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Auf dieser Seite: Familienpolitik 

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Top 42:
Familienpolitik hat in Schleswig-Holstein hohe Priorität
Familienverträglichkeitsprüfung in Schleswig-Holstein
Landtagsbeschluss vom 25. Januar 2006 – Drs. 16/541
Landtagsbeschluss vom 26. Januar 2006 – Drs. 16/515 Nr. 1
Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren
Drucksache: 16/771
-Plenarprotokoll-

Landtag will Klima für
Familien verbessern

Niedrige Geburtenraten bereiten Kopfzerbrechen

Kiel (SHL/29.06.) Parteiübergreifend hat sich der Landtag dafür ausgesprochen, das Klima für Familien und Kinder zu verbessern. Die geplanten Maßnahmen: Die Kinderbetreuung und die Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein sollen weiterhin ausgebaut werden. Zudem ist vorgesehen, durch so genannte Familienfreundlichkeitsprüfungen vermehrt auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern einzugehen. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland EU-weit die niedrigsten Geburtenraten  aufweist, sprach sich Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) in einem von Schwarz-Rot und den Liberalen initiierten Bericht auch dafür aus, das Elterngeld gezielt  für die Betreuung der Kinder im Alter bis drei Jahren zu verwenden.

Für die Sozialministerin liegt der abnehmende Wunsch, Kinder zu bekommen, mit den Schwierigkeiten, Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. Dem Regierungsbericht zufolge bleibt jede dritte Frau in Deutschland kinderlos, wobei dieser Anteil mit der Qualität der Berufsausbildung zunimmt.

Der Liberale Heiner Garg hob hervor, dass die "große Zahl von Geldleistungen für die Familien offensichtlich nicht ausreichen". Generell dürften Kinder nicht mehr nur als "Kostenfaktor" angesehen werden. Die CDU-Abgeordnete Frauke Tengler forderte in der Aussprache ein besseres Klima für Kinder in Deutschland: "Die Politik kann keine Kinder kriegen", so dass der Wertewandel der Gesellschaft umgedreht werden müsse und "durch wirkliche Werte wie Kinder ersetzt werden soll". Ihre Koalitionskollegin von der SPD, Ulrike Rodust, betonte, dass "Familie überall dort ist, wo Generationen Verantwortung füreinander übernehmen". Sie sprach sich daher dafür aus, Mehrgenerationenhäuser einzurichten, wo dies möglich sei.

Grüne: Familienverträglichkeitsprüfung eine "Farce"

Monika Heinold (Grüne) lobte die kritische Position der Landesregierung gegenüber des Elterngeldes. Zudem erklärte sie, dass "das Ehegattensplitting als Instrument der Familienförderung falsch ist" und stattdessen die frei werdenden 20 Milliarden Euro für eine Verbesserung der Kinderbetreuung verwendet werden müssten. Schlechte Noten gab die Grünen-Politikerin der Familienverträglichkeitsprüfung der Landesregierung, die sie als "Farce" bezeichnete, da sie "mehr Bürokratie ohne messbares Ergebnis und ohne Konsequenz in der Sache" bedeute. Hintergrund: Ministerin hat auf initiative der FDP angekündigt, dass jedes Ministerium seine Vorlagen im Vorhinein darauf abklopfen soll, ob sie die Lebensbedingungen von Familien verbessern oder nicht.

Den Aspekt, dass mehr Männer als Frauen sich gegen Kinder entscheiden, nutzte der SSW-Abgeordnete Lars Harms zu einem Appell: "Männer müssen bei der Debatte um Familie und Kinder stärker eingebunden werden."

Der Bericht wurde zur abschließenden Beratung  – unter Mitberatung des Wirtschafts- und Bildungsausschusses – an den Sozialausschuss überwiesen.

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Hintergrund:  Auf der Basis zweier Anträge der FDP sowie der schwarz-roten Koalition berichtet die Landesregierung über die Schwerpunkte ihrer Familienpolitik.
  Ein entscheidendes Kriterium für die Landesregierung ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Bericht betont, dass jede dritte Frau in Deutschland kinderlos bleibt, und dass dieser Anteil mit der Qualität der Berufsausbildung ansteigt. Deswegen, so das Sozialministerium, sei ein Ausbau der Kinderbetreuung und der Ganztagsschulen wichtig. Derzeit gibt es im Lande 93.600 Kita-Plätze in 1.635 Einrichtungen. Damit hat sich die Zahl der Kindergartenplätze gegenüber 1988 mehr als verdoppelt. 293 Schulen sind als Ganztagsschulen anerkannt. 2002 waren es lediglich 22.
  Zudem weist der Bericht darauf hin, dass "Familienpolitik Querschnittspolitik ist". Vor diesem Hintergrund strebt die Regierung einen Dialog aller Beteiligten – Kinder, Eltern, Arbeitgeber, Kommunen und Verbände – an. Aktivitäten auf diesem Gebiet sind zum Beispiel der Kinder- und Jugendaktionsplan, dessen Ergebnisse am 31. August der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen, und die Servicestelle "lokale Bündnisse für Familie". Ein "Frühwarnsystem" zur Verhinderung von Gewalt gegen Kinder soll eingerichtet werden.
  "Mit sofortiger Wirkung" soll in der Regierung eine von den Liberalen angemahnte Familienverträglichkeitsprüfung eingeführt werden. Künftig soll jedes Ministerium seine Vorlagen im Vorhinein darauf abklopfen, ob sie die Lebensbedingungen von Familien verbessern oder nicht.

mehr Informationen: plenum-online, Januar 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/januar2006/
texte/20_30_familien_kinderundjugend.htm)

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Themen-Übersicht

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Frisch vereidigt – Detlef Matthiessen rückt nach

I n n e n  / R e c h t

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Sportboothäfen
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Bürokratiekosten
Petitionsausschuss
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Rundfunk-Staatsvertrag
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F i n a n z e nt

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Kfz-Zulassung
Aktuelle Stunde:
Kommunale Finanzen
Große Anfrage:
Steuerverwaltung
Antrag:
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Berichte:
Bürokratiekosten
Geringverdiener
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S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

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Hartz IV
Essstörungen
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Ein-Euro-Jobs
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Familienpolitik
Kinderbetreuung
Barrierefreies Fernsehen
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Gesundheitskarte
Bericht d. Bürgerbeauftragten
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AIDS-Prävention
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

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Stiftung Weltwirtschaft
(ohne Aussprache)
Stift. Wirtschaftswissensch.
(ohne Aussprache)
2. Lesung:
BID- / PACT-Gesetz
Anträge:
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Fluglärm Airport Hamburg
Flughafen Jagel
EU-Programm Marco Polo II
Unternehmen/Limited
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 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Anträge:
Elbvertiefung
Energieträger Kohle
(ohne Aussprache)
Wasserqualität Elbe
(ohne Aussprache)
Berichte:
Geflügel / Stallpflicht
Agrarstruktur / Küstenschutz
Raumordnung Küste u. Meer
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
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Ausbildung f. Schulabgänger
Fach Wirtschaft u. Politik
Föderalismusreform / Bildung
Sportcenter Kappeln
Studienplätze
(ohne Aussprache)
Bericht:
Lehrerausbildung
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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Parla.-Forum Südl. Ostsee
EU-Programm Marco Polo II
Bericht:
EU-Programm Ländl. Räume