plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Stallpflicht / Geflügel 

xxx

Top 50:
Auswirkung des Aufstallungsgebotes auf die Geflügelwirtschaft in Schleswig-Holstein
Landtagsbeschluss vom 2. Juni 2006 – Drucksache 16/785
Federführend ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Drucksache: 16/831
-Plenarprotokoll-

Ausschuss berät über Folgen
der Stallpflicht

Kiel (SHL/28.06.) Der Landtag hat einen Bericht der Landesregierung über die Auswirkung des Aufstallungsverbotes auf die schleswig-holsteinische Geflügelwirtschaft ohne Aussprache an den Umwelt- und Agrarausschuss überwiesen. Das Papier geht auf einen Antrag der Liberalen zurück. Der Stallzwang war im März zur Bekämpfung der Vogelgrippe ausgerufen worden, nachdem der Erreger H5N1 Ende Februar erstmals in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden war. Bis zum Stichtag 7. Juni wurden dem Bericht zufolge 4.151 Kadaver untersucht und bei insgesamt 32 Fällen der H5N1-Virus festgestellt. Für bestätigte H5N1-Fälle werden für eine Dauer von 30 Tagen Sperr- und Beobachtungsgebiete eingerichtet. 

Der Geflügelwirtschaftsverband Schleswig-Holstein beklagt Umsatzeinbußen von zwanzig Prozent für Fleisch seit Ausbruch der Tierseuche. Zudem kritisieren die Züchter, dass sie seit kurzem die Eier ihrer aufgestalten Freilandhühner nicht mehr als "Freilandeier", sondern nur noch als "Eier aus Bodenhaltung" verkaufen dürfen. Dies ergebe eine Einbuße von zwei Cent pro Ei. Die Landesregierung schätzt die Verluste der Hühnerbauern auf fünf bis sechs Euro pro Henne und Jahr.

Druckversion

zurück zum Textanfang

Hintergrund:  Auf Initiative der FDP berichtet die Landesregierung über die Auswirkungen der Aufstallungspflicht für die heimische Geflügelwirtschaft. Der Stallzwang war im März zur Bekämpfung der Vogelgrippe ausgerufen worden, nachdem der Erreger H5N1 Ende Februar erstmals in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden war. Bis zum Stichtag 7. Juni wurden dem Bericht zufolge 4.151 Kadaver untersucht und bei insgesamt 32 Fällen der H5N1-Virus festgestellt. Für bestätigte H5N1-Fälle werden für eine Dauer von 30 Tagen Sperr- und Beobachtungsgebiete eingerichtet.
  Am 9. Mai hat das Bundes-Landwirtschaftsministerium die Aufstallungsverordnung gelockert. Die Aufstallungspflicht gilt weiter, allerdings können die zuständigen Behörden unter bestimmten Bedingungen Ausnahmegenehmigungen erteilen. In so genannten Risikogebieten, das sind Bereiche an Küsten- sowie größeren Binnengewässern, sind jedoch weiterhin keine Ausnahmen möglich.
  Der Geflügelwirtschaftsverband Schleswig-Holstein beklagt Umsatzeinbußen von zwanzig Prozent für Fleisch seit Ausbruch der Tierseuche. Zudem kritisieren die Züchter, dass sie seit kurzem die Eier ihrer aufgestalten Freilandhühner nicht mehr als "Freilandeier", sondern nur noch als "Eier aus Bodenhaltung" verkaufen dürfen. Dies ergebe eine Einbuße von zwei Cent pro Ei. Die Landesregierung schätzt die Verluste der Hühnerbauern auf fünf bis sechs Euro pro Henne und Jahr.
  Etwa jede dritte Legehenne in Schleswig-Holsteins größeren Betrieben lebt inzwischen nach Angaben des Statistikamts Nord in Freiland- oder Bodenhaltung. Im Jahr 2000 war es nur jedes 14. Tier. Die Zahl solcher Firmen mit mehr als 3.000 Tieren sei im gleichen Zeitraum um fast ein Viertel auf 47 geschrumpft. Der Bestand an Legehennen und die Eierproduktion gingen zugleich um jeweils fast ein Drittel zurück. Dafür waren die 824.000 Hennen 2005 so legefreudig wie nie zuvor: Im Schnitt legten sie 289 Eier.
  Dramatischer stellt sich die Situation für Gänsezüchter dar. Hier seien "vereinzelt hohe bis sehr hohe Verluste entstanden". Dies werde, so der Regierungsbericht, dadurch verstärkt, dass im Konkurrenzland Polen weniger scharfe Vorgaben herrschten. Bei einem Fortbestand der Stallpflicht bestehe deshalb die Gefahr, dass "die hiesige Gänsehaltung zum Erliegen" kommt.

mehr Informationen: plenum-online, Februar 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/februar2006/
texte/00_regierungserklaerung_vogelgrippe.htm)

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Frisch vereidigt – Detlef Matthiessen rückt nach

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Medien-Staatsvertrag
Landes-Beamtengesetz
Offener Kanal
(ohne Aussprache)
Aktuelle Stunde:
Kommunale Finanzen
Wahlen:
V-Schutz-Kommission
(ohne Aussprache)
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
Anträge:
Sportcenter Kappeln
Sportboothäfen
Berichte:
Bürokratiekosten
Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)
Rundfunk-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

1. Lesung:
Kfz-Zulassung
Aktuelle Stunde:
Kommunale Finanzen
Große Anfrage:
Steuerverwaltung
Antrag:
HSH Nordbank
Berichte:
Bürokratiekosten
Geringverdiener
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
Pflege-Portal
Hartz IV
Essstörungen
Lebensmittelkontrollen
Ein-Euro-Jobs
(ohne Aussprache)
Berichte:
Familienpolitik
Kinderbetreuung
Barrierefreies Fernsehen
Integrierte Versorgung
Gesundheitskarte
Bericht d. Bürgerbeauftragten
Beteiligung Jugendliche
(ohne Aussprache)
AIDS-Prävention
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesungen:
Stiftung Weltwirtschaft
(ohne Aussprache)
Stift. Wirtschaftswissensch.
(ohne Aussprache)
2. Lesung:
BID- / PACT-Gesetz
Anträge:
Zukunftsprogramm Wirtschaft
Fluglärm Airport Hamburg
Flughafen Jagel
EU-Programm Marco Polo II
Unternehmen/Limited
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Anträge:
Elbvertiefung
Energieträger Kohle
(ohne Aussprache)
Wasserqualität Elbe
(ohne Aussprache)
Berichte:
Geflügel / Stallpflicht
Agrarstruktur / Küstenschutz
Raumordnung Küste u. Meer
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Leibniz-Institut
Anträge:
Ausbildung f. Schulabgänger
Fach Wirtschaft u. Politik
Föderalismusreform / Bildung
Sportcenter Kappeln
Studienplätze
(ohne Aussprache)
Bericht:
Lehrerausbildung
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Parla.-Forum Südl. Ostsee
EU-Programm Marco Polo II
Bericht:
EU-Programm Ländl. Räume