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Auf dieser Seite: Frauen in Führung 

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Top 33:
Frauen in Führung

Antrag der Fraktion B´ 90/DIE GRÜNEN – Drs. 17/690(neu)  

Landtag weiter uneins 
über Frauenquote

Kiel (SHL/08.07.) Nachdem sich die Justiz- und Gleichstellungsminister der Länder im Juni dafür ausgesprochen hatten, den Frauenanteil in börsennotierten Unternehmen gesetzlich vorzuschreiben, haben die Grünen gemeinsam mit dem SSW ihre Forderung nach einer Frauenquote in Führungspositionen erneuert. Unterstützung erhielten sie von Sozialdemokraten und Linken. CDU und FDP zeigten sich von einer Quotenregelung wenig begeistert. Die Koalition setzt stattdessen in erster Linie auf eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft, und sie will bessere Anreize schaffen, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Die Ausschüsse Innen und Recht sowie Wirtschaft beraten das Thema nun weiter.

„Frauen werden Bundeskanzlerin, Frauen fliegen ins Weltall, aber Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft müssen wir mit der Lupe suchen", sagte die Grünen-Abgeordnete Marret Bohn in der Debatte. Konkret fordern SSW und Grüne die Chefsessel in börsennotierten Unternehmen gleichberechtigt bis zum Jahr 2015 zu besetzen. Silke Hinrichsen vom SSW erachtet es auf dem Weg zu der angepeilten 50-Prozent-Quote als unerlässlich, dass der Staat bei der Besetzung von Frauen in Führungspositionen klare gesetzliche Vorgaben machen muss. Die skandinavischen Länder zeigten, dass eine Quotenregelung funktioniere, so Hinrichsen.

Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos) musste von den Grünen Kritik dafür einstecken, dass sich Schleswig-Holstein in der Arbeitsgruppe der Justizministerkonferenz, die die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Frauenquote prüft, nicht beteiligt.

Bereits im März hatte sich das Parlament mit der ungleichen Bezahlung von Frauen beschäftigt. Über eine Frauenquote in Unternehmen war zuletzt im Februar 2009 diskutiert worden.

Weitere Redner: Katja Rathje-Hoffmann (CDU), Siegrid Tenor-Alschausky (SPD), Kirstin Funke (FDP), R. Prante (Linke), Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos)

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Hintergrund:
Die Grünen fordern bis 2015 eine 50-Prozent-Frauenquote in den Vorständen großer Aktiengesellschaften. Zudem soll die Landesregierung Frauenförderpläne für den Öffentlichen Dienst des Landes aufstellen und im Bund entsprechende gesetzliche Regeln für private Unternehmen durchsetzen.

Die Oppositionsfraktion bezieht sich mit ihrem Antrag auf die Konferenz der Justiz- und Gleichstellungsminister, die Ende Juni in Hamburg stattgefunden hat. Die Ressortchefs des Bundes und der Länder haben sich darauf verständigt, eine gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen börsennotierter Unternehmen zu prüfen. Trotz einer Selbstverpflichtung der Wirtschaft sei bislang zu wenig geschehen, monierten die Minister laut Presseberichten.

  Ministerkonferenz spricht 
  von 40-Prozent-Quote

Die Ministerkonferenz strebt demnach eine schrittweise ansteigende Quote an. Sie könne zunächst etwa bei 15 bis 20 Prozent liegen und später auf bis zu 40 Prozent gesteigert werden. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Hamburg, Bayern, Hessen und Sachsen-Anhalt soll die Voraussetzungen einer gesetzlichen Regelung für mehr Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen prüfen. Eine solche Vorgabe erscheine grundsätzlich sowohl verfassungsrechtlich als auch europarechtlich möglich. Nach der jüngsten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind weniger als ein Prozent der Vorstände in den 100 größten deutschen Unternehmen weiblich.

Der Landtag hat die unterschiedliche Erwerbssituation von Männern und Frauen zuletzt im Februar anlässlich des Equal Pay Day debattiert.

Vorherige Debatten zum Thema:
plenum-online
Februar 2009März 2010 (Equal Pay Day)

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
Uniklinkum S-H

Außerdem notiert: - - -

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Funktionszulagen Landtag
1. Lesungen:
Ministergesetz
Wahlgesetz / Wahlalter
Vermessungs- und Katasterverwaltung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Regierungsbeteiligung an Sparplänen
"Street-Viewing" / Google
Freiwilligendienste
Berichtsanträge:
Sicherungsverwahrung
Justiz-Dolmetscher
Regierungsberichte:

Justizvollzugsanstalten

Bäderverordnung

Jugendkriminalität
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Ausschuss-Empfehlung:
Landes-Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
AKW- Laufzeiten
Frauen in Führung
Berichtsanträge:
Mittelstandsoffensive
Stromnetz-Entwicklung
(ohne Aussprache)
Regierungsbericht:

Erneuerbare Energien

F i n a n z e n

2. Lesung:

Dataport
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
HSH Nordbank
Parlamentsinformation / Sparhaushalt
Regierungsbericht:

Kommunalfinanzen

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Essen in KiTas und Schulen
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Bibliotheken- /Pressegesetz
Große Anfrage:
Archiv-Wesen
Anträge:
Europaschulen
Lehrkräfte-Austausch mit Hamburg
Ethik- / Religionsunterricht
Stipendienprogramm / Bafög

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Meldegesetz / Amt für Soziale Dienste
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Ambulante Behandlung
Hebammen
Uni-Klinikum Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

1. Lesung:
Umweltverträglichkeits-
prüfung

(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Lebensmittelüberwachung
Biomasse

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t en

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