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Flughafen
Fuhlsbüttel: Landtag macht mobil gegen Fluglärm...
... und fordert
weniger Landeanflüge in
der Nacht über Schleswig-Holstein
Kiel (SHL/29.06.)
Die Landesregierung soll sich für eine gerechtere Verteilung der
Flugbewegungen um den Hamburger Flughafen einsetzen – und damit
schleswig-holsteinische Landstriche von Lärmbelästigungen
verschonen. Der FDP-Abgeordnete Günther Hildebrand begründete den
von seiner Fraktion eingebrachten Antrag damit, dass die
Hauptproblemfelder die in der Flugschneise liegenden Orte
Norderstedt, Hasloh und Quickborn seien. So würden fast alle
Nachtflüge über die schleswig-holsteinischen Orte führen,
während es tagsüber nur 46 Prozent seien. Bis auf die CDU, die das
"wirtschaftliche Kraftzentrum Flughafen Hamburg" nicht
gefährden will, unterstützten die übrigen Fraktionen den Vorstoß
der Liberalen. Der Antrag wurde zunächst an den
Wirtschaftsausschuss überwiesen.
Hildebrand forderte
von Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU), der auch im
Aufsichtsrat des Flughafen Fuhlsbüttel tätig ist, "die
Anliegen derer zu vertreten, denen er von Amtsweg zu dienen
hat" – den Bürgern Schleswig-Holsteins. Im Einklang mit
Detlef Matthiessen von den Grünen erachtete es auch der
SPD-Abgeordnete Bernd Schröder als dringend notwendig, die
Interessen der vom Fluglärm betroffenen Menschen ernst zu nehmen.
Vor dem Hintergrund der im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent
gestiegenen Flugbewegungen, sei eine "gerechte Lösung für die
Menschen in der Region anzustreben", so Schröder. Ähnliche
argumentierte Lars Harms (SSW): "Bis die Novellierung des
Fluglärmgesetzes im Bundestag durch ist und sich endlich
Verbesserungen ergeben, müssen weiterhin Gespräche auf allen
Ebenen geführt werden", damit eine Verbesserung der
Lärmsituation eintrete.
Der CDU-abgeordnete Manfred
Ritzek hielt dem entgegen, dass die Nachtflugbewegungen über
Hamburg schon stark reduziert worden seien. Außerdem sollten die
"Entscheidungen in der Lärmschutzkommission getroffen werden
– und nicht im Landtag ". Auch Wirtschaftsminister Dietrich
Austermann machte aus seiner Ablehnung gegenüber dem FDP-Antrag
keinen Hehl: "Stellen sie sich vor, über dem dicht besiedelten
Stadtgebiet Hamburgs stürzt ein Flugzeug ab", deutete er
etwaige Gefahren an. Zudem seien weitere Schallschutzmaßnahmen
geplant, obwohl die Betroffenen diese nicht beantragen hätten, so
Austermann.
Mit dem Antrag sollen die
Landesregierung und die Betreiber des Hamburger Flughafens
Fuhlsbüttel aufgefordert werden, sich für eine Reduzierung des
Fluglärms im Umfeld der östlichen Startbahn 33/15 einzusetzen.
Hier starten und landen die Jets über Teile des
schleswig-holsteinischen Kreises Pinneberg. Dies soll nach
Auffassung der Liberalen durch eine andere Verteilung der Starts und
Landungen erreicht werden. So seien im Vorjahr 46,4 Prozent der
Flugbewegungen über Runway 33/15 gelaufen, jedoch nur 1,7 Prozent
über die Schneise Alsterdorf. Außerdem regt die
Oppositionsfraktion den Bau von Schallschutzmauern und mehr
Mitspracherechte für die Kommunen im Rahmen des von der
Bundesregierung eingebrachten Fluglärmgesetzes an.
Hintergrund:
Die FDP fordert die Landesregierung und die Betreiber
des Hamburger Flughafens Fuhlsbüttel auf, sich für eine
Reduzierung des Fluglärms im Umfeld der östlichen
Startbahn 33/15 einzusetzen. Hier starten und landen die
Jets über Teile des schleswig-holsteinischen Kreises
Pinneberg. Dies soll nach Auffassung der Liberalen durch
eine andere Verteilung der Starts und Landungen erreicht
werden. So seien im Vorjahr 46,4 Prozent der
Flugbewegungen über Runway 33/15 gelaufen, jedoch nur 1,7
Prozent über die Schneise Alsterdorf. Außerdem regt die
Oppositionsfraktion den Bau von Schallschutzmauern und
mehr Mitspracherechte für die Kommunen im Rahmen des von
der Bundesregierung eingebrachten Fluglärmgesetzes an.
Der 570 Hektar große Airport liegt im nördlichen
Hamburger Stadtgebiet. Die Lärmbelästigung ist deswegen
seit Jahrzehnten ein politischer Dauerbrenner in der
Hansestadt, ebenso wie die Diskussion über eine
Verlagerung des Flughafens nach Kaltenkirchen. Nach
Angaben des Statistikamts Nord sind im Vorjahr rund 5,21
Millionen Passagiere vom Flughafen Hamburg zu einer
Flugreise gestartet, acht Prozent mehr als 2004. Dies
bedeutet zugleich ein neues Spitzenergebnis gegenüber dem
bisherigen Rekord des Jahres 2000. Die Kapazität der
Runways erlaubt zurzeit 48 Flugbewegungen pro Stunde.
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