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Logistikkonzept für Schleswig-Holstein
Landtagsbeschluss vom 23. März 2007 – Drucksache 16/1256
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr – Drs. 16/1406

Landesregierung will Anschluss an internationale Verkehrsströme halten

Logistik-Konzept in der Diskussion

Kiel (SHL/07.06.). Mit einer Reihe von Bau-Projekten soll Schleswig-Holstein auch in Zukunft Anschluss an die internationalen Verkehrsströme halten und damit als Standort für Logistik-Unternehmen konkurrenzfähig bleiben. Dies hat Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU) in einem von den Liberalen beantragten Bericht deutlich gemacht. Die Verkehrsströme hätten sich "gewaltig entwickelt", konstatierte der Minister. Das Verkehrsaufkommen auf der Straße sei seit 1998 um 60 Prozent gestiegen, der Güterumschlag in den Häfen um 30 Prozent. Da von einer weiteren Zunahme auszugehen sei, müsse das Land einige Verkehrsprojekte logistisch vorantreiben, so Austermann. Als Schwerpunkte nannte er unter anderem den Bau der A 20 mit der Elbquerung bei Glückstadt, den sechsspurigen Ausbau der A 7 vom Bordesholmer Dreieck bis Hamburg, die feste Fehmarnbelt-Querung sowie den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals.

CDU, SPD und FDP lobten die Logistik-Pläne der Landesregierung als Schritt in die richtige Richtung. Die Grünen signalisierten ihre Unterstützung für den geplanten Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals, monierten aber, dass das Logistik-Konzept der Landesregierung den Gütertransport auf der Schiene vernachlässige. Der SSW forderte hingegen vor allem den sechsspurigen Ausbau der A 7 bis zur dänischen Grenze.

In Schleswig-Holstein sind im letzten Berichtsjahr 2004 Gütertransporte im Wert von 252,5 Millionen Tonnen abgewickelt worden (1998: 148,9 Millionen Tonnen). Zu dieser Steigerung hat insbesondere der Nord-Ostsee-Kanal mit einem Aufschwung von 37,3 auf 80,6 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum beigetragen. Die Logistik-Schwerpunkte des Landes liegen einer Studie des Instituts für Seeverkehrswirtschaft Lübeck und der Logistic Baltic Consult zufolge entlang des Kanals, in Kiel und Lübeck sowie im Hamburger Rand. Demgegenüber sind Angebot und Nachfrage in diesem Bereich in Plön, Lauenburg, Ostholstein, Neumünster und Nordfriesland nur schwach ausgebildet. 

Der Bericht wurde zur Beratung an den Wirtschaftsausschuss überwiesen.

Hauptredner: Heiner Garg (FDP), Hans-Jörn Arp (CDU), Thomas Rother (SPD), Detlef Matthiessen (Grüne), Lars Harms (SSW)


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