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Aus Protest gegen die Schließung der
Lübecker Medizin-Fakultät hatte die Bürgerschaft der Hansestadt
vergangenen Freitag statt im heimischen Rathaus vor dem Landtag getagt.
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Die Diskussion um die Sanierung des maroden
Landeshaushalts ist in den letzten Wochen zwischen Nord- und
Ostsee heftig entbrannt – nun prallen die unterschiedlichen
Positionen direkt im Landtag aufeinander. Ministerpräsident
Peter Harry Carstensen (CDU) wird zu Beginn der Tagung in
einer 45-minütigen Regierungserklärung die weitreichenden
Sparpläne seiner Koalition vorstellen, anschließend beziehen
die Fraktionen Stellung. Die Opposition hat bereits heftige
Kritik an den geplanten Kürzungen bei der Bildung und im
Sozialbereich geübt, während Schwarz-Gelb stets an die
Vorgaben der Landesverfassung erinnert: Schleswig-Holstein
müsse sein Haushaltsdefizit bis 2020 jedes Jahr um 125
Millionen Euro senken und komme deshalb um schmerzhafte
Einschnitte nicht herum (...gehe
zu).
Einer der Zankäpfel ist die geplante
Schließung der Mediziner-Ausbildung in Lübeck sowie der
Wirtschaftswissenschaften in Flensburg. Vor dem Landeshaus
werden tausende Demonstranten erwartet – und im Plenarsaal
ringen die Abgeordneten um ein hochschulpolitisches
Gesamtkonzept, das den Etat konsolidiert ohne in den
betroffenen Regionen verbrannte Erde zu hinterlassen (...gehe
zu). In der Fragestunde hakt die Opposition zudem
nach, ob die Landesregierung beim Abbau der Medizin-Plätze
in Lübeck das Aus der gesamten Uni mit einkalkuliert hat (...gehe
zu).
Ebenso umstritten ist die anvisierte
Abschaffung des erst vor Jahresfrist eingeführten beitragsfreien
dritten KiTa-Jahres. Hier wollen CDU und FDP bereits am
Freitag Fakten schaffen, so dass die Eltern wohl ab August
wieder voll zahlen müssen (...gehe
zu).
Auch die Opposition legt erste eigene
Vorschläge auf den Tisch. So rückt das Thema kommunale
Verwaltungsreform wieder in den Blickpunkt, zumal das
Landesverfassungsgericht hier von der Politik Nachbesserungen
fordert (...gehe
zu). Und: Um die Einnahmen zu verbessern, werden
Forderungen nach Steuererhöhungen laut. Das Land kann zwar
nur die Grunderwerbssteuer selbst festsetzen, aber im
Bundesrat ist Schleswig-Holstein mit dabei, wenn die Erhöhung
des Spitzensteuersatzes oder die vielen Sonderregeln bei der
Mehrwertsteuer zur Debatte stehen (...gehe
zu).
Ums große Geld geht es auch beim neuen Sparkassengesetz.
Die Koalition will es den teilweise angeschlagenen Kassen
ermöglichen, Anteile zu verkaufen und so frisches Kapital
einzustreichen. Die Opposition befürchtet hierdurch einen
Einfall privater Investoren, deren Rendite-Interessen dann den
Gemeinwohl-Charakter der Sparkassen zurückdrängen könnten (...gehe
zu).