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Auf dieser Seite: "Street-Viewing" / private Funknetze 

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Top 20:
Keine Kartografierung privater Funknetze

Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drs. 17/601 
Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE – Drs. 17/646(neu) Änderungsantrag der Fraktion B´90/GRÜNE – Drs. 17/649  
Änderungsantrag der Fraktion der SPD – Drucksache 17/651  

"Google View": Landtag einig 
über besseren Datenschutz von Internet-Nutzern

Kiel (SHL/09.07.) Das Parlament ist sich einig, dass die Verbindungsdaten von Internet-Nutzern, die drahtlos in offenen Netzen surfen, der Willkür von Geodatendiensten entzogen und besser geschützt werden sollen. Dafür müsse eine klare rechtliche Regelung gefunden werden, lautete die allgemeine Meinung. Der Landtag unterstützt damit eine wenige Stunden zuvor im Bundesrat behandelte Gesetzesinitiative zur Änderung des Datenschutzgesetzes.

Der Bundesrat hat am Vormittag beschlossen, dass der Datenschutz bei Diensten wie "Google Street View" gestärkt werden soll. Bevor Daten ins Netz gestellt werden, sollen beispielsweise Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden.

Die Landtagsabgeordneten in Kiel sprachen sich ebenfalls dafür aus, dass private Daten von Funknetzen und Mobiltelefonen nur gespeichert werden dürfen, wenn die Nutzer der Speicherung ausdrücklich zustimmen.

Klug: Im Internet wird oft zu sorglos gesurft

Kritik richtete sich aber auch gegen Internutzer, die, so Innenminister Klaus Schlie (CDU), oft zu sorglos mit ihren persönlichen Daten umgingen und für Gefahren sensibilisiert werden müssen. Die Mehrheit der Parlamentarier sprach sich dafür aus, dass die Verantwortlichen dieser Geodatendienste bestraft werden sollen, wenn sie gegen das Recht auf Privatsphäre verstoßen.

Auslöser der Datenschutz-Debatte war das Vorgehen des Internet-Giganten Google. Das Suchmaschinenunternehmen hatte im Frühjahr eingeräumt, bei seinen Kamerafahrten für sein Street View-System auch Daten aus Funknetzen, die nicht passwortgeschützt waren, gesammelt und gespeichert zu haben.

Weitere Redner: Michael von Abercron (CDU), Serpil Midyatli (SPD), Ingrid Brand-Hückstädt (FDP), Thorsten Fürter (Grüne), Heinz-Werner Jezewski (Linke), Silke Hinrichsen (SSW)

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Hintergrund:
In breiter Übereinstimmung wollen die Fraktionen des Landtages Internet-Nutzer, die drahtlos im Netz surfen, vor der ungewünschten Speicherung ihrer Verbindungsdaten schützen. Konkreter Anlass ist das Street-View-Projekt des Internet-Giganten Google. Die US-Firma hat seit dem Jahr 2007 auch in Schleswig-Holstein zahlreiche Straßenzüge abfotografiert und bei diesen Kamerafahrten auch Internet-Verbindungsdaten der Anwohner gesammelt, etwa Fragmente von E-Mails und Teile der aufgerufenen Webseiten. Dabei könnten auch hochsensible Daten wie Bankverbindungen mitgeschnitten worden sein.

Die Leidtragenden waren Nutzer des drahtlosen Funk-Internets (Wireless LAN), die ihre Netz-Verbindung nicht durch Passwort geschützt haben. Auch bestimmte Handy-Verbindungen waren betroffen.

  Datenschützer laufen Sturm, Politik reagiert

Die Justizminister von Bund und Ländern wollen den Datenschutz ebenfalls verschärfen. Für die Nutzung personenbezogener Daten, die bei der Erfassung von Gebäuden, Straßen und Plätzen erhoben werden, müsse ein „wirksamer Schutz" der Betroffenen gewährleistet sein, beschloss die Ministerkonferenz Ende Juni in Hamburg. Die Persönlichkeitsrechte und die Sicherheit der Bürger dürften nicht länger vom Wohlwollen der Anbieter abhängen.

Die Minister beschlossen einstimmig, eine Gesetzesinitiative Hamburgs zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes zu unterstützen. Dabei gehe es nicht um eine „Lex Google". Es gebe längst Unternehmen, die schon weiter seien. Geodatendienste seien ein Zukunftsmarkt, bei dem die Anbieter auf hohe Profite hofften.

  Google lenkt ein und entschuldigt sich

Nachdem das umstrittene Vorgehen von Google Mitte Mai an die Öffentlichkeit gedrungen und von Politikern und Datenschützern scharf kritisiert worden war, hat der Konzern sein Vorgehen bedauert und von einem Fehler gesprochen. Google hat inzwischen Medienbereichten zufolge die mitgeschnittenen Verbindungsdaten an die Datenschutzbehörden übergeben.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
Uniklinkum S-H

Außerdem notiert: - - -

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Funktionszulagen Landtag
1. Lesungen:
Ministergesetz
Wahlgesetz / Wahlalter
Vermessungs- und Katasterverwaltung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Regierungsbeteiligung an Sparplänen
"Street-Viewing" / Google
Freiwilligendienste
Berichtsanträge:
Sicherungsverwahrung
Justiz-Dolmetscher
Regierungsberichte:

Justizvollzugsanstalten

Bäderverordnung

Jugendkriminalität
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Ausschuss-Empfehlung:
Landes-Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
AKW- Laufzeiten
Frauen in Führung
Berichtsanträge:
Mittelstandsoffensive
Stromnetz-Entwicklung
(ohne Aussprache)
Regierungsbericht:

Erneuerbare Energien

F i n a n z e n

2. Lesung:

Dataport
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
HSH Nordbank
Parlamentsinformation / Sparhaushalt
Regierungsbericht:

Kommunalfinanzen

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Essen in KiTas und Schulen
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Bibliotheken- /Pressegesetz
Große Anfrage:
Archiv-Wesen
Anträge:
Europaschulen
Lehrkräfte-Austausch mit Hamburg
Ethik- / Religionsunterricht
Stipendienprogramm / Bafög

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Meldegesetz / Amt für Soziale Dienste
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Ambulante Behandlung
Hebammen
Uni-Klinikum Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

1. Lesung:
Umweltverträglichkeits-
prüfung

(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Lebensmittelüberwachung
Biomasse

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t en

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