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Auf dieser
Seite: Bündnisse
für Familien
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Top 21:
Lokale Bündnisse für Familien in Schleswig-Holstein
Landtagsbeschluss vom 23. März 2007 – Drucksache
16/1295
Federführend
ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie,
Jugend und Senioren |
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Immer mehr lokale
Bündnisse im Land
Plenum würdigt
ehrenamtliche Arbeit
Kiel (SHL/06.06.)
Einigkeit im Landtag: Redner aller Parteien haben den Einsatz
von Bürgern, Behörden und Vereinen in lokalen Bündnissen für
Familien in Schleswig-Holstein begrüßt. 15 dieser Einrichtungen existieren
bereits in den Kreisen und Städten zwischen Nord- und Ostsee. Im
Herbst soll ein weiteres Bündnis im Kreis Segeberg entstehen,
erklärte Familienministerin Gitta Trauernicht (SPD) bei Vorlage
eines von CDU und SPD beantragten Berichts. Die in den Bündnissen
meist ehrenamtlich arbeitenden Menschen beraten auf kommunaler Ebene
Familien und helfen auf unterschiedliche Weise, ein
familienfreundliches Lebensumfeld zu schaffen.
Trauernicht hob im Plenum die Schlagkraft und das
Durchsetzungsvermögen der 2003 von der Bundesregierung initiierten
Bündnisse. "Zunehmend engagieren sich mehr Menschen für
Familien. Das macht sich vor allem bemerkbar, wenn es um die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht", sagte Trauernicht.
Sie wies auf die im vergangenen Jahr eingerichtete Beratungsstelle
für Familien-Bündnisse in ihrem Ministerium hin. Dessen Aufgabe
sei es, Neugründungen zu unterstützen, zu werben und
Förderungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Anders als die Ministerin sorgte sich der
SSW-Abgeordnete Lars Harms um immer weniger engagierte Bürger,
denen immer mehr aufgebürdet würde. So müsse beispielsweise die
soziale Arbeit ausreichend personell und finanziell unterstützt
werden, damit das Interesse am Ehrenamt nicht einschlafe, mahnte er
und forderte von der Landesregierung einen Finanzierungsplan für
die Bündnisse.
Frauke Tengler (CDU) verlangte eine engere
Vernetzung der Projekte mit der Jugendhilfe, und Ulrike Rodust (SPD)
riet eine noch stärkere Begleitung durch die Gleichstellungsbeauftragten
an. Das Bündnis in Lübeck lag Heiner Garg am Herzen. Der
Sozialpolitiker der FDP appellierte an die Landesregierung, sich um
den Fortbestand zu bemühen. Die Grünen sahen sich in ihrer
Forderung nach Familienzentren bestätigt. Vor diesem Hintergrund
sprach sich Monika Heinold für mehr niedrigschwellige Hilfen für
Familien aus.
Zur weiteren Beratung wurde das Thema an den
Sozialausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Auf Initiative von CDU und SPD berichtet die
Landesregierung über die lokalen Bündnisse für Familien
in Schleswig-Holstein. Die Bündnisse wollen auf
kommunaler Ebene Beratungs- und Hilfsangebote bündeln und
die Verwaltungsabläufe sowie die Stadtentwicklung nach
dem Aspekt der Familien- und Kinderfreundlichkeit
gestalten. Zu den Zielen dieser Zusammenschlüsse von
Behörden, Verbänden und Vereinen gehören die Förderung
der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, eine
qualifizierte Kinderbetreuung und ein familienfreundliches
Wohnumfeld. In Schleswig-Holstein gibt es zurzeit 14
solcher Bündnisse, bundesweit sind es etwa 270.
Einige
Beispiele:
- Das Projekt
"Chefsache Familie" in Nordfriesland und
Dithmarschen hat sich der Familienfreundlichkeit in
Betrieben gewidmet. Sie berät zum Beispiel kleine und
mittlere Unternehmen bei der Gestaltung einer
familienfreundlichen Personalpolitik.
- Das Bündnis im Kreis
Schleswig-Flensburg erstellt einen
"Familienkompass", der Informationen und
Adressen für Familien mit Kindern beinhaltet.
- In Elmshorn wird das
Bündnis von so genannten "Kümmerinnen" und
"Kümmerern" getragen, die in kleinen
Schritten konkrete Verbesserungen erreichen wollen, etwa
familienfreundliche Parkplätze in der Innenstadt oder
bessere Radwege für Familien.
- Das Bündnis
"Schwarzenbek Aktiv" bietet regelmäßige
Schuldnerberatung und Pflegeberatung an.
Das Sozialministerium hat, in Ergänzung zum Bundesbüro in
Berlin, im vergangenen Jahr in Kiel eine Beratungsstelle
für die Bündnisse eingerichtet. Das Ministerium beurteilt
die Arbeit der Bündnisse sehr positiv und unterstreicht die
Bedeutung der Kommunen bei der Schaffung eines
familienfreundlichen Lebensumfelds.
mehr Informationen: plenum-online,
November
2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/november2006/texte/18_familienpolitik.htm)
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