In Kürze: Meldungen 3 

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Schulgesetz, 2. Lesung  (Top 5; Drs. 15/3475);  Eliteförderung (Top 25; 
Drs.
15/3476); Agrarstruktur und Küstenschutz (Top 35; 15/3344, 15/3508); Wassertourismus (Top 36; 15/2720, 15/3509)


   Schulgesetz:  Die Informationspflicht der Schulen wird nicht erweitert. Mit Stimmen von SPD, Grünen und SSW lehnte der Landtag am Freitag, 18. Juni 2004, einen Gesetzentwurf der CDU ab. Sie wollte die Schulen verpflichten, die Eltern über "wesentliche, den Schüler betreffende Vorgänge zu informieren". Das sollte auch für volljährige Schüler (ab 18) gelten, falls sie nicht widersprechen. Bei einem Widerspruch wären die Eltern nur darüber informiert worden. CDU und FDP stimmten nach Beratung im Bildungsausschuss für den Gesetzentwurf. Anlass für den Vorstoß war das Blutbad am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt, wo die Eltern des Amok-Schützen nichts von seinen Schulproblemen wussten. SPD, Grüne und SSW verwiesen auf bestehende Informationsgebote und appellierten an die Lehrer, auch mit den Eltern der Schüler zusammen zu arbeiten.

mehr Infos: "plenum-online", Nov. 2003

  Agrarstruktur/Küstenschutz: Bund, Land und EU wollen in diesem Jahr mehr als 60 Millionen Euro für Küstenschutz, Landwirtschaft, Dorferneuerung und weitere Projekte im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins ausgeben. Das geht aus einem Regierungsbericht über das Bund-Länder-Programm GAK (Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes) hervor, den der Landtag nach Beratung im Innen- und Rechtsausschuss einmütig zur Kenntnis nahm. Für den Küstenschutz sind allein 24 Millionen Euro veranschlagt. Die Mittel sollen in fünf größere Sicherungsmaßnahmen fließen, darunter eine Sandvorspülung auf Sylt und eine Deichverstärkung auf Fehmarn. Beim Küstenschutz übernimmt der Bund 70 Prozent der Kosten. Den Rest zahlt das Land. Bei anderen Projekten beträgt der Bundeszuschuss in der Regel 60 Prozent. Förderfähig sind viele Maßnahmen, von der Flurbereinigung und der Vermarktung von Öko-Produkten über die Dorferneuerung bis zur Waldwirtschaft.

mehr Infos: "plenum-online",April 2004

  Eliteförderung: Studierende sollen weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Hochschule und ihr Fach selbst auszuwählen und ein gebührenfreies Erststudium zu absolvieren. Das forderte der Landtag mit Stimmen von SPD, Grünen und SSW gegen die Fraktionen der Opposition. Das Recht der Hochschulen, sich einen Teil der Studierenden auszusuchen, habe in einem transparenten Verfahren zu erfolgen, heißt es weiter in dem Änderungs-Antrag, mit dem SPD und Grüne eine FDP-Vorlage zur "Eliteförderung im Bildungswesen" ersetzt hatten. Die Liberalen hatten mit Blick auf Eliteuniversitäten gefordert, die Zentralstelle zur Vergabe von Studienplätzen (ZVS) abzuschaffen, den Hochschulen die Auswahl ihrer Studierenden zu überlassen und es ihnen zu ermöglichen, Studiengebühren zu erheben. Der FDP-Antrag, den der Landtag im Januar behandelt hatte, wurde im Bildungsausschuss beraten. Dort legten SPD und Grüne den jetzt beschlossen Änderungsantrag vor. Darin wird die Chancengleichheit im Bildungswesen betont. In Schulen sollen demnach Kinder mit Defiziten ebenso gefördert werden wie besonders begabte Schüler.

mehr Infos: "plenum-online", "plenum-online", Januar 2004

  Wassertourismus: Die CDU ist mit einem Vorstoß zur Stärkung des Wasser-Tourismus in Schleswig-Holstein gescheitert. Der Landtag lehnte den Antrag mit Stimmen von SPD, Grünen und SSW ab. Die FDP votierte für die Vorlage, die im Wirtschafts- und Umweltausschuss beraten worden war. Die CDU wollte die Landesregierung verpflichten, im Teamwork mit anderen Ländern und Verbänden etwa einen Wasserwanderwegeplan für Deutschland zu entwickeln. Zudem sollte die Regierung sich bemühen, die Befahrensregelung auf Gewässern in Deutschland zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Ihren Vorstoß hatte die CDU damit begründet, dass die Vermarktung wassertouristischer Produkte über Reiseveranstalter noch ausbaufähig sei. Laut CDU üben mehr als sechs Millionen Bundesbürger einen Wassersport aus. Jahresumsatz: etwa 1,8 Milliarden Euro.

mehr Infos: "plenum-online",Juni 2003

   

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