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Auf dieser Seite: Unterricht 

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Top 19:
Zusammenarbeit mit Hamburg bei der 
Sicherung der Unterrichtsversorgung
Antrag der Fraktion der SPD – Drucksache 17/595

Debatte um Lehrkräfte-
Austausch mit Hamburg

Kiel (SHL/09.07.) Eine breite Mehrheit im Landtag steht der Forderung der SPD nach einem Austausch von Lehrern und Referendaren zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein skeptisch gegenüber. Mit diesem Schritt wollen die Sozialdemokraten beispielsweise auf längere krankheitsbedingte Ausfallzeiten von Pädagogen reagieren. Der grenzüberschreitende Einsatz von Lehrern sei mit einem zu hohen Verwaltungsaufwand verbunden, hieß es aus den Reihen der CDU, und auch die Liberalen sahen keinen „Extra-Regelungsbedarf" für eine derartige Kooperation. In dieselbe Richtung argumentierte Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP): Es gebe „keine Hemmnisse", jemanden aus Hamburg für eine Vertretung einzustellen.

Der SPD-Abgeordnete Martin Habersaat verteidigte den Vorstoß. Es müsse pragmatisch und schnell gehandelt werden, um  etwaigen Unterrichtsausfall in der Metropolregion zu verhindern und so die Unterrichtsversorgung insgesamt zu verbessern. Zuspruch erhielt Habersaat von den Grünen und der Linken. Kritische Töne kamen hingegen vom SSW, der vor einem Lehrermangel durch eine mögliche Abwerbung von Lehrern seitens der Hansestadt warnte. Auch Minister Klug hatte auf den „harten Wettbewerb" im Bildungsbereich hingewiesen. Schleswig-Holstein, das derzeit lediglich 64 Prozent seiner Referendare selber ausbilde, könne sich keine Abwanderung von Lehramtskandidaten leisten.

Der Antrag wurde zur Beratung an den Bildungsausschuss überwiesen.

Weitere Hauptredner: Heike Franzen (CDU), Cornelia Conrad (FDP), Ines Strehlau (Grüne), Ellen Streitbörger (Linke), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Um dem Lehrermangel in und um Hamburg vorzubeugen, empfiehlt die SPD eine engere Zusammenarbeit bei der Besetzung von Stellen. So sollen Lehrer und Referendare nach Vorstellung der Sozialdemokraten grenzüberschreitend eingesetzt werden, um die Unterrichtsversorgung im jeweils anderen Bundesland zu sichern. Hierfür soll sich die Landesregierung beim Hamburger Senat einsetzen.

Derzeit streiten die beiden Nord-Länder über die Kostenübernahme für Schüler, die im Nachbarland die Schulbank drücken. Hamburg hat das bisherige Gastschulabkommen, das eine Zahlung von 8,5 Millionen Euro vorsah, im vergangenen Jahr gekündigt und eine höhere Beteiligung Schleswig-Holsteins gefordert. Denn: 6.200 schleswig-holsteinische Kinder und Jugendliche pendeln täglich in die Hansestadt, aber nur 2.000 Hamburger Schüler lernen im Norden. Bislang sind die beiden Landesregierungen zu keiner grundsätzlichen Einigung gekommen. Hamburg fordert Berichten zufolge 30 Millionen jährlich.

Sonderfallregelung für schleswig-holsteinische Schüler

Die Länder haben lediglich eine Übergangsregelung für das laufende Jahr erzielt. Demnach zahlt Schleswig-Holstein weiterhin 8,5 Millionen. Aber: Schleswig-Holsteinische Schüler werden nur noch in Sonderfällen an allgemein bildenden Schulen in der Hansestadt aufgenommen.

Laut Medienberichten vom Monatsanfang stecken die Verhandlungen weiter in der Sackgasse und sollen nun bis zum Herbst abgeschlossen werden. Schüler im Süden des Landes befürchten, von ihren Hamburger Schulen geworfen zu werden, wenn keine Lösung gefunden wird.

Letzte Debatte zum Thema Gastschulabkommen:
plenum-online
Mai 2010

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
Uniklinkum S-H

Außerdem notiert: - - -

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Funktionszulagen Landtag
1. Lesungen:
Ministergesetz
Wahlgesetz / Wahlalter
Vermessungs- und Katasterverwaltung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Regierungsbeteiligung an Sparplänen
"Street-Viewing" / Google
Freiwilligendienste
Berichtsanträge:
Sicherungsverwahrung
Justiz-Dolmetscher
Regierungsberichte:

Justizvollzugsanstalten

Bäderverordnung

Jugendkriminalität
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Ausschuss-Empfehlung:
Landes-Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
AKW- Laufzeiten
Frauen in Führung
Berichtsanträge:
Mittelstandsoffensive
Stromnetz-Entwicklung
(ohne Aussprache)
Regierungsbericht:

Erneuerbare Energien

F i n a n z e n

2. Lesung:

Dataport
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
HSH Nordbank
Parlamentsinformation / Sparhaushalt
Regierungsbericht:

Kommunalfinanzen

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Essen in KiTas und Schulen
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Bibliotheken- /Pressegesetz
Große Anfrage:
Archiv-Wesen
Anträge:
Europaschulen
Lehrkräfte-Austausch mit Hamburg
Ethik- / Religionsunterricht
Stipendienprogramm / Bafög

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Meldegesetz / Amt für Soziale Dienste
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Ambulante Behandlung
Hebammen
Uni-Klinikum Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

1. Lesung:
Umweltverträglichkeits-
prüfung

(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Lebensmittelüberwachung
Biomasse

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t en

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