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Auf dieser Seite: Steuern 

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Top 8:
Entwurf eines Gesetzes über die Festsetzung 
des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer
Gesetzentwurf der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 17/590
   Aufruf gemeinsam mit 
Top 21:
Zukunft finanzieren – Steuereinnahmen steigern
Antrag der Fraktion B´ 90/DIE GRÜNEN – Drs.17/588
Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE – Drs. 17/647

Trotz Spardebatte: Schwarz-Gelb 
will Grunderwerbssteuer zurzeit 
nicht anheben

Kiel (SHL/17.06.) Trotz Haushaltskrise und der aktuellen Spardebatte will die schwarz-gelbe Koalition die Grunderwerbssteuer zurzeit nicht anheben. Finanzminister Rainer Wiegard (CDU) bekannte zwar: „Wir kommen um eine Erhöhung nicht herum." Aber: „Wir müssen den richtigen Zeitpunkt abpassen" – und der sei nach Überwindung der Wirtschaftskrise. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Monika Heinold, die eine Anhebung auf 4,5 Prozent des Kaufpreises einer Immobilie fordert, ging auf Gegenkurs: „Wer aus Geldmangel die Schließung einer ganzen Universität mit allen Konsequenzen für die Region beschließt, wird nicht ernsthaft behaupten, dass die Erhöhung um ein Prozent dem Mittelstand schadet."

Die Grunderwerbssteuer ist die einzige Steuer, über die die Länder selbst bestimmen können. Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt haben den Steuersatz bereits von 3,5 auf 4,5 Prozent erhöht. Sollte der Plan der Grünen umgesetzt werden, müsste der Käufer eines 200.000 Euro teuren Hauses künftig nicht mehr 7.000, sondern 9.000 Euro Grunderwerbssteuer bezahlen. Das würde jährlich zwischen 54 und 70 Millionen Euro zusätzlich in die Landeskasse spülen, so die Schätzungen im Landtag. Uli Schippels (Linke) machte sich außerdem für eine Extra-Landesabgabe für Vermögende stark, mit der ein schleswig-holsteinischer Altlastenfonds sowie ein Bildungsfonds finanziert werden sollen.

Diskussion um weitere Steuersätze

Die Opposition forderte die Landesregierung auch auf, sich im Bundesrat für eine Reihe von Steuererhöhungen einzusetzen. So soll der Spitzensteuersatz steigen, und der ermäßigte Mehrwertsteuersatz soll abgeschafft werden – Grundnahrungsmittel ausgenommen. „Die Reduzierung der ermäßigten Mehrwertsteuer auf den ursprünglichen Zweck", rechnete Lars Harms (SSW) vor, „hätte eine Halbierung der mitunter absurden Ausnahmen und damit zusätzliche Einnahmen für Schleswig-Holstein in einer Größenordnung zwischen 500 und 600 Millionen Euro zur Folge." In Bezug auf die Sparziele der Landesregierung wäre das „die halbe Miete".

Der Sozialdemokrat Olaf Schulze rief Christdemokraten und Liberale zu einem höheren Spitzensatz bei der Einkommenssteuer und zu einer Finanztransaktionssteuer auf: „Lassen Sie diejenigen bezahlen, die es sich leisten können." Demgegenüber warnte Peter Sönnichsen (CDU) davor, den Landeshaushalt allein durch Hilfe aus Berlin sanieren zu wollen: „Wir müssen uns erst selbst helfen, bevor wir die Hilfe anderer beanspruchen." Und Katharina Loedige (FDP) wies darauf hin, dass die öffentliche Hand deutschlandweit über 500 Milliarden Euro pro Jahr einnehme: „Der Staat hat kein Einnamenproblem, sondern ein Ausgabeproblem."

Im Finanzausschuss wird das Thema weiter beraten.

