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Auf dieser Seite: Auslandsabschlüsse

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Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen

Landtagsbeschluss vom 13. November 2008 – Drs. 16/2273
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr

Drs.: 16/2525 
Protokoll


Anerkennung für im Ausland erworbene Abschlüsse schwierig

Kiel (SHL/19.6.) Der Landtag ist sich im Grundsatz einig: Die Anerkennungsverfahren von im Ausland erworbenen Berufs-, Schul- oder Hochschulzeugnissen sind in der Regel zu unübersichtlich, kompliziert und langwierig. Allerdings sei bei diesem Thema der Bund zuständig, betonte Wissenschaftsminister Jörn Biel (CDU) in einem von den Grünen geforderten Bericht und stellte klar: „Es wird keine einzelnen Maßnahmen von den Ländern geben."

Angelika Birk (Grüne) hielt dem Minister entgegen, die Landesregierung könnte „in einigen Bereichen längst ohne Rückendeckung aus dem Bund" handeln. Als Beispiel nannte sie Lehrkräfte aus Russland oder der Türkei, die in Hamburg bereits unbefristete Angestelltenverträge bekämen.

Fraktionsübergreifend begrüßt wurde die Ankündigung, dass ab September auf Initiative Schleswig-Holsteins ein bilaterales Abkommen mit Dänemark geschlossen werden soll. Es sieht eine unbürokratische gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen vor.

Der Bericht wurde an den Wirtschaftsausschuss und an den Bildungsausschuss überwiesen.

Weitere Redner: Johannes Callsen (CDU), Anette Langner (SPD), Heiner Garg (FDP), Anke Spoorendonk

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Hintergrund:
Das Wissenschaftsministerium stellt in einem von den Grünen angeforderten Bericht dar, wie ausländische Schul, Berufs- und Hochschulabschlüsse in Deutschland anerkannt werden. Die Grünen hatten eine vereinfachte und bundesweit einheitliche Bestätigung der Zeugnisse von Migranten gefordert. Die Oppositionsfraktion schätzt die Zahl der zugewanderten Akademiker, deren Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden, auf 500.000.

Das Landes-Wissenschaftsministerium verweist in dem Bericht auf die „hohe Qualität des deutschen Bildungssystems". Eine „Herabstufung von Qualitätsansprüchen" dürfe nicht hingenommen werden, „nur um die Anerkennungsverfahren zu beschleunigen". Die Prüfung ausländischer Abschlüsse sei insbesondere bei Zuwanderern aus Nicht-EU-Ländern zeitaufwendig und könne bis zu einem Jahr dauern. Hinzu kommt, dass sich mehrere Bundesländer weigern, die für akademische Zeugnisse zuständige Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen in Bonn (ZaB) mit zusätzlichem Personal auszustatten.

  Unmittelbare Gleichstellung kaum machbar

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten für verschiedene Abschlüsse und keinen Rechtsanspruch auf Anerkennung. Ausländische Schulzeugnisse werden im Lande vom Bildungsministerium bewertet. Hier werden „Probleme im Verfahren nicht gesehen". Wegen des unterschiedlichen Niveaus der Bildungssysteme kommt aber „eine unmittelbare Gleichstellung der Zeugnisse nicht in allen Fällen in Betracht". Bei Berufsabschlüssen gibt es bundesgesetzliche Regelungen für Spätaussiedler, ansonsten kümmern sich die Industrie- und Handels- beziehungsweise Handwerkskammern darum.

Bei zugereisten Akademikern erstellt die ZaB eine Art Übersetzung der Zeugnisse, die dem Arbeitgeber einen Vergleich zum hiesigen System bietet. Bei Ärzten aus EU-Ländern gibt es eine europaweite Anerkennungsrichtlinie. Mediziner aus anderen Staaten müssen eine Prüfung und möglicherweise auch einen Lehrgang beim Landesamt für soziale Dienste ablegen. Schwierig wird es häufig für Lehrer aus der ehemaligen Sowjetunion. Sie unterrichten in der Regel nur ein Fach, und nicht, wie in Deutschland üblich, zwei. Deswegen müssen sie noch einmal zur Uni und ein Referendariat hinter sich bringen, um in ihrem Beruf arbeiten zu können.

Der Bericht verweist darauf, dass es derzeit eine Reihe von Initiativen gibt, um die Anerkennung ausländischer Abschlüsse zu erleichtern. So haben Bund und Länder beim Bildungsgipfel im letzten Oktober das Ziel formuliert, die Anerkennung zu beschleunigen. Zudem regt die Landesregierung bessere Abstimmungen auf Bundes- und EU-Ebene an.

Vorherige Debatte zum Thema: plenum-online September 2008 

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert...
... um R. Bünemann
Der Landtag trauert
...
...um H.-J. Zimmermann

Sozialer Tag
...
...Melanie hilft im Landtag

Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur HSH Landesbank 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Telekommunikationsgesetz
Justizdolmetscher
(ohne Aussprache)
Wahlalter
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Schuldenbremse
Gerichtsorganisationsgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Datenschutzbeauftragter
(ohne Aussprache)
Antrag:
Ladenöffnungszeiten Kiel
Bericht:

Normenkontrollantrag
zur Amtsordnung

(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zur HSH Landesbank 

2. Lesung:

E-Government
(ohne Aussprache)
Antrag:
Landesbanken-Struktur
Bericht:

Mehrwertsteuersätze
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
LKW-Maut
Fehmarnbelt-Querung
CCS-Gesetz
Danfoss-Werk Flensburg
Aufsichtsrat Flughafen Hamburg
(ohne Aussprache)
Berichte:

Konjunkturpaket II

Investitionen Mittelstand

Dt.-dän. Infrastruktur
(ohne Aussprache)

Flughafen Lübeck-
Blankensee

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:

Hochschulzulassungsgesetz
Leibniz-Institut
(ohne Aussprache)
Anträge:
Lärmschutz in Bildungseinrichtungen
Politische Bildung
Sozialstaffel für KiTas
Science-Center Kiel
Bachelor / Master
Berichte:

Auslandsabschlüsse

Wissenschaftskonferenz

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Pflegegesetzbuch
Anträge:
Alkoholkonsum Jugendliche
Qualitätskennzeichnung Lebensmittel u. Gaststätten
Berichte:

Barrierefreie Bauten

Pflegereform
(ohne Aussprache)

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Bericht:

Gentechnik
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Parlamentsforum Nordsee
Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen
Seeverkehr
(ohne Aussprache)