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Auf dieser Seite: Erneuerbare Energie

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Top 46:
100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/387
Landtagsbeschluss vom 19. März 2010
Bericht der Landesregierung – Drucksache 17/591

Erneuerbare Energien: Landesregierung bekräftigt 100plus-Prozent-Ziel

Eignungsflächen für Windkraftanlagen 
werden vergrößert

Kiel (SHL/07.07.) Die Landesregierung ist fest entschlossen, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Schleswig-Holstein bis 2020 deutlich über 100 Prozent des heimischen Verbrauchs zu steigern und die Position des Landes als Stromexporteur zu festigen. Das geht aus einem von den Grünen geforderten Bericht hervor, den Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) im Plenum vorstellte. Der Minister kündigte an, dass ab sofort auf 1,5 Prozent der Landesfläche Windenergie-Anlagen betrieben werden dürfen. Bisher lag der Anteil bei einem Prozent.

Dies sei faktisch sogar eine Verdopplung der Fläche, da derzeit nur 0,75 Prozent genutzt werden, erklärte de Jager. Er forderte gleichzeitig ein Konzept für Offshore-Windparks sowie eine Beschleunigung des Netzausbaus: „Die bisherigen Gesetzesgrundlagen reichen dafür bisher nicht aus." In dem Bericht verweist sein Ministerium auf das Energiekonzept der Koalition aus dem März. Demnach soll die Energieversorgung der Haushalte und Unternehmen in Schleswig-Holstein in Zukunft „gleichermaßen zuverlässig, klimafreundlich und bezahlbar" sein. Hintergrund ist das von der EU fixierte mittelfristige Klima-Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu reduzieren.

Für Detlef Matthiessen (Grüne) setzt die Energiepolitik der Landesregierung dagegen nach wie vor falsche Schwerpunkte: „Atomenergie verlängern und der Neubau von Kohlekraftwerken geht in die falsche Richtung", sagte er.

Im Wirtschaftsausschuss wird abschließend über den Bericht beraten.

Weitere Redner: Jens Magnussen (CDU), Olaf Schulze (SPD), Oliver Kumbartzky (FDP), Ranka Prante (Linke), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Die Landesregierung betont ihr Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien an der schleswig-holsteinischen Stromerzeugung bis 2020 deutlich über 100 Prozent des heimischen Verbrauchs zu steigern. Allein die schleswig-holsteinischen Windkraftanlagen werden in zehn Jahren voraussichtlich doppelt so viel Strom erzeugen, wie im Lande verbraucht wird, so dass der Norden noch mehr zum „Stromexporteur" wird. Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums hervor, den die Grünen beantragt haben.

Darin verweist die Landesregierung auf ihr Energiekonzept aus dem März. Demnach soll die Energieversorgung der Haushalte und Unternehmen in Schleswig-Holstein in Zukunft „gleichermaßen zuverlässig, klimafreundlich und bezahlbar" sein. Hintergrund ist das von der EU fixierte mittelfristige Klima-Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. Die Bundesregierung will die Treibhausgase mittelfristig sogar um 40 Prozent drosseln.

  Vision vom europäischen 
  "Supergrit" rückt näher

Das so genannte Repowering – also der Austausch der derzeit rund 2.600 Windräder durch weniger, aber dafür stärkere Anlagen – werde bis 2020 weit vorangeschritten sein, ebenso wie die Windernte durch Off-Shore-Anlagen in Nord- und Ostsee, heißt es weiter im Regierungskonzept. Auch der „großen Vision" von einem europäischen Supergrit – einem rund 6.000 Kilometer langen Stromkabel in der Nordsee – werde man ein großes Stück näher kommen, und Schleswig-Holstein werde von diesem Großprojekt profitieren.

Durch die geplante Ausdehnung der Wind-Eignungsflächen an Land von derzeit einem Prozent auf 1,3 Prozent werde sich die Landwindkapazität von derzeit 2.700 Megawatt auf rund 6.500 Megawatt im Jahre 2020 erhöhen. Hiervon erhofft sich das Wirtschaftsministerium auch einen erheblichen Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze in dieser Branche. Zielmarke ist eine Arbeitsplatz-Zahl von über 10.000.

Allerdings müsse das Land zugleich auch in moderne konventionelle Kraftwerke, investieren, heißt es weiter. Die Kernenergie ist als Brückentechnologie aus Sicht der Landesregierung ebenfalls vorerst unverzichtbar und stellt einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. In ihrem Energiekonzept spricht sich die Regierung dafür aus, Reststrommengen von älteren auf jüngere Kernkraftwerke zu übertragen. Das Land erhofft sich hiervon zusätzliche Einnahmen, die dann in erneuerbare Energien wie Wind und Biomasse fließen sollen, ebenso wie in intelligente Speicher-, Transport- und Leitungstechnologien.

Debatte zum Thema:
plenum-online
September 2009

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit:  
Uniklinkum S-H

Außerdem notiert: - - -

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Funktionszulagen Landtag
1. Lesungen:
Ministergesetz
Wahlgesetz / Wahlalter
Vermessungs- und Katasterverwaltung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Regierungsbeteiligung an Sparplänen
"Street-Viewing" / Google
Freiwilligendienste
Berichtsanträge:
Sicherungsverwahrung
Justiz-Dolmetscher
Regierungsberichte:

Justizvollzugsanstalten

Bäderverordnung

Jugendkriminalität
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Ausschuss-Empfehlung:
Landes-Regulierungsbehörde
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
AKW- Laufzeiten
Frauen in Führung
Berichtsanträge:
Mittelstandsoffensive
Stromnetz-Entwicklung
(ohne Aussprache)
Regierungsbericht:

Erneuerbare Energien

F i n a n z e n

2. Lesung:

Dataport
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
HSH Nordbank
Parlamentsinformation / Sparhaushalt
Regierungsbericht:

Kommunalfinanzen

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Essen in KiTas und Schulen
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Bibliotheken- /Pressegesetz
Große Anfrage:
Archiv-Wesen
Anträge:
Europaschulen
Lehrkräfte-Austausch mit Hamburg
Ethik- / Religionsunterricht
Stipendienprogramm / Bafög

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Meldegesetz / Amt für Soziale Dienste
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Ambulante Behandlung
Hebammen
Uni-Klinikum Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

1. Lesung:
Umweltverträglichkeits-
prüfung

(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Lebensmittelüberwachung
Biomasse

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t en

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