adresse der Landesregierung gewandt. Das Plenum
folgte damit im Wesentlichen einem Ursprungsantrag der
Regierungsfraktionen, in dem sich CDU und SPD unter anderem für ein
Trainee-Programm für Quereinsteiger in das Berufsschullehramt sowie
für eine Überprüfung der Kapazitätsverordnung im Hinblick auf die
Mangelfächer im Berufsschulbereich ausgesprochen hatten.
Auf Empfehlung des Bildungsausschusses wurde die
schwarz-rote Forderung nach dem verstärkten Einsatz von
Fachhochschulabsolventen in Mangelfachrichtungen lediglich mit dem
Verweis auf eine zeitliche Befristung übernommen. Überdies mahnte das
Gremium eine Einordnung der Meister-Qualifikationen in europäische
Vorgaben an. Eine weiterer Zusatz zum Ursprungsantrag: Zukünftig solle
darauf „hingewirkt" werden, „dass über die Zulassung hinaus
Anrechnungsmöglichkeiten von Vorleistungen auf das Studium realisiert
werden können."
Debatte bei Antragstellung: plenum-online
Januar 2009
Mel3
Wissenschaftsminister-Konferenz
– Drs. 16/2660 , 16/2779
Einstimmig hat der
Landtag den Bericht der Landesregierung zur gemeinsamen
Wissenschaftskonferenz vom 22. April zur Kenntnis genommen.
Ergebnis dieser Versammlung war unter anderem, dass Bund und
Länder mit der Fortschreibung von drei
Milliarden-Sonderprogrammen Hochschulen und Forschung bis 2015 fit
für die Zukunft machen wollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel
(CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben die drei
Pakte mit einem Volumen von 18 Milliarden Euro inzwischen
abgenickt. Der Hochschulpakt 2020 beinhaltet, dass bis 2015 rund
275.000 zusätzliche Studienplätze für die geburtenstarken
Abiturjahrgänge geschaffen werden sollen. Die Kosten von rund 6,4
Milliarden Euro wollen sich Bund und Länder teilen. Hinzu kommt
eine Forschungsprogramm-Pauschale von rund 1,5 Milliarden Euro.
Sie soll bei Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
für eine bessere Sachmittelausstattung an den Hochschulen sorgen.
Diese Kosten trägt allein der Bund. In Schleswig-Holstein sollen
zwischen 2011 und 2015 nach Darstellung des
Wissenschaftsministeriums Plätze für 9.686 Studienanfänger neu
entstehen. Hierfür erhält das Land vom Bund 98,7 Millionen Euro.
Überdies soll die Exzellenzinitiative noch bis
2011 mit 2,7 Milliarden Euro gefördert werden. Ziel ist der
Aufbau einer international anerkannten Spitzenforschung an den
Hochschulen und die Entwicklung von Elite-Universitäten. Der Bund
soll erneut 75 Prozent der Kosten tragen, die Länder 25 Prozent.
Die Mittel werden im Wettbewerb vergeben. Falls
Schleswig-Holsteins Hochschulen im Wettbewerb um die
Bundes-Förderung erfolgreich sein sollten, kämen Extra-Kosten
auf das Land zu. Das Ministerium schätzt, dass das Land 1,44
Millionen Euro für eine neue Graduiertenschule, 8,7 Millionen
für ein Exzellenzcluster und 15,7 Millionen für eine
Zukunftshochschule aufbringen müsste – bezogen jeweils auf
einen Fünfjahreszeitraum ab 2011. Zudem haben sich Bund und
Länder auf die Fortsetzung des Paktes für Forschung und
Innovation bis 2015 geeinigt. Die Etats der großen
Forschungsorganisationen sollen jährlich um mindestens fünf
Prozent aufgestockt werden - auch um Tariferhöhungen und
gestiegene Energiekosten auszugleichen. Die Grundförderung der
fünf großen Forschungsorganisationen – darunter die
Max-Planck-Gesellschaft und die DFG – betrug 2008 rund 5,7
Milliarden Euro.
Mel4
Anwerbung von Lehrkräften
– Drucksachen 16/2549 , 16/2780
Der
Landtag hat sich gegen die Anwerbung von zusätzlichen
Lehramtskandidaten an den Berufsschulen ausgesprochen. Mit den Stimmen
von CDU, SPD, FDP und SSW wurde ein entsprechenden Antrag der Grünen
verworfen. Die Oppositionspartei hatte den Vorstoß unter anderem damit
begründet, dass es insbesondere im handwerklichen Bereich nicht
genügend Lehrkräfte gebe und hatte vorgeschlagen, die Kandidaten
besser zu bezahlen, um beispielsweise Ingenieure als Quereinsteiger
anzulocken. CDU, SPD und FDP sahen im Landeshaushalt keinen finanziellen
Spielraum für solch ein Vorhaben. In Schleswig-Holstein gibt es 376
Berufsschulen mit rund 4.500 Lehrern und 95.000 Schülern.
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