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Auf dieser Seite: Investitionsprogramm für den Mittelstand

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Investitionserleichterungsprogramm zur Stärkung der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein

Antrag der Fraktion der FDP – Drucksache 16/2634
(Ausschussüberweisung am 7. Mai 2009)
Bericht und Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses

Investitionshilfsprogramm für kleinere Unternehmen: Koalitionspartner nicht einig

Kiel (SHL/18.06.) Der Landtag konnte sich nicht darauf einigen, Schleswig-Holsteins kleinen und mittelständischen Unternehmen in Zeiten der Wirtschaftsflaute ein neues Programm für Investitionshilfen anzubieten. Grundlage der Debatte war ein Vorstoß der Liberalen, heimischen Betrieben mit Maßnahmen wie Bürokratieabbau und einer leichteren Vergabe von staatlichen Kleinkrediten unter die Arme zu greifen. Letztendlich votierten CDU, SPD, Grüne und SSW gegen den Antrag. Allerdings bekundeten insbesondere die Christdemokraten grundsätzlich Sympathie für das Ansinnen der Liberalen. Doch im Wirtschaftsausschuss konnten sie sich mit ihrem Koalitionspartner SPD nicht auf ein gemeinsames Maßnahmenpaket verständigen.

Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Mittelstand wäre nach wie vor „erstrebenswert", bedauerte Johannes Callsen (CDU) in der Debatte. Auch Heiner Garg (FDP) und Lars Harms (SSW) äußerten sich enttäuscht, dass sich die Parteien im Sinne der Menschen und der Wirtschaft nicht auf einen gemeinsamen Nenner verständigen konnten.

Dagegen warf der SPD-Abgeordnete Bernd Schröder der Union vor, die SPD für das Scheitern der Verhandlungen im Ausschuss verantwortlich zu machen und den Eindruck zu erwecken, „die SPD ist nicht für den Mittelstand". Dabei seien es die Sozialdemokraten gewesen, die in 21 Jahren Regierungsverantwortung, Förderinstrumente wie etwa die Investitionsbank auf den Weg gebracht hätten.

Grüne und Minister sehen geringen
finanziellen Spielraum

Detlef Matthiessen (Grüne) monierte mit Blick auf die finanzielle Schieflage des Landeshaushaltes, dass die Liberalen keine realistischen Vorschläge unterbreitet hätten. In dieselbe Richtung argumentierte Agrarminister Christian von Boetticher (CDU), der für den abwesenden Wirtschaftsminister Jörn Biel (CDU) ans Rednerpult trat. So seien die gewünschten Bürokratieerleichterungen nicht zu realisieren, weil es dafür kaum noch Spielraum gebe, ohne mit Bundes- und Europarecht in Konflikt zu geraten.

Die FDP hatte unter anderem ein Programm zur betriebswirtschaftlichen Beratung auflegen wollen, das Unternehmen eine Schwachstellenanalyse und eine bessere Vorbereitung auf Bankgespräche bietet. Darüber hinaus regten sie an, Genehmigungsverfahren so weit wie möglich in Anzeigeverfahren umzuwandeln, statistische Berichtspflichten abzubauen und die geltenden Regelungen des Bau-, des Naturschutz- und des Denkmalrechts auf den Prüfstand zu stellen. Zudem fordert die FDP „effiziente Verwaltungsstrukturen" und den Ausbau des E-Government.

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Hintergrund:
Das liberale Investitionserleichterungs-Programm steht im Landtag vor der Ablehnung. CDU, SPD und Grüne haben sich im Wirtschaftsausschuss dagegen ausgesprochen.

Die FDP hat verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen kleine und mittelständische Unternehmen die Wirtschaftskrise besser überstehen sollen. Hierzu gehört etwa ein leichterer Zugriff auf Darlehen sowie staatliche Kleinkredite für Mini-Unternehmen und Freiberufler nach dem Vorbild der baden-württembergischen Innovationsgutscheine. Außerdem fordern die Liberalen ein Programm zur betriebswirtschaftlichen Beratung, das Unternehmen eine Schwachstellenanalyse und eine bessere Vorbereitung auf Bankgespräche bietet. Und: Die vierteljährlichen Steuervorauszahlungen der Unternehmen sollen heruntergefahren werden.

Darüber hinaus machen sich die Liberalen erneut für Bürokratieabbau stark: Sie regen an, Genehmigungsverfahren so weit wie möglich in Anzeigeverfahren umzuwandeln, statistische Berichtspflichten abzubauen und die geltenden Regelungen des Bau-, des Naturschutz- und des Denkmalrechts auf den Prüfstand zu stellen. Zudem fordert die FDP „effiziente Verwaltungsstrukturen" und den Ausbau des E-Government, der elektronischen Kommunikation zwischen Behörde und Bürger.

  Koalition ist sich uneins

Mit ihrem Mittelstandspaket haben die Liberalen für Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Koalition gesorgt. Die CDU hatte in den Ausschussberatungen eine Liste von Vorschlägen eingereicht, die sich zum Teil mit denen der FDP deckten. So sprachen sich die Christdemokraten dafür aus, die Fördermöglichkeiten zu verbessern, bürokratische Hemmnisse abzubauen und den Technologietransfer zu verbessern. Nach Ansicht der CDU-Fraktion sollte die Landesregierung zudem prüfen, ob sie ein ergänzendes Förderprogramm für kleine und mittlere Betriebe auflegen kann, die infolge der Krise akute Finanzierungsprobleme bekommen haben.

Es habe aber mit dem Koalitionspartner SPD keine Einigung über diese Punkte gegeben, hieß es aus der CDU-Fraktion. Die Sozialdemokraten verweisen dagegen, wie bereits in der ersten Debatte zu diesem Thema in der Mai-Sitzung, auf das Konjunkturpaket II des Bundes, das im Lande zu vielen Aufträgen für das Handwerk geführt habe.

Debatte bei Antragstellung:
plenum-online
Mai 2009

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
... um R. Bünemann
Der Landtag trauert
...
...um H.-J. Zimmermann

Sozialer Tag
...
...Melanie hilft im Landtag

Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur HSH Landesbank 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Telekommunikationsgesetz
Justizdolmetscher
(ohne Aussprache)
Wahlalter
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Schuldenbremse
Gerichtsorganisationsgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Datenschutzbeauftragter
(ohne Aussprache)
Antrag:
Ladenöffnungszeiten Kiel
Bericht:

Normenkontrollantrag
zur Amtsordnung

(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur HSH Landesbank 

2. Lesung:

E-Government
(ohne Aussprache)
Antrag:
Landesbanken-Struktur
Bericht:

Mehrwertsteuersätze
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
LKW-Maut
Fehmarnbelt-Querung
CCS-Gesetz
Danfoss-Werk Flensburg
Aufsichtsrat Flughafen Hamburg
(ohne Aussprache)
Berichte:

Konjunkturpaket II

Investitionen Mittelstand

Dt.-dän. Infrastruktur
(ohne Aussprache)

Flughafen Lübeck-
Blankensee

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:

Hochschulzulassungsgesetz
Leibniz-Institut
(ohne Aussprache)
Anträge:
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Politische Bildung
Sozialstaffel für KiTas
Science-Center Kiel
Bachelor / Master
Berichte:

Auslandsabschlüsse

Wissenschaftskonferenz

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Pflegegesetzbuch
Anträge:
Alkoholkonsum Jugendliche
Qualitätskennzeichnung Lebensmittel u. Gaststätten
Berichte:

Barrierefreie Bauten

Pflegereform
(ohne Aussprache)

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Bericht:

Gentechnik
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen
Seeverkehr
(ohne Aussprache)