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Auf
dieser Seite: Grundwasser
- Fahradverkehr
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Top 13 :
Entwurf eines
Gesetzes zur Änderung des Grundwasserabgabengesetzes (GruWAG)
Gesetzentwurf der
Landesregierung |
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| gemeinsame
Beratung mit |
Top 27:
Grundwasserentnahmeabgabe
(GruWAG)
Bericht der Landesregierung |
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Top 29:
Umsetzung des
Programms „Fahrradfreundliches Schleswig-Holstein"
Bericht der Landesregierung |
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Grundwasser-Preise sollen
steigen
Landesregierung legt
Gesetzentwurf vor
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Kiel (SHL). Das Land will künftig eine
höhere Grundwasser-Entnahme-Abgabe (GruWAG) kassieren. Dies
prangerte die Opposition von CDU und FDP am Mittwoch, 16. Juni
2004, als neuerlichen Griff in die Taschen der Bürger an.
Rot-Grün und SSW verwiesen dagegen auf die gestiegenen Kosten
für den Grundwasserschutz und die marode Lage der
Landesfinanzen. Mit der Änderung des
Grundwasserabgaben-Gesetzes in der von der Landesregierung
vorgeschlagenen Form würden sich die Gebühren auf den
Kubikmeter Grundwasser von 5,1 auf elf Cent verdoppeln. Betriebe,
die eigene Anlagen zur Grundwasser-Entnahme betreiben, sollen
von der Erhöhung ausgenommen werden. Für Großabnehmer sind
Sondertarife vorgesehen.
Besonders kritisiert wurde von der Opposition,
dass mit der Gesetzesänderung die Zweckbindung der eingenommen
Gebühren an Maßnahmen für den Gewässerschutz fallen soll.
Künftig sollen dafür nur noch 75 statt wie bisher 100 Prozent
der GruWAG zur Verfügung stehen. Das übrige Viertel würde
direkt in der Kasse von Finanzminister Ralf Stegner (SPD)
landen. Damit sei – angesichts der schlechten Finanzlage im
Land – "die nächste Erhöhung nach Kassenlage" zur
Sanierung des Landeshaushaltes vorprogrammiert, argwöhnte
Ursula Sassen (CDU). "Ein kläglicher Versuch die
rot-grünen Haushaltslöcher zu kaschieren", stimmte Günther
Hildebrand (FDP) in die Kritik ein. Auch der SSW-Abgeordnete
Lars Harms, der eine Erhöhung der GruWAG im Prinzip begrüßte,
erklärte: Einer Aufhebung der strikten Zweckbindung werde der
SSW nur bei einer zeitlichen Befristung zustimmen.
Müller: "Erhöhung mit
viel Augenmaß"
Dagegen verteidigte Umweltminister Klaus Müller
(Grüne) in seinem Bericht zum Thema die Aufhebung der
Zweckbindung angesichts der Haushaltslage als angemessen. Diese
sei auch laut Urteil des Bundesgerichtshofes
verfassungsrechtlich unbedenklich. Zudem erfolge die Erhöhung
"mit viel Augenmaß". Auf den durchschnittlichen
Verbraucher kämen pro Jahr 2,70 Euro Mehrkosten zu, auf
Gewerbebetriebe höchstens 100 Euro, rechnete Müller vor.
Schleswig-Holstein hätte auch nach einer
Erhöhung im Bundesvergleich noch immer den zweitniedrigsten
Preis für Trinkwasser, wies auch Helmut Jacobs (SPD) Bedenken
der Opposition zurück, die GruWAG könne der Konjunktur im
Norden schaden. Auf die Lenkungswirkung der Abgabe verwies
Detlef Matthiessen (Grüne): Wasser sei eine endliche Ressource.
Die GruWAG halte zum sparsamen Umgang mit dem kostbaren Rohstoff
Grundwasser an.
Auf einstimmigen Landtagsbeschluss wird der
Umwelt-Ausschuss über den Gesetzesantrag und den Bericht des
Umweltministers zur GruWAG weiterberaten.
Hintergrund:
Der Landtag hat im Dezember 2003 mit rot-grüner Mehrheit
auf Antrag der Landesregierung eine Erhöhung der
Grundwasser-Entnahmeabgabe beschlossen. Seit 1. Januar
2004 zahlen private Wasserkunden 11 Cent pro Kubikmeter
Grundwasser (zuvor: 5,1 Cent). Für einen „Durchschnittsverbraucher"
von 150 Litern pro Tag ergibt sich dadurch nach
Regierungsangaben eine jährliche Zusatzbelastung von 2,60
Euro. Im Vorjahr sind durch die Abgabe 12,7 Millionen Euro
in den Landeshaushalt geflossen. Schleswig-Holstein ist
eines von zehn Bundesländern, die einen solchen „Wassergroschen"
erheben. Nach Berlin (31 Cent) ist die
schleswig-holsteinische Abgabe (gemeinsam mit
Baden-Württemberg und Brandenburg) die höchste.
Die Regierung legt dem Landtag einen Entwurf zur
Änderung des Grundwasserabgabengesetzes vor. Das
Umweltministerium will damit die oben genannten
Änderungen für den Zeitraum nach 2005 festschreiben.
