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Auf dieser Seite: Hartz IV

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Top 19:
Hartz IV - Fördern und Fordern müssen im Einklang stehen
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs. 16/892
Drucksache: 16/848
-Plenarprotokoll-

Grüne scheitern mit Hartz IV-Antrag

Kiel (SHL/30.06.) Die schleswig-holsteinische Regierungskoalition will das Hartz IV-Fortentwicklungsgesetzes des Bundes "weitgehend"  unterstützen. Redner von CDU und SPD machten deutlich, dass Leistungskürzungen für Bezieher des Arbeitslosengeldes II (ALG II) möglich sein müssten, um den Missbrauch staatlicher Unterstützung einzudämmen. Dagegen protestierten die Grünen, die das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hatten, heftig. Sie wollten die Landesregierung auffordern, sich bei der anstehenden Bundesratsdebatte gegen Verschärfungen der Arbeitsmarktreform auszusprechen. Ein entsprechender Antrag wurde allerdings nur vom SSW unterstützt und fand somit keine Mehrheit im Landtag.

Insbesondere die geplante 100prozentige Leistungskürzung bei mehrfachen Pflichtverletzungen der ALG II-Empfänger kritisierte Angelika Birk für die Fraktion der Grünen als "menschenunwürdig".

Der Bundestag hatte Anfang des Monats mit den Stimmen der großen Koalition einige Änderungen bei Hartz IV beschlossen. Arbeitslosen droht nun bei dreimaliger Ablehnung eines Arbeits- oder Schulungsangebots innerhalb eines Jahres die gesamte Streichung ihrer Unterstützung. Hintergrund sind die hohen Kosten: So wird das Arbeitslosengeld II in diesem Jahr den Bundeshaushalt womöglich mit 27,6 Milliarden Euro belasten. Der Bund hat hierfür jedoch nur 20,6 Milliarden eingeplant.

Weitere Hauptredner: Torsten Geerdts (CDU), Wolfgang Baasch (SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW), Arbeitsminister Uwe Döring (SPD)

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Hintergrund:  Die Grünen fordern die Landesregierung auf, sich bei der Bundesrats-Beratung über das vom Bundestag beschlossene "Hartz IV-Fortentwicklungsgesetz" gegen eine Reihe von Verschärfungen der Arbeitsmarktreform auszusprechen. Die Oppositionspartei kritisiert insbesondere die Umkehr der Beweislast bei der finanziellen Förderung von Lebensgemeinschaften sowie die weit reichenden Leistungskürzungen für Arbeitslose, die den Auflagen der Arbeitsagenturen und Jobcenter nicht nachkommen. Statt dieser Maßnahmen sprechen sich die Grünen für eine "angemessene Balance zwischen dem Fördern und dem Fordern" aus.
In einem nachgereichten Antrag forderern CDU und SPD die Landesregierung auf, im Rahmen der Bundesratsbefassung darauf hinzuwirken, dass die Förderung von Arbeitssuchenden und ihre Vermittlung in Arbeitsplätze weiterhin im Zentrum der Arbeitsmarktreform stehen. Bei Fällen von vorsätzlichem Leistungsmissbrauch und Arbeitsverweigerung müssten auch Leistungskürzungen möglich sein.
  Der Bundestag hatte Anfang des Monats mit den Stimmen der großen Koalition einige Änderungen bei Hartz IV beschlossen. Arbeitslosen droht nun bei dreimaliger Ablehnung eines Arbeits- oder Schulungsangebots innerhalb eines Jahres die Streichung ihrer Unterstützung. Hintergrund sind die hohen Kosten: Nach Medienberichten wird das Arbeitslosengeld II (ALG II) in diesem Jahr den Bundeshaushalt mit 27,6 Milliarden Euro belasten. Der Bund hat hierfür jedoch nur 20,6 Milliarden eingeplant.
  Einer Reihe von unionsgeführten Ländern geht die vom Bundestag beschlossenen Verschärfung noch nicht weit genug. So wollen Berichten zufolge Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland das Gesetz in der Länderkammer ablehnen. Sie fordern noch schärfere Sanktionen sowie finanzielle Entlastungen der Kommunen und Kreise.
  Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat bei einem ersten Datenabgleich unter 7,5 Millionen ALG II-Beziehern in insgesamt 22.900 Fällen Verdachtsmomente für Leistungsmissbrauch festgestellt. Hieraus hat sich der BA zufolge ein finanzieller Schaden von 26,9 Millionen Euro ergeben.

mehr Informationen: plenum-online, November 2005
(www.sh-landtag.de/plenumonline/november2005/
texte/16_30_hartzIV_SGBII.htm)

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Frisch vereidigt – Detlef Matthiessen rückt nach

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Aktuelle Stunde:
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Kinderbetreuung
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Lehrerausbildung
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