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Auf dieser Seite: Qualitätskennzeichnung für Lebensmittelbetriebe u. Gaststätten 

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Top 20:
Initiative zur Verbraucherinformation und Lebensmittelsicherheit
Antrag der Abgeordneten des SSW

Ist das dänische "Smiley-System" für für Schleswig-Holstein geeignet?

Kiel (SHL/18.06.) Die vom SSW geforderte Einführung des dänschen "Smiley-Systems" zur Bewertung von Lebensmittelgeschäfte und Gaststätten ist im Landtag auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während Grüne und SPD diese Kennzeichnung als durchaus hilfreich für eine angemessene Verbraucherinformation bewerteten, verursachte es bei Union und FDP Bauchgrimmen: Die Kontrollaktionen durch Kreisbehörden hätten wenig Aussagekraft und würde zudem zu mehr Bürokratie führen. Hintergrund: In Dänemark nehmen seit 2002 Beamte des Lebensmittelministeriums regelmäßig unangemeldete Kontrollen vor und verteilen "Smileys" in vier Abstufungen. Die Bandbreite reicht von einem lächelnden („keine Beanstandungen") bis zu einem traurigen Gesicht. Letzteres bedeutet, dass das Unternehmen eine Strafverfügung erhalten hat oder der Polizei gemeldet wurde. Die Ergebnisse der Kontrollen werden öffentlich gemacht – beispielsweise auch im Internet.

Die hierzulande üblichen Betriebeskontrollen würden nicht beim Verbraucher ankommen, begründete Lars Harms (SSW) den Vorstoß seiner Partei. Es mangele an Transparenz, das heißt, dem Verbraucher fehle für das, was er einkauft und wo er essen geht, eine Entscheidungsgrundlage. Zudem stelle die Veröffentlichung der Smileys eine Belohnung für alle Betriebe dar, „die gut arbeiten"; für die anderen sei es Motivation, „besser zu werden".

CDU: Viel Bürokratismus"

„Der Smiley stellt nicht den kürzesten Weg für Qualitätssteigerung in der Gastronomie dar", befand dagegen Umweltminister Christian von Boetticher (CDU). Überdies äußerte er rechtliche Bedenken. So dürften Informationen über eine Qualitätsprüfung erst dann weitergegeben werden, „wenn am Ende des Verfahrens Ordnungswidrigkeit festgestellt wird". Das Smiley-System zieht einen „wesentlichen Bürokratismus" nach sich, merkte auch Ursula Sassen (CDU) kritisch an. Sie warnte ferner davor, die Verbraucher mit „ständig neuen Qualitätssiegeln zu verwirren".

Auf Distanz zum SSW-Vorstoß ging auch die FDP: „Eine Kennzeichnung ist nur so gut, wie die Aussage, die damit getroffen wird", stellte Günther Hildebrand (FDP) die dänischen Qualitätskriterien in Frage und bezweifelte, ob die Smileys eine Aussage zuließen, ob ein Betrieb „gut" sei oder „schlechter" als ein anderer.

SPD: „Überzeugend einfach"

Zuspruch kam von der SPD und den Grünen: Das System sei „überzeugend einfach", konstatierte Siegrid Tenor-Alschausky (SPD). So hätten 83 Prozent der dänischen Betriebe mittlerweile den „freundlichsten Smiley" erhalten. Detlef Matthiessen (Grüne) äußerte grundsätzlich Sympathien für den SSW-Vorstoß, ging aber noch einen Schritt weiter, indem er „ein konzertiertes Vorgehen gegen Überschreitung der Grenzwerte in Lebensmitteln" einforderte.

Der Antrag des SSW wurde zur weiteren Beratung an den Sozialausschuss überwiesen.

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Hintergrund:
Der SSW fordert, Lebensmittelgeschäfte und Gasthäuser nach dem dänischen "Smiley"-System zu benoten und diese Beurteilung öffentlich zu machen – per Aushang und im Internet. Nach Vorstellung des SSW sollen die Kreisbehörden diese Benotung vornehmen und dafür von den Firmen eine Gebühr erheben. Dieser Schritt diene sowohl der Verbraucherinformation und der Lebensmittelsicherheit als auch der Motivation in den Betrieben, heißt es zur Begründung.

In Dänemark nehmen seit 2002 Kontrolleure des Lebensmittelministeriums alle Lebensmittelmärkte, Restaurants, Imbisse und Kantinen des Landes regelmäßig unangemeldet unter die Lupe und verteilen "Smileys" in vier Abstufungen. Die Bandbreite reicht von einem lächelnden („keine Beanstandungen") bis zu einem traurigen Gesicht. Letzteres bedeutet, dass das Unternehmen eine Strafverfügung erhalten hat oder der Polizei gemeldet wurde.

  Positive Reaktionen werden gemeldet

Nach Angaben der Verbraucher-Organisation "Foodwatch" hat sich das "Smiley"-System im nördlichen Nachbarland bei den Kunden und, nach anfänglicher Skepsis, auch bei den Unternehmen durchgesetzt. 97 Prozent der Verbraucher und 88 Prozent der Firmen halten die Benotung für eine gute oder eine sehr gute Idee, so die Verbraucherschützer. Zudem habe sich die Qualität der Lebensmittelbranche verbessert. Im vergangenen Jahr wurden knapp 83 Prozent der Betriebe mit einem lächelnden Gesicht bewertet. Vor sieben Jahren waren es 70 Prozent. Lediglich 3,3 Prozent der Lebensmittelfirmen erhielten 2008 die niedrigste Wertung.

vorherige Debatte zum Thema Ampelsystem für Lebensmittel:
plenum-online,
November 2007

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

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Der Landtag trauert...
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Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur HSH Landesbank 

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Normenkontrollantrag
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F i n a n z e n

Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur HSH Landesbank 

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Antrag:
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Bericht:

Mehrwertsteuersätze
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W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

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Fehmarnbelt-Querung
CCS-Gesetz
Danfoss-Werk Flensburg
Aufsichtsrat Flughafen Hamburg
(ohne Aussprache)
Berichte:

Konjunkturpaket II

Investitionen Mittelstand

Dt.-dän. Infrastruktur
(ohne Aussprache)

Flughafen Lübeck-
Blankensee

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:

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Leibniz-Institut
(ohne Aussprache)
Anträge:
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Politische Bildung
Sozialstaffel für KiTas
Science-Center Kiel
Bachelor / Master
Berichte:

Auslandsabschlüsse

Wissenschaftskonferenz

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

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Alkoholkonsum Jugendliche
Qualitätskennzeichnung Lebensmittel u. Gaststätten
Berichte:

Barrierefreie Bauten

Pflegereform
(ohne Aussprache)

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

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Gentechnik
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 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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Parlamentsforum Nordsee
Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen
Seeverkehr
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