plenum-online
wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei
Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" ,
"Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die
neueste Fassung zu erhalten.
Top 46: Zukunft der integrierten Versorgung in
Schleswig-Holstein Landtagsbeschluss vom 25. Januar 2006 – Drs. 16/516(neu)
Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit,
Familie, Jugend und Senioren
Neu: von der Tagesordnung abgesetzt
Hintergrund:Auf Antrag der FDP berichtet die
Landesregierung über die "Integrierte
Versorgung" in Schleswig-Holstein. Der Begriff
bezeichnet die Vernetzung zwischen den einzelnen
medizinischen Versorgungssektoren. Das bedeutet:
Niedergelassene Haus- oder Fachärzte bieten gemeinsam mit
stationären Einrichtungen eine medizinische Versorgung
"aus einer Hand" an. Sie kooperieren bei der
Behandlung ihrer Patienten und teilen sich ein gemeinsames
Budget.
Laut dem Bericht des Sozialmministeriums gab es zum
Stichtag 31. März 2006 im Lande 71 solche Kooperationen.
12.500 Versicherte wurden hier behandelt. Zudem wird in
drei Kreisen über ein zweijähriges Modellprojekt zur
Behandlung von jeweils 200 bis 350 ambulanten
geriatrischen Patienten verhandelt.
Die ehemalige rot-grüne Landesregierung hatte als
Anschubfinanzierung der Integrierten Versorgung 22,5
Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hiervon wurden bis
Ende März gut 19 Millionen in Anspruch genommen. Die
Landesregierung setzt sich dem Bericht zufolge für einen
Verlängerung dieser Anschubszahlungen bis Anfang 2008
ein.
Bisher waren im deutschen Gesundheitswesen
ambulante (Arztpraxis) und stationäre (Krankenhaus)
Versorgung vollständig voneinander getrennt. In der
Vergangenheit scheiterten die Verhandlungen zur
Integrierten Versorgung zwischen Kassen, Ärzten und
Krankenhäusern immer wieder an der Finanzierungsfrage. Da
es kein gesondertes Budget für solche Verträge gab, war
unklar, aus welchem Topf – Krankenhaus-Budget oder
Ärzte-Vergütung – wie viel Geld abgezweigt werden
sollte.
mehr Informationen:plenum-online,
September
2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/september2004/
texte/23_02_gesundheit_psychiatrie.htm)