Hintergrund: Die Anhebung ist Teil des Landeshaushalts
2004/05 und hätte damit ab 2006 keine Rechtsgültigkeit
mehr.
mehr
Informationen: "plenum-online", Dezember
2003
(www.sh-landtag.de/plenumonline/dez03/texte/06_14_haushal.htm)
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Zahlen aus dem Fahrradland
Nummer Eins
Opposition: Zu wenig Geld
für Radwegebau
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Kiel
(SHL). Zum wiederholten Mal in dieser Legislaturperiode hat sich
der Landtag am Mittwoch, 16. Juni 2004, mit dem Fahrrad-Verkehr
in Schleswig-Holstein beschäftigt. Dem komme im Land zwischen
den Meeren eine nicht zu unterschätzende touristische Bedeutung
zu, so die einhellige Meinung im Plenum. Bis auf die Liberalen
betonten die Sprecher aller Fraktionen darüber hinaus auch die
Bedeutung des Radverkehrs für die Verbesserung der
Verkehrssituation in den Ballungsräumen. Während SPD und
Grüne in der Debatte jedoch vor allem auf die Erfolge der
rot-grünen Förderpolitik für den Radverkehr verwiesen,
kritisierten CDU und FDP: Die Hauptlast für den Radwegebau
trage nicht das Land, sondern die Gemeinden - und auf die wälze
Rot-Grün immer wieder finanzielle Lasten ab. Angesichts der
desolaten Finanzlage sei auf der kommunalen Ebene inzwischen
kaum noch Geld für den Radwegebau vorhanden.
Anlass der Debatte war ein von Rot-Grün
beantragter Bericht zum Landesprogramm "Fahrradfreundliches
Schleswig-Holstein". Demnach ist Schleswig-Holstein im
Bundesvergleich Fahrradland Nummer Eins. Kein anderes Bundesland
habe eine so hohe Radwegedichte, stellte Verkehrsminister Bernd
Rohwer (SPD) fest. So seien 80 Prozent aller Bundes- und 50
Prozent aller Landesstraßen mit Radwegen ausgestattet. Um die
Qualität des Radverkehrs weiter zu verbessern, arbeite sein
Ministerium derzeit an einem Plan für ein landesweites
Radverkehrswegenetz. Daneben gebe es eine ganze Reihe von
Initiativen, vom Fahrradforum über die Fahrradmitnahme in
Nahverkehrszügen bis zur neuen Tourismusbroschüre "Bett
& Bike", die das Land finanziell gefördert hat.
Den Bericht des Ministers hat der Landtag
einstimmig zur abschließenden Beratung in den Umweltausschuss
überwiesen.
Stimmen aus der Debatte:
Hans-Jörn Arp (CDU): Wir brauchen
keine weiteren Prospekte, wir brauchen Investitionen - und die
werden gekürzt. Wir brauchen gut ausgebaute Radwege quer durch
unser Land. Da fehlen bisher Konzepte.
Hermann Benker (SPD):
Schleswig-Holstein hat eine vorbildliche Vernetzung der Radwege
durchgesetzt, die es sonst im Bundesgebiet so nicht gibt.
Christel Aschmoneit-Lücke (FDP): In
sieben Jahren wurden 150 Kilometer neue Radwege gebaut. Das sind
gerade einmal 21 Kilometer pro Jahr - obwohl es ein Schwerpunkt
rot-grüner Verkehrspolitik ist.
Karl-Martin Hentschel (Grüne): In
Schleswig-Holstein ist der Anteil der Verkehrsinvestitionen für
den Radverkehr nicht gekürzt worden - trotz schwieriger
Haushaltslage.
Lars Harms (SSW): Das größte
Problem ist immer noch die geringe tägliche Nutzung. Das
Fahrrad muss ein echter Verkehrsträger werden, das ist nicht
zum Null-Tarif zu haben.
Hintergrund:
Das Fahrrad kann hat
Zukunftspotenzial, sowohl als Verkehrsmittel als auch im
Tourismus. Insbesondere in Ballungsräumen kann es zur
Lösung von Verkehrsproblemen beitragen: So nimmt das Rad
beispielsweise beim Parken nur ein Fünftel und beim
Fahren nur ein Zehntel des Raumes in Anspruch, den ein
Auto benötigt. Ein mit dem Fahrrad zurückgelegter
Kilometer kostet die öffentliche Hand nur einen Cent,
während ein Personenkilometer im Auto, im Bus oder in der
Bahn das zehn- bis 20-fache kostet. 42 Prozent der
Urlauber in Schleswig-Holstein nutzen das Fahrrad.
Eine Voraussetzung für den Wechsel in den Sattel
ist eine intakte Infrastruktur. Die Landesregierung nennt
in ihrem vom Landtag beantragten Bericht als einen
Schwerpunkt die Schaffung eines einheitlichen,
flächendeckenden Radverkehrsnetzes. Für die Planung
dieses Netzes sind beim zuständigen Verkehrsministerium
insgesamt 200.000 Euro veranschlagt.
80 Prozent der Bundesstraßen (1.270 Kilometer) und
50 Prozent der Landesstraßen (2.088 Kilometer) sind in
Schleswig-Holstein mit einem Radweg ausgestattet. Die
Regierung weist darauf hin, dass seit Erstellung des
Programms „Fahrradfreundliches Schleswig-Holstein"
im Jahr 1998 bis zum Jahresende 2004 insgesamt 150
Kilometer neue Radwege an Landesstraßen entstanden sein
werden. Investitionsvolumen: 22,7 Millionen Euro. Hinzu
kommen 78 Projekte innerhalb geschlossener Ortschaften,
davon neun in Kiel und fünf in Lübeck.
mehr
Informationen: "plenum-online",(www.sh-landtag.de/plenumonline/januar2004/
texte/30_18_grenzweg_radverkehr.htm)
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Informationen:
"plenum-online",(www.sh-landtag.de/plenumonline/februar03/
texte/10_26_fahrrad_strandparken.htm)
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