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Auf dieser Seite: Medien-Staatsvertrag

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Top 6:
Entwurf eines Gesetzes zum Zweiten Staatsvertrag zur Änderung des Staatsvertrages über das Medienrecht in Hamburg und Schleswig-Holstein (Zweiter Medien-
änderungsstaatsvertrag HSH)
Gesetzentwurf der Landesregierung / Federführend ist der Ministerpräsident
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs. 16/2128 (pdf)
Drucksache:
16/2103 (pdf)
-Plenarprotokoll-

Rundfunk: Gebührengelder sollen in Medienpädagogik fließen

Kiel (SHL/18.06.) Die gemeinsame Medienanstalt für Hamburg und Schleswig-Holstein (MA HSH) soll sich künftig verstärkt um die Medienpädagogik und um die Vermittlung von Medienkompetenz kümmern. Hierfür soll ein Teil der Rundfunkgebührenerhöhung verwendet werden, die voraussichtlich zum Jahresanfang 2009 in Kraft tritt. Diese Forderung von CDU und SPD stieß im Landtag auf breite Zustimmung. Angesichts einer sich ständig weiter entwickelnden Medienwelt sei es wichtig, Schulkinder im Umgang mit Digitalfernsehen, Internet oder Handy-TV vertraut zu machen und auch Lehrer entsprechend weiterzubilden.

Anlass der Forderung war die Erste Lesung zum neuen Änderungsvertrag für die MA HSH, der von den Regierungschefs der beiden Nordländer Anfang des Monats unterzeichnet wurde. Er muss nun von den Landesparlamenten beschlossen werden, damit er zum 1. September in Kraft treten kann. Der Vertrag setzt die Vorgaben des zehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrages um. Diesem Regelwerk unter allen 16 Ländern will der Landtag noch in dieser Sitzung endgültig zustimmen.

Grüne: ZAK ein "zahnloser Tiger"

Ein Kernpunkt: Künftig soll es für die 14 Landesmedienanstalten eine gemeinsame Kommission für die Zulassung und Aufsicht (ZAK) geben, die für private Rundfunkprogramme mit bundesweiter Verbreitung zuständig ist. Bisher sind die Medienanstalten einzeln tätig geworden. Die neue Entscheidungsstruktur wird zum Beispiel beim neuen Handy-TV zum Zuge kommen. Hier soll das Gesamtangebot vielfältig und ausgewogen sein. Netzbetreiber sollen nicht bloß umsatzstarke Shoppingkanäle oder Gewinnspiele anbieten.

Die Belegungsregeln entsprechen den Grundsätzen, die bereits beim Kabelfernsehen gelten. Ein Drittel der Kapazität muss hierbei den öffentlich-rechtlichen Angeboten, den großen Privatprogrammen mit Regionalfenstern und dem Offenen Kanal vorbehalten bleiben. Dieser Passus stieß auf ein unterschiedliches Echo: Während die FDP hierdurch eine Schwächung privater Anbieter befürchteten, betrachteten die Grünen die ZAK als „zahnlosen Sofatiger", der sich nicht gegen „Kommerzialisierung und Verflachung" durchsetzen werde.

Der Innen- und Rechtsausschuss berät den Staatsvertrag und den Koalitionsantrag zur Medienpädagogik weiter.

Hauptredner: Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU), Wolfgang Kubicki (FDP), Johann Wadephul (CDU), Peter Eichstädt (SPD), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
  Der gesetzliche Rahmen gemeinsamen Medienanstalt von Schleswig-Holstein und Hamburg, der MA HSH, soll an bundesweite Vereinbarungen angepasst werden. Das sieht der Zweite Medien-Änderungsstaatsvertrag zwischen den beiden Bundesländern vor, den die Regierungen Anfang Juni unterzeichnet haben. Jetzt müssen noch die Parlamente zustimmen. Grundlage ist der Zehnte Rundfunk-Änderungsstaatsvertrag zwischen allen 16 Ländern, den der Landtag in dieser Tagung ratifiziert (gehe zu).

