plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Marco Polo 

xxx

Top 27:
Nutzung des EU-Programms Marco Polo II (2007 - 2013)
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Drucksache: 16/861
-Plenarprotokoll-

Mit Marco Polo zu Wasser
und auf der Schiene

Kiel (SHL/29.06.) Schleswig-Holsteinischen Transport- und Logistik-Unternehmen soll der Weg von der Straße auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiene und Wasser geebnet werden. Dies regen die Grünen an fordern die Landesregierung auf, entsprechende Initiativen der heimischen Wirtschaft im Rahmen des EU-Programms Marco Polo II zu unterstützen. Während alle Landtagsfraktionen diese Auffassung teilten, forderte Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) eine komplette Neuausrichtung der EU-Verkehrspolitik, um dem Prinzip "from road to sea" gerecht zu werden.

Austermann beklagte, dass viele Häfen seit der EU-Osterweiterung mit Problemen zu kämpfen hätten. Grund sei das billige Benzin in den neuen Mitgliedsstaaten, das den Straßentransport begünstige. Hier müsse die EU eingreifen, forderte der Minister. Denn: Schätzungen der Europäischen Kommission zufolge ist bis 2013 eine Zunahme des umweltbelastenden Straßen-Güterverkehrs um 60 Prozent zu erwarten.

Mit Marco Polo II will die EU den Verkehr verringern beziehungsweise auf umweltfreundliche Verkehrsträger umleiten. Ziel der Initiative sind internationale Kooperationen, etwa von Hafen-Unternehmen. Im EU-Haushalt für den Zeitraum 2007 bis 2013 sind rund 400 Millionen Euro für diesen Zweck vorgesehen. Die Abgeordneten bedauerten, dass dieser Betrag nicht höher ausgefallen ist und betonten, Schleswig-Holstein als Transitland sei für dieses Projekt prädestiniert.

Der Europa- und der Wirtschaftsausschuss werden das Thema weiter beraten.

Hauptredner: Detlef Matthiessen (Grüne), Karsten Jasper (CDU), Hans Müller (SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW)

Druckversion

zurück zum Textanfang

Hintergrund:  Das am 1. Januar 2007 startende europäische Förderprogramm "Marco Polo II" soll von der schleswig-holsteinischen Landesregierung verkehrs- und wirtschaftpolitisch für Umsteuerungen genutzt werden – das fordern die Grünen in einem Antrag.
  Ziel des EU-Förderprogramms ist es, den Zuwachs des internationalen Straßengüterverkehrs auf alternative Verkehrsträger zu verlagern und wenn möglich zu verringern. Aufgrund stetig steigender Verkehrsströme in Europa stellt die Verlagerung des Straßenverkehrs auf umweltfreundlichere Verkehrsträger wie Bahn und Schiff europaweit ein zentrales verkehrspolitisches Anliegen dar. Nach Angaben des Europäischen Parlaments wird der Straßengüterverkehr ohne entschiedene Gegenmaßnahmen in Europa bis 2013 um circa 60 Prozent zunehmen. Die möglichen Folgen: zusätzliche Kosten für die Straßeninfrastruktur, Verkehrsunfälle, Staus und Umweltschäden.
  Das Programm "Marco Polo II" versucht hier gegenzusteuern, die Überlastung im Straßenverkehr zu verringern sowie die Umweltfreundlichkeit des Güterverkehrs zu steigern. "Marco Polo" richtet sich an Unternehmen, die gewillt sind, Verkehr von der Straße auf die Bahn oder das Schiff zu verlagern. Förderschwerpunkte des neuen Programms sind Verkehrsvermeidung und die Schaffung von Meeresautobahnen. Hier sehen die Grünen Ansatzpunkte für Logistik-, Transport- und Hafenunternehmen aus Schleswig-Holstein.
  Für "Marco Polo II" werden 400 Millionen Euro für den Zeitraum 2007 bis 2013 zur Verfügung stehen. Für das Vorgängerprogramm "Marco Polo I" betrug der Finanzrahmen 115 Millionen Euro in den Jahren 2000 bis 2006.

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Frisch vereidigt – Detlef Matthiessen rückt nach

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Medien-Staatsvertrag
Landes-Beamtengesetz
Offener Kanal
(ohne Aussprache)
Aktuelle Stunde:
Kommunale Finanzen
Wahlen:
V-Schutz-Kommission
(ohne Aussprache)
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
Anträge:
Sportcenter Kappeln
Sportboothäfen
Berichte:
Bürokratiekosten
Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)
Rundfunk-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

1. Lesung:
Kfz-Zulassung
Aktuelle Stunde:
Kommunale Finanzen
Große Anfrage:
Steuerverwaltung
Antrag:
HSH Nordbank
Berichte:
Bürokratiekosten
Geringverdiener
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
Pflege-Portal
Hartz IV
Essstörungen
Lebensmittelkontrollen
Ein-Euro-Jobs
(ohne Aussprache)
Berichte:
Familienpolitik
Kinderbetreuung
Barrierefreies Fernsehen
Integrierte Versorgung
Gesundheitskarte
Bericht d. Bürgerbeauftragten
Beteiligung Jugendliche
(ohne Aussprache)
AIDS-Prävention
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesungen:
Stiftung Weltwirtschaft
(ohne Aussprache)
Stift. Wirtschaftswissensch.
(ohne Aussprache)
2. Lesung:
BID- / PACT-Gesetz
Anträge:
Zukunftsprogramm Wirtschaft
Fluglärm Airport Hamburg
Flughafen Jagel
EU-Programm Marco Polo II
Unternehmen/Limited
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Anträge:
Elbvertiefung
Energieträger Kohle
(ohne Aussprache)
Wasserqualität Elbe
(ohne Aussprache)
Berichte:
Geflügel / Stallpflicht
Agrarstruktur / Küstenschutz
Raumordnung Küste u. Meer
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut
Anträge:
Ausbildung f. Schulabgänger
Fach Wirtschaft u. Politik
Föderalismusreform / Bildung
Sportcenter Kappeln
Studienplätze
(ohne Aussprache)
Bericht:
Lehrerausbildung
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Parla.-Forum Südl. Ostsee
EU-Programm Marco Polo II
Bericht:
EU-Programm Ländl. Räume