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Auf dieser Seite: Flughafen Jagel 

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Potenzial des Jagel Airport
Antrag der Fraktion der FDP
Drucksache: 16/867
-Plenarprotokoll-

Wird Jagel zum Überflieger?

Minister zweifelt Potenzialanalyse für Flughafen an /
 FDP sieht Wachstumsimpulse für Landesteil Schleswig

Kiel (SHL/29.06.) Mit Skepsis hat Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) auf eine aktuelle Potenzialanalyse für die zivile Mitnutzung des Militärflughafens Jagel reagiert. Die Befragung des Instituts für Medienmanagement der Universität Flensburg sei "nicht aussagekräftig genug", erklärte Austermann in einem von den Liberalen beantragten, mündlichen Bericht und erinnerte an die Debatte um den Ausbau des Flughafens Kiel-Holtenau. Auch dort hätten Gutachten zunächst die Wirtschaftlichkeit des Standortes prognostiziert. Gleichwohl – so Austermann – sei die große Koalition bereit, bei Vorlage "vernünftiger Rahmendaten", das Projekt politisch zu unterstützen. Eine finanzielle Beteiligung des Landes schloss Austermann aus.

In dieselbe Richtung argumentierten die Redner von SPD, Grüne und SSW: Für einen Ausbau des Airport Jagel bräuchte es verlässliche Gutachten und private Investoren. Zudem unterstrichen sie, dass Jagel einen harten Konkurrenzkampf mit Billund (Dänemark), Lübeck und Hamburg auszutragen habe. Die Liberalen und Christdemokraten betonten hingegen die Chancen: Ein solches Projekt könne durch die geplante Kooperation zwischen Bundeswehr, Nato und Airgate SH ein Paradebeispiel für eine private und öffentliche Partnerschaft darstellen und berge erhebliche Wachstumschancen für den Norden des Landes.

Die Potenzial-Analyse des Instituts Medienmanagement an der Universität Flensburg geht von jährlich mindestens 420.000 Passagieren für Urlaubscharter- und Geschäftsflüge aus. Der Flugplatz ist derzeit Stützpunkt des Aufklärungsgeschwaders 51 der Luftwaffe. Die Zahl der dort stationierten rund 50 Tornados soll in den nächsten beiden Jahren reduziert werden. Zwei Staffeln unbemannter Aufklärungsdrohnen sollen von 2008 an hinzukommen. Eine zivile Mitnutzung ist bereits seit 2003 geplant.

Das Konzept für die zivile Nutzung von Teilen des Militärflugplatzes, die bereits seit dem Jahr 2003 im Gespräch ist, haben die Betreiber in der Vorwoche der Öffentlichkeit vorgestellt. Demnach soll der geplante "Airport Jagel" genügend Passagiere anziehen, um erfolgreich zu sein. Auch die Finanzierung in Höhe von 51 Millionen Euro sei gesichert. Hierzu lägen Absichtserklärungen zweier Investoren vor, teilte die Jagel Airport GmbH & Co. KG mit. Die Eröffnung des Terminals sei Mitte 2008 vorgesehen.

Stimmen aus dem Plenum:

Heiner Garg (FDP): In Holtenau wurde nie das Potenzial für Charterverkehr abgefragt. Deshalb ist ein Vergleich zwischen Jagel und Holtenau nicht angebracht.

Johannes Callsen (CDU): Eine Investition in den Airport Jagel wäre mit erheblichen Chancen für den Landesteil Schleswig verbunden. Potentielle Investoren verdienen deshalb die Unterstützung durch die Politik.

Holger Astrup (SPD): Wer bereit und finanziell in der Lage ist, 50 Millionen Euro zu investieren und mögliche Schulden selbst zu tragen, ist in Jagel herzlich willkommen.

Detlef Matthiessen (Grüne): Wenn sich der Ausbau Holtenaus in der K.E.R.N.-Region nicht lohnt, wie soll dann Jagel funktionieren? Außer Ryan Air bevorzugen alle Billiganbieter große Flughäfen.

Lars Harms (SSW): Die Potenzialanalyse war schon in Holtenau falsch, warum sollte es in Jagel anders sein. Die Kunden orientieren sich in Richtung Billund und Hamburg. Wo sollen all die Fluggäste herkommen?

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Hintergrund:  Die FDP fordert die Landesregierung auf, ihre Meinung zum Nutzungskonzept für den Militär-Flughafen Jagel im Kreis Schleswig-Flensburg darzulegen. Das Konzept für die zivile Nutzung von Teilen des Militärflugplatzes bei Schleswig haben die Betreiber in der Vorwoche der Öffentlichkeit vorgestellt. Demnach soll der geplante "Airport Jagel" genügend Passagiere anziehen, um erfolgreich zu sein, Auch sei die Finanzierung in Höhe von 51 Millionen Euro gesichert. Hierzu lägen Absichtserklärungen von zwei Investoren vor, teilte die Jagel Airport GmbH & Co. KG mit. Die Eröffnung des Terminals sei Mitte 2008 vorgesehen.
  Eine zusätzlich vorgelegte aktuelle Potenzial-Analyse geht von jährlich mindestens 420.000 Passagieren für Urlaubscharter- und Geschäftsflüge aus. Es bestehe auch kein Zweifel daran, dass die von den Betreibern für die bauliche Planung zu Grunde gelegte Passagierzahl von jährlich 800.000 langfristig realistisch sein werde.
  Nach Betreiberangaben werden nun die Schritte für das Lärmschutzgutachten und die Genehmigungsverfahren eingeleitet. Mit der Unterzeichnung des endgültigen Mitbenutzungsvertrages mit der Bundeswehr sei im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Der Flugplatz ist Stützpunkt des Aufklärungsgeschwaders 51 der Luftwaffe. Die Zahl der dort stationierten rund 50 Tornados wird in den nächsten beiden Jahren reduziert. Zwei Staffeln unbemannter Aufklärungsdrohnen sollen von 2008 an hinzukommen. Eine zivile Mitnutzung ist bereits seit 2003 geplant.

mehr Informationen: plenum-online, September 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/september2004/texte/13_luftverkehr.htm)

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Themen-Übersicht

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Frisch vereidigt – Detlef Matthiessen rückt nach

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V e r k e h r  /  T e c h n i k

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Stift. Wirtschaftswissensch.
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Unternehmen/Limited
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E n e r g i e  / F o r s t e n

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Energieträger Kohle
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Wasserqualität Elbe
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Raumordnung Küste u. Meer
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 E u r o p a  / O s t s e e –
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Parla.-Forum Südl. Ostsee
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