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Auf dieser Seite: EU-Dienstleistungs-Richtlinie

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Top 13:
Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie
Antrag der Fraktion der FDP
Drucksache: 
16/2112 (pdf)
-Plenarprotokoll-

Diskussion um "Einheitlichen Ansprechpartner"

Kiel (SHL/18.6.) Der Landtag wird einen FDP-Antrag zum "Einheitlichen Ansprechpartner" vertiefend im Europa- und Wirtschaftsausschuss diskutieren. Die Liberalen hatten den Bund aufgefordert, bei der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie keine neuen bürokratischen Hemmnisse für Unternehmen zu schaffen. Eine Rolle spielen dabei die "Einheitlichen Ansprechpartner", die die Ansiedlung von Firmen, die Erweiterung der Produktpalette oder Existenzgründung managen sollen.

Der FDP ist dabei der Bund-Länder-Gesetzentwurf ein Dorn im Auge. In diesem Entwurf sei ein solcher Unternehmensberater zwar vorgesehen, aber nur als „Mittler" ohne direkte Ansprechfunktion für Behörden, monierte Fraktionschef Wolfgang Kubicki. Den "Einheitlichen Ansprechpartnern" bleibe so nur die Rolle des „Briefkastens".

Schleswig-Holstein hatte Anfang des Monats als erstes Bundesland die Struktur für einen "Einheitlichen Ansprechpartner" auf den Weg gebracht. Er soll – hierzulande mit mehr Befugnissen ausgestattet - ab dem kommenden Jahr Existenzgründern und Firmen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Weitere Redner: Finanzminister Rainer Wiegard (CDU), Werner Kalinka (CDU), Thomas Rother (SPD), Monika Heinold (Grüne), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
  Die FDP begrüßt die in Schleswig-Holstein geplante Einrichtung so genannter Einheitlicher Ansprechpartner (EA), die die Wirtschaft bei Behörden-Angelegenheiten betreuen sollen. Gleichzeitig fordern die Liberalen den Bund auf, keine neuen bürokratische Hemmnisse für die Unternehmen zu schaffen. Die EA sind in der EU-Dienstleistungs-Richtlinie vorgesehen. Sie sollen die Ansiedlung von Firmen, die Erweiterung der Produktpalette und Existenzgründung erleichtern, indem sie die Unternehmer als „Verfahrensmanager" von Anfang bis Ende betreuen.

Diesem Anspruch werden die Berliner Pläne zur Umsetzung der Richtlinie nach Ansicht der Landes-FDP jedoch nicht gerecht. Denn: Hier könnten sich die Behörden bei Rückfragen direkt an die Antragsteller wenden. Dadurch, so die Liberalen, entstehe ein zusätzlicher Aufwand für die Unternehmer, während den Einheitlichen Ansprechpartnern nur die Rolle des „Briefkastens" bleibe.

  Schleswig-Holstein geht voran

In Schleswig-Holstein ist das das EA-Projekt Anfang des Monats vom Finanzministerium, von den Kammern und den kommunalen Spitzenverbänden vorgestellt worden. Hier zu Lande soll die Betreuung der Firmen durch eine noch zu gründende Anstalt öffentlichen Rechts wahrgenommen werden. Der EA soll sowohl für ausländische als auch für inländische Dienstleister zuständig sein. Die Landesregierung betont, Schleswig-Holstein sei das erste Bundesland, das einen Einheitlichen Ansprechpartner einrichtet.

vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online,
Januar 2006

Stichwort:   Die Dezember 2006 auf EU-Ebene beschlossene Dienstleistungs-Richtlinie will Vorschriften abbauen um den grenzüberschreitenden Austausch von Dienstleistungen ermöglichen. Sie sieht Erleichterungen für niedergelassene Dienstleister vor – unter anderem die Schaffung einheitlicher Ansprechpartner und die elektronische Verfahrensabwicklung. Ihr Anwendungsbereich umfasst klassische Dienstleister wie Frisöre, IT-Spezialisten oder Handwerker und Bauarbeiter. Sie ist aber auch für Alten- und Kinderbetreuung, Behinderteneinrichtungen, Heimerziehung oder Müllabfuhr gültig. Die Richtlinie ist Teil der Lissabon-Strategie, mit der die Staatengemeinschaft bis 2010 zum weltweit dynamischsten Arbeitsmarkt werden will. Die Mitgliedsstaaten haben bis Dezember 2009 Zeit, die Vorgaben in Landesrecht umzusetzen.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
- Milchwirtschaft
- Eckwerte Haushalt 2009/10

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Diäten / Abgeordnetengesetz
(ohne Aussprache)
Kommunalprüfungsgesetz
(ohne Aussprache)
Antrag:
Justizvollzugsdienst / Frauen
(ohne Aussprache)
Berichte:
Rechtsextremismus
Datenschutzbericht
Petitionsausschuss / Bericht
(ohne Aussprache)
Doping-Bekämpfung im Sport
(ohne Aussprache)
BVG-Verfahren
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:
Rundfunkänd.-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Berufsakademie-Gesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Medien-Staatsvertrag mit HH
Antrag:
UK-SH-Vorstand / Kranken-
pflege
Berichte:
Gymnasien / Stoffpläne,
Ganztagsangebote

(ohne Aussprache)
Gymnasien / G 8
(ohne Aussprache)
Regional-, Gemeinschafts-
schulen / Lehrkräfte

(ohne Aussprache)
Grundschule /Eingangsphase
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
EU-Dienstleistungs-Richtlinie
Mitarbeiterbeteiligung
Berichte:
SPNV-Projekte
Maritimer Aktionsplan

F i n a n z e nt

Aktuelle Stunde:  
Eckwerte Haushalt 2009/10

1. Lesung:
Landes-Besoldungsgesetz
Antrag:
LRH: Mitgliedsbenennung
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Aktuelle Stunde:  
Milchwirtschaft

1. Lesung:
Immissionsschutz
Anträge:
Bade-Qualität
Wärmelastplan Elbe
Agrarpolitik
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Berichte:
Organspenden
Bürgerbeauftragte / Tätig-
keitsbericht 2007

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

– – –