Der Vertrag
sichere den Beschäftigten „Bestandsschutz" zu:
Innerhalb der nächsten fünf Jahre dürfe das Klinikum
demnach weder verkauft werden, noch dürfe eine
Entscheidung über einen Verkauf getroffen werden, ist die
Oppositionsfraktion überzeugt. Die Pläne der
Landesregierung stellten insofern einen „Vertragsbruch"
dar.
Nach den
Vorschlägen der Haushaltsstrukturkommission soll das
Universitätsklinikum privatisiert werden. Hauptgrund ist
der Sanierungsstau von knapp einer Milliarde Euro, den das
Land aus eigener Kraft nicht abbauen könne. Das UK S-H
hat zudem 100 Millionen Schulden angehäuft. Nach Jahren
voller roter Zahlen wird das Klinikum das laufende Jahr
vermutlich mit einer „schwarzen Null" abschließen.
Hintergrund: Stichwort UK S-H
Das UK S-H
ist im Jahr 2003 aus den Universitätsklinika Kiel und
Lübeck entstanden. Es hat 2.400 Patientenbetten und ist
mit derzeit 10.600 Beschäftigten der größte Arbeitgeber
im Lande. 6.100 Beschäftigte arbeiten in Kiel, 4.500 in
Lübeck. Das UK S-H mit seinen 51 Kliniken und 26
Instituten ist eine Anstalt öffentlichen Rechts in
Trägerschaft des Landes.