Wie steht es um die Entwicklung der
Fischbestände in Nord- und Ostsee und um die wirtschaftliche Situation
der Fischereibetriebe in Schleswig-Holstein? Antworten auf diese und
weitere Fragen erwartet der Landtag in der September-Tagung von der
Landesregierung. Der von CDU und SPD beantragte Bericht soll nicht nur
Auskunft über die aktuellen Fangquoten geben, sondern auch auf die
aktuelle Ausrichtung der EU-Fischereipolitik und deren Auswirkung auf
die heimische Fischerei eingehen.
Die Fischerei ist die vierte Säule im
neuen Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein und wird vom Land in der
Förderperiode 2007 - 2013 mit rund 32 Millionen Euro unterstützt. Laut
einer Statistik des Landwirtschaftsministeriums gibt es in
Schleswig-Holstein 1.460 Fischer, von denen 716 ausschließlich ihren
Lebensunterhalt mit dem Fischfang verdienen. (Stand Januar 2006).
Mel3
Ausstieg aus der Atomenergie
– Drucksachen 16/1292,
16/1421
Die Landesregierung soll sich auch künftig
für die Senkung des CO2-Ausstoßes im Land stark machen, dabei aber
nicht die Sicherung der Energieversorgung aus dem Blick verlieren. Dies
haben CDU, SPD und FDP auf Empfehlung des Sozial-,
des Wirtschafts- und des Umwelt- und Agrarausschusses unterstrichen.
Schwerpunkte der schleswig-holsteinischen Energiepolitik sollen
Einsparmaßnahmen, eine größere Effizienz sowie der verstärkte
Einsatz erneuerbarer Energien sein.
Die beschlossene Ausschussempfehlung
geht auf einen Antrag der Grünen zurück, den der Landtag im März
beraten hatte und der nur vom SSW unterstützt wurde. Die Forderung der Grünen, der Landtag möge sich ohne
"wenn und aber" zum Ausstieg aus der Kernenergie bekennen,
wurde in den Ausschüssen verworfen.
Der Ausstieg aus der Atomenergie beruht auf
dem so genannten Atomkonsens zwischen der rot-grünen Bundesregierung
und der Stromindustrie aus dem Jahr 2000, der seit 2002 im Atomgesetz
festgeschrieben ist. In Deutschland gibt es noch 17 laufende
Atomkraftwerke. Diese sollen schrittweise bis etwa 2021 vom Netz gehen.
Als erster schleswig-holsteinischer Reaktor wäre Brunsbüttel 2009 an
der Reihe.