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Pflege-Portal in
weiter Ferne
CDU und SPD setzen
auf regionalisierte Beratung
Kiel (SHL/30.06.)
Die schwarz-rote Koalition hat es abgelehnt, in Schleswig-Holstein
ein "Pflege-Portal" im Internet einzurichten. Nach den
Plänen der Grünen sollten die Bürger ab Ende 2007 über dieses
Portal Zugang zu möglichst allen Angeboten im Pflegebereich
erhalten können. Während die Abgeordnete der
Oppositionspartei, Angelika Birk, davon sprach, eine "Informationslücke"
zu schließen, bezeichneten Redner von CDU und SPD das Vorhaben
unter anderem wegen des hohen finanziellen Aufwandes als "nicht
praktikabel". Als vordringlicher erachtete die
Regierungskoalition die Forcierung der Arbeit der regionalisierten,
unabhängigen Pflegeberatungsstellen.
CDU, SPD und Grüne einigten sich
in der Debatte schließlich darauf, von der Landesregierung einen
umfangreichen Pflege-Bericht der Landesregierung zu verlangen. Darin
soll bis September sowohl die Effektivität der bestehenden Beratungsangebote
als auch der Weiterentwicklungsbedarf dargestellt werden. Die
Grünen hoffen, in der zugleich beschlossenen Beratung im
Sozialausschuss für das Pflege-Portal weiter werben zu können. Das
Internetangebot soll die vorhandenen Angebote im Land gebündelt
darstellen, eine Bewertung nach Qualitätskriterien und eine
Kostenübersicht bereithalten. Pflege-Portale gibt es bereits in
zahlreichen Städten, Kreisen und Gemeinden.
Hauptredner:
Torsten Geerdts (CDU), Jutta Schümann
(SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW), Sozialministerin Gitta
Trauernicht (SPD)
Hintergrund:
Die Grünen streben ein landesweites
Internet-Portal für Pflegeangebote an, das bis Ende 2007
eingerichtet werden soll. Das so genannte Pflege-Portal
soll die vorhandenen Angebote gebündelt darstellen und
eine Bewertung nach Qualitätskriterien wie auch eine
Kostenübersicht bereithalten. Vor diesem Hintergrund soll
die Landesregierung nach Willen der Oppositionsfraktion
bis Oktober über die Erfahrungen mit solchen
Informationsportalen in anderen Bundesländern berichten.
Pflege-Portale Im Internet gibt es bereits in zahlreichen
Städten, Kreisen und Gemeinden.
In einem nachgereichten Antrag fordern die
Regierungsfraktionen von CDU und SPD für die
September-Tagung einen Bericht der Landesregierung, der
sich mit den Beratungsangeboten im Bereich der Pflege
sowie dem Weiterentwicklungsbedarf befassen soll.
mehr Informationen: plenum-online,
September 2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/september2005/
texte/20_41_altenpflege_buergerbeauftragte.htm)
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