Den Plänen
aus dem Justizministerium zufolge sollen die kleineren
Gefängnisse in Flensburg, Itzehoe und Rendsburg
geschlossen werden. Die Gefangenen sollen demzufolge nach
Kiel, Lübeck und Neumünster verlegt werden. Für
Flensburg ist das Aus für 2013 geplant. Itzehoe und das
Abschiebegefängnis Rendsburg sollen 2020 folgen.
Als
Begründung wird darauf verwiesen, dass große JVA
wirtschaftlicher arbeiteten. Zudem seien in Flensburg in
den nächsten Jahren Investitionen in Höhe von zehn
Millionen Euro nötig, die bei einer Schließung
eingespart werden könnten. In Itzehoe wären es drei
Millionen, in Rendsburg bis zu zwei. Durch die Stilllegung
der Standorte sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre 24
der landesweit 887 Stellen im Justizvollzug abgebaut
werden.
Kritiker befürchten Verschlechterung
bei der Resozialisierung
Ein
weiteres Argument des Justizministeriums für die
Schließung der Standorte: Die Zahl der Strafgefangenen
ist rückläufig, so dass es bereits jetzt
Überkapazitäten gibt. Dem Regierungsbericht zufolge
waren zum 1. Mai dieses Jahres 278 der insgesamt 1.695
Haftplätze im Lande nicht belegt.
Kritiker
des Vorhabens verweisen darauf, dass die Resozialisierung
der Gefangenen erschwert werde, wenn sie weit von ihrem
Heimatort entfernt untergebracht würden. Zudem
entstünden Extra-Kosten und auch Sicherheitsrisiken, wenn
die Polizei die Insassen quer durchs Land zu ihren
zuständigen Gerichten fahren müsse.