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Auf dieser Seite: Ambulante Behandlung 

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Top 17:
Verbesserung der Kooperation im Bereich 
der ambulanten Behandlung
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drs. 17/530 
Änderungsantrag der Fraktion der SPD – Drs. 17/554 

Landtag fordert bessere Verzahnung von Praxen und Kliniken

Kiel (SHL/07.07.) Der Landtag ist sich einig, dass niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser im Land angesichts des zu erwartenden Ärztemangels enger zusammenarbeiten sollen. Dies gelte vor allem für den Bereich der ambulanten Behandlungen. Die Opposition fürchtet allerdings, dass diese Kooperationen zwischen Praxen und Kliniken nicht „auf Augenhöhe" stattfinden könnten.

Hintergrund sind Angaben des Gesundheitsministeriums, wonach bereits in fünf Jahren 900 Allgemein-Mediziner fehlen, weil sie in den Ruhestand treten. Der Nachwuchs aber fehlt. Besonders betroffen sind die ländlichen Regionen. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) betonte in der Debatte, dass die Landesregierung „die Freiberuflichkeit nicht schwächen oder abschaffen will, sondern stärken". Er wolle vor allem prüfen, wie die „sektorenübergreifende Arbeit" mit den Kliniken verbessert werden kann.

Koalition will Paragraf 116 im 
Sozialgesetzbuch V ändern

Im Fokus der von CDU und FDP angestoßenen Debatte stand der Paragraf 116 im Sozialgesetzbuch V, der die ambulante Behandlung durch Krankenhausärzte regelt. Diese Rechtsvorschrift müsse künftig so ausgestaltet werden, dass die Öffnung der Krankenhäuser keine ambulanten Parallelstrukturen bewirke, meinte Ursula Sassen (CDU). Daher sei es wichtig, eine „am tatsächlichen Bedarf orientierte Planung und ein geregeltes Abstimmungsverfahren zwischen den Krankenhausplanungsbehörden und den Organen der Selbstverwaltung herzustellen", stimmte Anita Klahn (FDP) zu.

Die SPD wolle zwar „kein Babylon der Beteiligungen", machte Bernd Heinemann (SPD) deutlich. Dennoch sprach er sich dafür aus, auch Psychotherapeuten und Pflegekräfte mit einzubinden. Die Sozialdemokraten legten einen entsprechenden Änderungsantrag vor. Eine Kooperation auf Augenhöhe bedeute nicht, „dass eine Seite sich auf Zehenspitzen stellt und Vorteile für sich geltend macht", mahnte Marret Bohn (Grüne) mit Blick auf die Vorschläge der Koalition.

Die Anträge werden im Sozialausschuss weiter beraten.

Weitere Redner: Antje Jansen (Die Linke), Flemming Meyer (SSW)

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Hintergrund:
Um dem drohenden Ärztemangel entgegenzusteuern, setzt die Landespolitik auch auf eine bessere Verzahnung von niedergelassenen Ärzte und Krankenhäusern. Dies müsse allerdings „auf Augenhöhe" erfolgen, fordern sowohl die Koalition als auch die SPD – etwa durch die Angleichung der Qualitätsstandards, die die Krankenkassen bei ihrer Leistungsüberprüfung anwenden. Die Sozialdemokraten sprechen sich zudem dafür aus, auch Psychotherapeuten und Pflegekräfte mit einzubinden.

Dieses Problem war auch ein Thema der Gesundheitsministerkonferenz Ende Juni in Hannover. Der schleswig-holsteinische Ressortchef Heiner Garg (FDP) hat sich dort nach Angaben seines Ministeriums ebenfalls dafür eingesetzt, das „sektorale Denken zu überwinden" und die Angebote von Praxen und Kliniken besser aufeinander abzustimmen. Allerdings müsse gewährleistet werden, dass die Übernahmen von Patienten durch die Krankenhäuser nicht die wirtschaftliche Existenz der niedergelassenen Mediziner gefährdet. Zudem diskutierten die Minister, ob Gemeindeschwestern besser in die Patientenversorgung auf dem Land eingebunden werden können, um so die Ärzte zu entlasten.

  Fast die Hälfte der gut 4.300 Hausärzte
  im Land ist über 55 Jahre alt

Bereits jetzt nehmen auch Krankenhäuser im Lande ambulante Behandlungen vor. Laut Landesregierung haben 18 schleswig-holsteinische Kliniken Zulassungen für hoch spezialisierte Leistungen und für seltene Erkrankungen.

Hintergrund der Diskussion sind die alarmierenden Daten über die sinkende Zahl an Arztpraxen, vor allem im ländlichen Raum. Bereits 2015 werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 900 Allgemein-Mediziner im Lande fehlen. Denn: Fast die Hälfte der gut 4.300 schleswig-holsteinischen Hausärzte ist über 55 Jahre alt, aber lediglich fünf Prozent sind unter 40. Hierunter leidet besonders das flache Land, wo „die niedrige ärztliche Versorgungsdichte weiter abzusinken droht".

Um gegenzusteuern, will die Landesregierung die Tätigkeit als niedergelassener Arzt attraktiver gestalten. Der Landtag hat hierüber bereits in der Juni-Tagung ausführlich debattiert.

vorherige Debatten zum Thema:
plenum-online
Februar 2010, Juni 2010

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
Uniklinkum S-H

Außerdem notiert: - - -

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Funktionszulagen Landtag
1. Lesungen:
Ministergesetz
Wahlgesetz / Wahlalter
Vermessungs- und Katasterverwaltung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Regierungsbeteiligung an Sparplänen
"Street-Viewing" / Google
Freiwilligendienste
Berichtsanträge:
Sicherungsverwahrung
Justiz-Dolmetscher
Regierungsberichte:

Justizvollzugsanstalten

Bäderverordnung

Jugendkriminalität
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Ausschuss-Empfehlung:
Landes-Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
AKW- Laufzeiten
Frauen in Führung
Berichtsanträge:
Mittelstandsoffensive
Stromnetz-Entwicklung
(ohne Aussprache)
Regierungsbericht:

Erneuerbare Energien

F i n a n z e n

2. Lesung:

Dataport
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
HSH Nordbank
Parlamentsinformation / Sparhaushalt
Regierungsbericht:

Kommunalfinanzen

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Essen in KiTas und Schulen
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Bibliotheken- /Pressegesetz
Große Anfrage:
Archiv-Wesen
Anträge:
Europaschulen
Lehrkräfte-Austausch mit Hamburg
Ethik- / Religionsunterricht
Stipendienprogramm / Bafög

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Meldegesetz / Amt für Soziale Dienste
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Ambulante Behandlung
Hebammen
Uni-Klinikum Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

1. Lesung:
Umweltverträglichkeits-
prüfung

(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Lebensmittelüberwachung
Biomasse

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t en

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