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Top 48: Modellversuch
Flensburg als Testregion für die Einführung einer
Gesundheitskarte Landtagsbeschluss vom 23. Februar
2006 – Drucksache 16/586 Federführend ist
das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und
Senioren
neu: Von der Tagesordnung abgesetzt
Hintergrund:Auf Antrag der Koalitionsfraktionen
berichtet die Landesregierung über die Erfahrungen mit
dem Test der elektronischen "Gesundheitskarte
Schleswig-Holstein" in Flensburg.
Auf der Karte sind mittels eines Speicherchips
persönliche Angaben zur Krankenversicherung sowie
Notfalldaten wie Blutgruppe, Allergien, chronische
Erkrankungen, aber auch Angaben zu Impfungen oder
Implantaten gespeichert. Die Karte soll den
Verwaltungsaufwand im Gesundheitssektor verringern, etwa
durch das so genannte elektronische Rezept, und im Notfall
eine schnelle Information von Ärzten und Sanitätern
gewährleisten.
Der Versuch mit der Chipkarte wurde im September
2003 in der Fördestadt mit den ersten 100 Prototypen
gestartet. Der Norden des Landes ist eine von insgesamt
acht Test-Regionen im Bund. Mittlerweile verfügen mehr
als 1.200 Patienten im Raum Flensburg über die
Gesundheitskarte. Bis zur bundesweiten Einführung werden
wohl noch einige Jahre ins Land gehen – zurzeit fehlt es
noch an einer flächendeckenden Infrastruktur mit
spezieller Datenverarbeitung.
Die Landesregierung ist der Auffassung, dass der
Test das Profil Schleswig-Holsteins als Gesundheitsland
weiter fördern und einen technologischen Vorsprung zu
anderen Bundesländern schaffen wird. Das
Sozialministerium geht davon aus, dass die Akzeptanz der
Karte bei den Versicherten in Schleswig-Holstein höher
ist als in anderen Regionen, die noch nicht über
mehrjährige Praxiserfahrung mit dem Modellprojekt
verfügen.