|
plenum-online
wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei
Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" ,
"Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die
neueste Fassung zu erhalten.
|
|
Auf dieser
Seite: Wirtschaftsbericht
2007
|
xxx
|
Top 24:
Wirtschaftsbericht
2007
Federführend
ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und
Verkehr |
|
|
Schleswig-Holsteins
Wirtschaft wächst
Wirtschaftsminister
will Nachhaltigkeit des
Aufschwungs mit Wissenstransfer erreichen
Kiel
(SHL/07.06.). Schleswig-Holsteins
Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU)
sieht die heimische Wirtschaft auf gutem Kurs. Dies zeige
insbesondere die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: "Im letzten
Jahr hat das Land an jedem Tag 54 neue Arbeitsplätze gewonnen; in
den letzen beiden Jahren ist die Arbeitslosigkeit um ein Viertel
zurückgegangen", konstatierte Austermann in der Aussprache zum
aktuellen Wirtschaftsbericht der Landesregierung. Auch in anderen
Bereichen zeige sich die Dynamik der schleswig-holsteinischen
Wirtschaft: So habe die "Exportquote des Landes eine
beeindruckende Entwicklung genommen" und mittlerweile fast die
„gesamtdeutsche Quote erreicht". Zukünftig werde das Land
verstärkt auf die Bereiche Forschung und Wissenstransfer setzen,
kündigte der Minister an.
In der vor allem um lokale Themen emotionell geführten
Debatte begrüßten die Vertreter der Großen Koalition unisono die
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: Johannes Callsen (CDU) freute sich über
"20.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze" und Bernd
Schröder (SPD) hob hervor, dass die "Arbeitslosenquote um 12,8 Prozent
und damit weit mehr als die Bayerns" gesunken sei.
Erwartet kritisch zeigte sich dagegen die Opposition: So
warnte Heiner Garg (FDP) davor, sich von der aktuellen Entwicklung "die
Blicke vernebeln zu lassen". Schleswig-Holsteins Wirtschaft sei zwar im
letzten Jahr um 1,9 Prozent gewachsen, liege damit aber bundesweit auf dem
"vorletzten Platz". Detlef Matthiessen (Grüne) mahnte im Bereich
der Energiewirtschaft mehr "in Köpfe" zu investieren. Lars
Harms (SSW) hinterfragte die Zahlen des Arbeitsmarktes: Die Zahlen würden
"nichts über die Art der Beschäftigungsverhältnisse aussagen".
Zudem sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Raum Flensburg vor allem
"der dänischen Wirtschaft geschuldet".
Laut dem Wirtschaftsbericht 2007 der Landesregierung ist
Schleswig-Holsteins Wirtschaft zwischen 2002 und 2006 um 4,6 Prozent gewachsen. Damit liegt das Land im Wachstumsranking etwa im Bundesdurchschnitt (4,8
Prozent) und rangiert an neunter Stelle der deutschen Länder. Insbesondere im
Jahr 2006 hat das Land zwischen den Meeren in einigen Branchen erfolgreiche
Zahlen vorzuweisen. So liegt die Umsatzentwicklung im Ernährungsgewerbe, in
der Chemie, im Schiffbau und im Tourismus zum Teil deutlich über dem
Bundestrend. Auf dem Arbeitsmarkt hat der Norden letztes Jahr sogar
Spitzenplätze erobert: Sowohl bei der Zunahme der
sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse (plus 1,0 Prozent) als
auch beim Rückgang der Arbeitslosigkeit (minus 12,8 Prozent) liegt
Schleswig-Holstein auf Platz 1 des Länder-Rankings.
Der Bericht wurde an den Wirtschaftsausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Im Wirtschaftsbericht 2007 entwirft die
Landesregierung ein positives Bild: Schleswig-Holstein
habe sich im vergangenen Jahr in vielen Bereichen gut
entwickelt.
So verweist der über 80 Seiten starke
Bericht darauf, dass Schleswig-Holsteins Wirtschaft
zwischen 2002 und 2006 um 4,6 Prozent gewachsen ist. Damit
liegt das Land etwa im Bundesdurchschnitt (4,8 Prozent)
und rangiert an neunter Stelle der deutschen Länder.
Insbesondere im Jahr 2006 hat das Land
zwischen den Meeren in einigen Branchen erfolgreiche
Zahlen vorzuweisen. So liegt die Umsatzentwicklung im
Ernährungsgewerbe, in der Chemie, im Schiffbau und im
Tourismus zum Teil deutlich über dem Bundestrend. Auf dem
Arbeitsmarkt hat der Norden letztes Jahr sogar
Spitzenplätze erobert: Sowohl bei der Zunahme der
sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse (plus
1,0 Prozent) als auch beim Rückgang der Arbeitslosigkeit
(minus 12,8 Prozent) liegt Schleswig-Holstein auf Platz 1
des Länder-Rankings. Bei den Unternehmensgründungen
belegt das Land den zweiten Platz hinter Bayern mit 5,6
Neu-Firmen je 10.000 Einwohner. Zudem ist
Schleswig-Holstein laut dem Papier aus dem
Wirtschaftsministerium "nach wie vor Ausbildungsland
Nr.1". 2006 wurden 6,9 Prozent mehr
Ausbildungsverträge abgeschlossen, der Spitzenwert unter
den westdeutschen Ländern.
Bei der Export-Quote lag Schleswig-Holstein
im Vorjahr mit 40,7 Prozent hinter dem Bundesschnitt (41,9
Prozent). Gegenüber dem Vergleichsjahr 2000 (31,7 Prozent
Exportquote, 4,6 Punkte unter dem deutschen Durchschnitt)
ist der Abstand aber deutlich kleiner geworden.
Die Regierung will den positiven Trend durch
Investitionen in die Wissens- und Verkehrsinfrastruktur
unterstützen. Zu den Branchen, die vom Land gefördert
werden, zählen die Maritime Wirtschaft, die
Medizintechnik, der Energiesektor und die
Informationstechnologie. Zentrale Verkehrsvorhaben sind
zum Beispiel der Ausbau der Autobahnen 7, 20, 21 und 23,
der Ausbau des Schienennetzes, etwa zwischen Travemünde
und Hamburg, die Modernisierung der Häfen Lübeck und
Kiel sowie des Nord-Ostsee-Kanals und die feste
Fehmarnbelt-Querung.
mehr Infos: (Wirtschaftsbericht
2006), plenum-online, Juni
2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/mai2-2006/texte/34_wirtschaftsbericht.htm)
|
|
|
* * * * *
| |
|