In Kürze: Meldungen 3 (Themen ohne Aussprache)  

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"Zukunft auf dem Land"  (Top 18; Drs. 15/2719); Windenergie (Top 34; Drs. 15/1858, 15/1859, 15/1838, 15/2693); Offshore-Windenergieparks (Top 41; 15/1704, 15/2727); Biotechnologie (Top 43; 15/119, 15/2735); Gentechnologie (Top 44; 15/386, 15/523, 15/2736)


   "Zukunft auf dem Land":  Was hat das Förderprogramm "Zukunft auf dem Land" (ZAL) bisher gebracht und wie geht es weiter? Diese Fragen soll die Landesregierung nach der Sommerpause beantworten. Der Berichtsantrag kam von der CDU und wurde im Landtag einmütig beschlossen. Das Programm, das im Herbst 2000 von der EU genehmigt wurde und bis 2006 läuft, deckt ein weites Feld ab. Schwerpunkt ist die Förderung der ländlichen Entwicklung. Hier soll die Regierung insbesondere erläutern, wie es um die "Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalysen" (LSE) bestellt ist, in deren Rahmen Dörfer förderfähige Projekte entwickeln. Derzeit laufen in Schleswig-Holstein 99 LSE-Verfahren mit rund 900 beteiligten Gemeinden. Mancherorts geht es wie im Amt Nusse (Herzogtum Lauenburg) darum, einen modernen Dorfladen (Markttreff) einzurichten, andernorts wie in Grömitz (Ostholstein) um ein Marketingkonzept für den Tourismus. Die Umsetzung der Projekte bezahlen EU, Bund, Land und Kommunen. In den Jahren 2000 bis 2002 wurden über das Programm rund 186 Millionen Euro ausgegeben, unter anderem für Investitionen in die Landwirtschaft und den Vertragsnaturschutz. 

mehr Infos: Landtagszeitung - Mai 02 (04/02)

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  Offshore-Windparks: Der Landtag hat ein Klagerecht der Länder gegen Offshore-Windenergieparks abgelehnt. SPD, Grüne und SSW stimmten gegen den Antrag der CDU. Auch die FDP hatte den Antrag der Union unterstützt. Hintergrund: Die Länder sind bisher nur für Windparks vor der Küste (bis 12 Seemeilen) Genehmigungsbehörde. Im Seegebiet von 12 bis 200 Seemeilen, der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zuständig. Eine Klagerecht haben die Länder nicht. Die CDU hatte hier eine Rechtsänderung gefordert. Das BSH hat bereits die ersten von rund 30 Anträgen genehmigt, darunter den Bürger-Windpark Butendiek rund 34 Kilometer westlich von Sylt. Dort sollen sich in drei Jahren 80 Windkraftanlagen (je drei MW) drehen.

  Windenergie:  In sieben Jahren soll die Hälfte des in Schleswig-Holstein verbrauchten Stroms aus Windkraftanlagen kommen. Weitere zehn Prozent könnten einmal aus Biomasse (Holz, Stroh, Gülle) erzeugt werden. Diese Ziele nannte die Landesregierung in ihrem Bericht zu "Energiepolitik und Klimaschutz". Der Landtag nahm den Bericht, der im Sommer 2002 debattiert und danach in den Ausschüssen beraten worden war, jetzt abschließend zur Kenntnis. Zugleich lehnte der Landtag mit Stimmen von SPD, FDP, Grünen und SSW zwei Anträge der CDU ab. Sie hatte zum einen mit Blick auf den Windkraftboom einen Regierungsbericht über den nötigen Ausbau des Stromnetzes und die Kosten verlangt. Zum anderen hatte sie in einem Antrag zum Repowering gefordert, beim Ersatz von Rotoren eine "abzustufende Höhenbegrenzung" festzulegen sowie bei Anlagen mit einer Höhe von über 100 Metern die Umweltverträglichkeit gesondert zu prüfen. Die neue Generation der Rotoren misst bis zu 150 Meter.

mehr Infos: Landtagszeitung - September 02 (06/02)

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  Biotechnologie: Die FDP ist mit einem Vorstoß zur Förderung der Biotechnologie in Schleswig-Holstein gescheitert. Mit Stimmen der Mehrheit von SPD, Grünen und SSW lehnte der Landtag den Antrag der Liberalen ab, biotechnologische Projekte in der Agrarwirtschaft zu unterstützen. Die CDU und zwei SPD-Abgeordnete stimmten für das Ansinnen der FDP. Als Beispiele hatten die Liberalen die Genomforschung an Kulturpflanzen wie etwa Zuckerrüben genannt sowie eine bessere Sortenzucht im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe (Raps, Kartoffeln). Die Liberalen hatten sich zugleich dafür ausgesprochen, die ökologischen Auswirkungen des Anbaus transgener Pflanzen zu untersuchen. 

   Gentechnologie: Die Folgen und Risiken der Bio- und Gentechnologie müssen untersucht werden. Mit Stimmen von SPD, Grünen und SSW forderte der Landtag die Regierung auf, einen Bericht über den Stand der Technikfolgenabschätzung (TA) in Schleswig-Holstein vorzulegen, solche TA-Projekte zu bündeln und eine Zusammenarbeit mit Hamburg und anderen norddeutschen Ländern zu prüfen. Die Vorlage kam von SPD und Grünen. Der Ursprungsantrag der FDP (Förderung der Gentechnik) wurde ebenso abgelehnt wie der Antrag der CDU. Sie hatte gefordert, die Forschung in der Bio- und Gentechnologie zu unterstützen und zugleich die TA weiter zu entwickeln. Der Landtag hatte Ende 2000 über die Anträge diskutiert. Danach wurden sie im Wirtschaftsausschuss beraten. Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium teilte im März 2003 mit, dass laut Umfrage eine Mehrheit von Gentechnologie-Anwendern in Schleswig-Holstein eine Einrichtung befürwortet, die Folgen und Risiken der Bio- und Gentechnologie abschätzt.

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