Ein Kernpunkt: Künftig soll es für die 14 in Deutschland tätigen Landes-Medienanstalten eine gemeinsame Kommission für die Zulassung und Aufsicht (ZAK) geben, die für private Rundfunkprogramme mit bundesweiter Verbreitung zuständig ist. Bisher sind die Medienanstalten einzeln tätig geworden. Die neue Entscheidungsstruktur wird zum Beispiel zum Zuge kommen, wenn digitale Sendernetze für den mobilen Empfang von Hörfunk und Fernsehen über Handy vergeben werden. Dafür legt der zehnte Rundfunk-Änderungsstaatsvertrag Belegungsvorgaben fest. 

  Shoppingkanäle und Gewinnspiele begrenzen,
  Schleichwerbung Einhalt gebieten

Die Vorgaben sollen sicherstellen, dass das Gesamtangebot vielfältig und ausgewogen ist und vom Netzbetreiber nicht bloß umsatzstarke Shoppingkanäle oder Gewinnspiele angeboten werden. Die Belegungsregeln entsprechen den Grundsätzen, die bereits beim Kabelfernsehen gelten. Ein Drittel der Kapazität muss hierbei den öffentlich-rechtlichen Angeboten, den großen Privatprogrammen mit Regionalfenstern und dem Offenen Kanal vorbehalten bleiben.

Zudem soll die MA HSH künftig auch gegen Schleichwerbung vorgehen: Sie soll einschreiten, wenn TV-Anbieter absichtlich den kommerziellen Charakter einer Sendung verschleiern. Die MA HSH hat nach kontroverser Diskussion im Landtag am 1. März 2007 ihre Arbeit aufgenommen.

   Mehr Geld für Medienpädagogik

In einem nachgereichten Antrag fordert die Koalition die Landesregierung auf, mit Hamburg in einem weiteren Staatsvertrag zu vereinbaren, dass durch den 11. Rundfunkänderungsstaatsvertrag der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein und der Medienstiftung zufließende Mittel für die Stärkung der Aufgaben der Medienpädagogik und der Medienkompetenzvermittlung sowie die Bürgersender verwendet werden können.

  Thema auch im Hamburger 
  Kreativwirtschafts-Ausschuss

Parallel zum Landtag berät auch die Hamburger Bürgerschaft über den Änderungsstaatsvertrag. Er wird dort zurzeit im Kultur-, Kreativwirtschafts- und Tourismusausschuss beraten.

Diskussion zur MA SH im Plenum:
plenum-online,
Februar 2007

Erste Lesung zum Rundfunk-Änderungsstaatsvertrag:
plenum-online,
Februar 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
- Milchwirtschaft
- Eckwerte Haushalt 2009/10

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Diäten / Abgeordnetengesetz
(ohne Aussprache)
Kommunalprüfungsgesetz
(ohne Aussprache)
Antrag:
Justizvollzugsdienst / Frauen
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Rechtsextremismus
Datenschutzbericht
Petitionsausschuss / Bericht
(ohne Aussprache)
Doping-Bekämpfung im Sport
(ohne Aussprache)
BVG-Verfahren
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:
Rundfunkänd.-Staatsvertrag
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Berufsakademie-Gesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Medien-Staatsvertrag mit HH
Antrag:
UK-SH-Vorstand / Kranken-
pflege
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Gymnasien / Stoffpläne,
Ganztagsangebote

(ohne Aussprache)
Gymnasien / G 8
(ohne Aussprache)
Regional-, Gemeinschafts-
schulen / Lehrkräfte

(ohne Aussprache)
Grundschule /Eingangsphase
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
EU-Dienstleistungs-Richtlinie
Mitarbeiterbeteiligung
Berichte:
SPNV-Projekte
Maritimer Aktionsplan

F i n a n z e nt

Aktuelle Stunde:  
Eckwerte Haushalt 2009/10

1. Lesung:
Landes-Besoldungsgesetz
Antrag:
LRH: Mitgliedsbenennung
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Aktuelle Stunde:  
Milchwirtschaft

1. Lesung:
Immissionsschutz
Anträge:
Bade-Qualität
Wärmelastplan Elbe
Agrarpolitik
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Berichte:
Organspenden
Bürgerbeauftragte / Tätig-
keitsbericht 2007

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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