Top 11:
Zweiter Nachtrag
zum Haushaltsplan 2003
Antrag der Fraktion
der FDP |
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Top 29:
Baumaßnahmen der DB
AG und ihrer Tochterunternehmen
Landtagsbeschluss vom 20. Februar 2003 – Drs. 15/2442
Bericht der Landesregierung |
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Kein zweiter Nachtrag 2003
Koalition, SSW und
Regierung lehnen FDP-Antrag ab
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Kiel (SHL). Die Landesregierung wird keinen zweiten
Nachtragshaushalt aufsetzen, um die zu erwartenden
Mindereinnahmen gegen zu finanzieren. Die FDP scheiterte am
Mittwoch, 18. Juni 2003, mit einem entsprechenden Antrag.
Zustimmung ernteten die Liberalen mit ihrer Forderung lediglich
bei der CDU, während Koalition und Landesregierung keinen
Handlungsbedarf sahen. Erst im Mai hatte der Landtag einen
Nachtrag zum Etat 2003 in Höhe von 102 Millionen Euro
beschlossen.
Dies reiche aber nicht aus, so die gelb-schwarze
Argumentation, um die Steuerausfälle von rund 175 Millionen
auszugleichen, die dem Land laut Mai-Steuerschätzung
bevorstünden. Darüber hinaus seien weiterhin zurückgehende
Einnahmen auf Grund der Konjunkturschwäche zu erwarten. Deshalb
müsse die Regierung jetzt handeln, bevor alle Sparpotenziale
ausgereizt seien. Zudem müsse Rot-Grün bei den veranschlagten
Globalen Minderausgaben deutlich machen, wo Einsparungen konkret
vorgenommen werden sollten.
Nach der Sommerpause stünden die Haushaltsberatungen für
2004/2005 an, argumentierte die Koalition. Die Steuerschätzung
hingegen sei angesichts der schwierigen Wirtschaftslage
unzuverlässig. Deshalb sei der Antrag der Liberalen zu diesem
Zeitpunkt überflüssig. Dennoch: Ein pures "Weiter
so" dürfe es auch nicht geben. Der
SSW wertete reines
Sparen als kontraproduktiv und sprach sich ebenfalls gegen eine
Haushaltssperre aus.
Hauptredner: Heiner
Garg (FDP), Wolfgang Fuß (SPD), Rainer Wiegard (CDU), Monika
Heinold (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Finanzminister Ralf
Stegner (SPD)
Hintergrund:
Im Mai hat die rot-grüne Koalition
einen Nachtrag zum Landeshaushalt 2003 mit einem
Gesamtvolumen von 102 Millionen Euro beschlossen. Dadurch
sollen Einnahmeverluste durch Steuerausfälle ausgeglichen
werden.
Die Mai-Steuerschätzung sagt dem Landeshaushalt
Mindereinnahmen von knapp 130 Millionen Euro voraus, die
nur ungefähr zur Hälfte im Haushaltsplan veranschlagt
sind. Deshalb fordert die FDP einen zweiten Nachtrag über
65 Millionen Euro, um die zu erwartende Deckungslücke
sowie 75 Prozent der vorgesehenen Globalen Minderausgaben
gegen zu finanzieren.
Das Gesamtvolumen des Landesetats für dieses Jahr
beträgt rund 7,8 Milliarden Euro.
mehr
Informationen: "plenum-online",
Mai 2003
Stichwort:
Nachträge
zum Haushaltsgesetz und zum Haushaltsplan müssen im Landtag
eingebracht werden, wenn im Haushaltsplan bewilligte
Ausgaben nicht ausreichen oder wenn Ausgaben für Zwecke
erforderlich werden, die im Haushaltsplan nicht vorgesehen
sind. Nachtragshaushaltsgesetz und Nachtragshaushaltsplan müssen
dem Parlament bis zum Ende des Haushaltsjahres vorliegen.
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Ausschuss berät
Baumaßnahmen der DB AG
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Kiel (SHL). Der
Regierungsbericht zu den Baumaßnahmen der Deutschen Bahn AG (DB
AG) in Schleswig-Holstein ist vom Landtag am Donnerstag, 19.
Juni 2003, kurzfristig ohne Aussprache einstimmig in den
Wirtschaftsausschuss überwiesen worden. Die CDU hatte diesen
Bericht beantragt. Sie wollte unter anderem wissen, was die
Regierung gegen die Verzögerungen bei verschiedenen
Bauprojekten der DB AG unternommen hat.
Hintergrund:
Die
Deutsche Bahn AG (DB) hat eine Reihe von Investitionen in
die schleswig-holsteinische Verkehrsinfrastruktur geplant
oder bereits vorgenommen. Einige der 123 Bahnhöfe im
Lande werden modernisiert (zum Beispiel Husum, Kiel und
Lübeck) und neue Schienenfahrzeuge angeschafft
(beispielsweise Doppelstockwagen für die Strecken
Kiel-Hamburg und Lübeck-Hamburg). Die Elektrifizierung
soll weiter vorangetrieben werden.
Die DB ist in den letzten Jahren in die
öffentliche Kritik geraten. Einige der Gründe:
Jahrelange Verzögerungen beim Bahnhofs-Umbau (wie in
Kiel) und Unpünktlichkeiten (unter anderem auf der viel
befahrenen Strecke Hamburg-Lübeck).
Nach Willen des Verkehrsministeriums sollen bis
2014 weitere 20 Prozent des Schienennahverkehrs für den
freien Wettbewerb geöffnet werden. Derzeit betreibt die
DB AG noch 61 Prozent der Regionalzüge im Lande, also
rund 1.000 Züge täglich auf gut 1.100 Streckenkilometern
mit einem Aufkommen von 35 Millionen Reisenden im Jahr. |
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