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Auf dieser Seite: Wirtschaftsbericht 2007 

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Wirtschaftsbericht 2007
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
Drucksache: 16/1411
-Plenarprotokoll-

Schleswig-Holsteins
Wirtschaft wächst

Wirtschaftsminister will Nachhaltigkeit des
Aufschwungs mit Wissenstransfer erreichen

Kiel (SHL/07.06.). Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) sieht die heimische Wirtschaft auf gutem Kurs. Dies zeige insbesondere die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: "Im letzten Jahr hat das Land an jedem Tag 54 neue Arbeitsplätze gewonnen; in den letzen beiden Jahren ist die Arbeitslosigkeit um ein Viertel zurückgegangen", konstatierte Austermann in der Aussprache zum aktuellen Wirtschaftsbericht der Landesregierung. Auch in anderen Bereichen zeige sich die Dynamik der schleswig-holsteinischen Wirtschaft: So habe die "Exportquote des Landes eine beeindruckende Entwicklung genommen" und mittlerweile fast die „gesamtdeutsche Quote erreicht". Zukünftig werde das Land verstärkt auf die Bereiche Forschung und Wissenstransfer setzen, kündigte der Minister an.

In der vor allem um lokale Themen emotionell geführten Debatte begrüßten die Vertreter der Großen Koalition unisono die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: Johannes Callsen (CDU) freute sich über "20.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze" und Bernd Schröder (SPD) hob hervor, dass die "Arbeitslosenquote um 12,8 Prozent und damit weit mehr als die Bayerns" gesunken sei.

Erwartet kritisch zeigte sich dagegen die Opposition: So warnte Heiner Garg (FDP) davor, sich von der aktuellen Entwicklung "die Blicke vernebeln zu lassen". Schleswig-Holsteins Wirtschaft sei zwar im letzten Jahr um 1,9 Prozent gewachsen, liege damit aber bundesweit auf dem "vorletzten Platz". Detlef Matthiessen (Grüne) mahnte im Bereich der Energiewirtschaft mehr "in Köpfe" zu investieren. Lars Harms (SSW) hinterfragte die Zahlen des Arbeitsmarktes: Die Zahlen würden "nichts über die Art der Beschäftigungsverhältnisse aussagen". Zudem sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Raum Flensburg vor allem "der dänischen Wirtschaft geschuldet".

Laut dem Wirtschaftsbericht 2007 der Landesregierung ist Schleswig-Holsteins Wirtschaft zwischen 2002 und 2006 um 4,6 Prozent gewachsen. Damit liegt das Land im Wachstumsranking etwa im Bundesdurchschnitt (4,8 Prozent) und rangiert an neunter Stelle der deutschen Länder. Insbesondere im Jahr 2006 hat das Land zwischen den Meeren in einigen Branchen erfolgreiche Zahlen vorzuweisen. So liegt die Umsatzentwicklung im Ernährungsgewerbe, in der Chemie, im Schiffbau und im Tourismus zum Teil deutlich über dem Bundestrend. Auf dem Arbeitsmarkt hat der Norden letztes Jahr sogar Spitzenplätze erobert: Sowohl bei der Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse (plus 1,0 Prozent) als auch beim Rückgang der Arbeitslosigkeit (minus 12,8 Prozent) liegt Schleswig-Holstein auf Platz 1 des Länder-Rankings.

Der Bericht wurde an den Wirtschaftsausschuss überwiesen.

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Hintergrund:
   Im Wirtschaftsbericht 2007 entwirft die Landesregierung ein positives Bild: Schleswig-Holstein habe sich im vergangenen Jahr in vielen Bereichen gut entwickelt.
   So verweist der über 80 Seiten starke Bericht darauf, dass Schleswig-Holsteins Wirtschaft zwischen 2002 und 2006 um 4,6 Prozent gewachsen ist. Damit liegt das Land etwa im Bundesdurchschnitt (4,8 Prozent) und rangiert an neunter Stelle der deutschen Länder.
   Insbesondere im Jahr 2006 hat das Land zwischen den Meeren in einigen Branchen erfolgreiche Zahlen vorzuweisen. So liegt die Umsatzentwicklung im Ernährungsgewerbe, in der Chemie, im Schiffbau und im Tourismus zum Teil deutlich über dem Bundestrend. Auf dem Arbeitsmarkt hat der Norden letztes Jahr sogar Spitzenplätze erobert: Sowohl bei der Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse (plus 1,0 Prozent) als auch beim Rückgang der Arbeitslosigkeit (minus 12,8 Prozent) liegt Schleswig-Holstein auf Platz 1 des Länder-Rankings. Bei den Unternehmensgründungen belegt das Land den zweiten Platz hinter Bayern mit 5,6 Neu-Firmen je 10.000 Einwohner. Zudem ist Schleswig-Holstein laut dem Papier aus dem Wirtschaftsministerium "nach wie vor Ausbildungsland Nr.1". 2006 wurden 6,9 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen, der Spitzenwert unter den westdeutschen Ländern.
   Bei der Export-Quote lag Schleswig-Holstein im Vorjahr mit 40,7 Prozent hinter dem Bundesschnitt (41,9 Prozent). Gegenüber dem Vergleichsjahr 2000 (31,7 Prozent Exportquote, 4,6 Punkte unter dem deutschen Durchschnitt) ist der Abstand aber deutlich kleiner geworden.
   Die Regierung will den positiven Trend durch Investitionen in die Wissens- und Verkehrsinfrastruktur unterstützen. Zu den Branchen, die vom Land gefördert werden, zählen die Maritime Wirtschaft, die Medizintechnik, der Energiesektor und die Informationstechnologie. Zentrale Verkehrsvorhaben sind zum Beispiel der Ausbau der Autobahnen 7, 20, 21 und 23, der Ausbau des Schienennetzes, etwa zwischen Travemünde und Hamburg, die Modernisierung der Häfen Lübeck und Kiel sowie des Nord-Ostsee-Kanals und die feste Fehmarnbelt-Querung.

mehr Infos: (Wirtschaftsbericht 2006), plenum-online, Juni 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/mai2-2006/texte/34_wirtschaftsbericht.htm)

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