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Landesregierung will Anschluss
an internationale Verkehrsströme halten
Logistik-Konzept in
der Diskussion
Kiel (SHL/07.06.).
Mit einer Reihe von Bau-Projekten soll Schleswig-Holstein auch in
Zukunft Anschluss an die internationalen Verkehrsströme halten
und damit als Standort für Logistik-Unternehmen konkurrenzfähig
bleiben. Dies hat Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU) in
einem von den Liberalen beantragten Bericht deutlich gemacht. Die
Verkehrsströme hätten sich "gewaltig entwickelt",
konstatierte der Minister. Das Verkehrsaufkommen auf der Straße
sei seit 1998 um 60 Prozent gestiegen, der Güterumschlag in den
Häfen um 30 Prozent. Da von einer weiteren Zunahme auszugehen
sei, müsse das Land einige Verkehrsprojekte logistisch
vorantreiben, so Austermann. Als Schwerpunkte nannte er unter
anderem den Bau der A 20 mit der Elbquerung bei Glückstadt, den
sechsspurigen Ausbau der A 7 vom Bordesholmer Dreieck bis Hamburg,
die feste Fehmarnbelt-Querung sowie den Ausbau des
Nord-Ostsee-Kanals.
CDU, SPD und FDP lobten die Logistik-Pläne
der Landesregierung als Schritt in die richtige Richtung. Die
Grünen signalisierten ihre Unterstützung für den geplanten
Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals, monierten aber, dass das
Logistik-Konzept der Landesregierung den Gütertransport auf der
Schiene vernachlässige. Der SSW forderte hingegen vor allem den
sechsspurigen Ausbau der A 7 bis zur dänischen Grenze.
In Schleswig-Holstein sind im letzten Berichtsjahr
2004 Gütertransporte im Wert von 252,5 Millionen Tonnen
abgewickelt worden (1998: 148,9 Millionen Tonnen). Zu dieser
Steigerung hat insbesondere der Nord-Ostsee-Kanal mit einem
Aufschwung von 37,3 auf 80,6 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum
beigetragen. Die Logistik-Schwerpunkte des Landes liegen einer
Studie des Instituts für Seeverkehrswirtschaft Lübeck und der
Logistic Baltic Consult zufolge entlang des Kanals, in Kiel und
Lübeck sowie im Hamburger Rand. Demgegenüber sind Angebot und
Nachfrage in diesem Bereich in Plön, Lauenburg, Ostholstein,
Neumünster und Nordfriesland nur schwach ausgebildet.
Der Bericht wurde zur Beratung an den
Wirtschaftsausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Heiner Garg (FDP), Hans-Jörn Arp (CDU), Thomas
Rother (SPD), Detlef Matthiessen (Grüne), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
Auf Antrag der FDP legt die
Landesregierung ihre Schwerpunkte im Bereich der
Verkehrs-/Infrastruktur-Logistik im Lande dar.
Im "Logistik-Konzept" verweist das
Verkehrsministerium darauf, dass die Organisation und der
Transport von Waren vom Hersteller zum Geschäftspartner
oder zum Kunden "eine der führenden
Wachstumsbranchen in Deutschland" ist. So wird
erwartet, dass sich der Container-Umschlag im Hamburger
Hafen bis 2015 auf 18 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppeln
wird. Für den Güterverkehr im Ostseeraum prognostiziert
der Bericht eine Steigerung um 55 Prozent bis 2015
verglichen mit dem Basisjahr 1998.
In Schleswig-Holstein sind im letzten
Berichtsjahr 2004 Gütertransporte im Wert von 252,5
Millionen Tonnen abgewickelt worden (1998: 148,9 Millionen
Tonnen). Zu dieser Steigerung hat insbesondere der
Nord-Ostsee-Kanal mit einem Aufschwung von 37,3 auf 80,6
Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum beigetragen.
Um Schleswig-Holstein auch künftig als
Verkehrsdrehscheibe konkurrenzfähig zu halten, strebt die
Landesregierung eine Reihe von „Schlüsselprojekten"
im Bereich der Infrastruktur an. Dazu gehören der Bau der
Autobahn 20 mit einer Elbquerung bei Glückstadt, der
sechsspurige Ausbau der A7 vom Bordesholmer Dreieck bis
Hamburg, der Ausbau der A 21 und der A 23, die feste
Fehmarnbelt-Querung sowie die Elektrifizierung der
Bahnstrecke Lübeck-Hamburg. Zudem soll der Lübecker
Hafen weiter ausgebaut werden, um der wachsenden
Konkurrenz aus Mecklenburg-Vorpommern und Polen
widerstehen zu können. Bis 2014 soll zudem der Engpass am
Nord-Ostsee-Kanal zwischen Königsförde und Kiel-Holtenau
beseitigt und eine Express-Schleuse in Brunsbüttel
eingerichtet werden.
Für die Unterstützung dieser Projekte steht
laut dem Papier "eine Vielzahl von
Fördermöglichkeiten" zur Verfügung. Dazu gehören
Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung EFRE (374 Millionen Euro von 2007 bis 2013)
sowie aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der
regionalen Wirtschaftsstruktur" (je 173 Millionen vom
Bund und vom Land).
Die Logistik-Schwerpunkte des Landes liegen
einer Studie des Instituts für Seeverkehrswirtschaft
Lübeck und der Logistic Baltic Consult zufolge entlang
des Kanals, in Kiel und Lübeck sowie im Hamburger Rand.
Demgegenüber sind Angebot und Nachfrage in diesem Bereich
in Plön, Lauenburg, Ostholstein, Neumünster und
Nordfriesland nur schwach ausgebildet.
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