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Hintergrund:
Die Grünen fordern Steuererhöhungen, um das Land aus der Haushaltskrise zu führen. Nach Vorstellung der Oppositionsfraktion soll das Land die Grunderwerbssteuer erhöhen und auch auf Bundesebene aktiv werden.

Die Grunderwerbssteuer wollen die Grünen um ein Prozent auf 4,5 Prozent des Kaufpreises einer Immobilie anheben. Seit der Föderalismusreform 2006 können die Länder über die Höhe des Satzes beschließen. Es ist die einzige Steuer, über die die Länder selbst bestimmen können. Das zusätzlich eingenommene Geld fließt nicht in den Länderfinanzausgleich, sondern direkt in die jeweilige Landeskasse. Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt haben den Steuersatz bereits erhöht. Sollte der Plan der Grünen umgesetzt werden, müsste der Käufer eines 200.000 Euro teuren Hauses künftig nicht mehr 7.000, sondern 9.000 Euro Grunderwerbssteuer bezahlen.

  Grünen-Vorstoß bisher ohne Erfolg

Diesen Vorstoß haben die Grünen in den letzten Jahren mehrfach -erfolglos- unterbreitet, unter anderem im Jahr 2008 und in den Beratungen für den Haushalt 2009/10. Vor zwei Jahren gingen die Grünen davon aus, dass die Steuererhöhung jährlich 60 Millionen Euro in die Landeskasse spülen wird.

Finanzminister Rainer Wiegard (CDU) zieht Medienberichten zufolge ebenfalls die Erhöhung der Grunderwerbsteuer „um ein bis eineinhalb Punkte" in Erwägung, allerdings aus Konjunktur-Gründen nicht in den nächsten zwei Jahren. Auch der Landesrechnungshof hat sich in seinem aktuellen Jahresbericht für die Steuer-Erhöhung ausgesprochen.

  Forderung nach weiteren Steuererhöhungen

Zudem fordern die Grünen die Landesregierung auf, sich im Bundesrat für eine Reihe von Steuererhöhungen einzusetzen. So soll das schwarz-gelbe Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das Erleichterungen für Wirtschaft und Erben brachte, nach Willen der Grünen zurückgenommen werden. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz soll bis auf Grundnahrungsmittel abgeschafft werden, und der Spitzensteuersatz soll ansteigen. Zudem drängen die Grünen auf eine internationale Finanztransaktionssteuer und sprechen sich gegen die von der Bundesregierung geplanten Einschnitte für Hartz-IV-Empfänger aus, etwa beim Elterngeld.

Ein Teil der Vorschläge ist bereits in dem Anfang Juni vorgestellten Sparpaket der Bundesregierung enthalten, etwa eine Brennelementesteuer für AKW-Betreiber und eine Bankenabgabe. Auch Finanzminister Wiegard und FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki zeigten sich in einigen Punkten auf einer Linie mit den Grünen, etwa beim Spitzensteuersatz.

Vorherige Debatte zum Thema Grunderwerbssteuer:
plenum-online
November 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident Geerdts: „Der 17. Juni und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Sparkassengesetz
Rettungsdienste / Fahrberechtigung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
JVA Glasmoor
Abgeordnetengesetz / Entschädigungen
(ohne Aussprache)
Zensusgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Wahl der Mitglieder zur 14. Bundesversammlung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Kommunalverwaltung
Funknetz-Kartografie
Altersversorgung Minister
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Regierungserklärung

Landesfinanzen
1. Lesung und Antrag:
Grunderwerbsteuer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

Hochschulstandort Lübeck
Anträge:
Mittagessen an Schulen und in KiTas
Weiterbildung
Hochschulpolitik
Regierungsbericht:

Kulturwirtschaft

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

KiTa-Gesetz 
Sachanträge:
Medizinische Versorgung
Homophobie
Ausbildungsstatistik
Regierungsberichte:

Beteiligung von Jugendlichen

Hausärzte

Schweinegrippe
(ohne Aussprache)

sonstiger Bericht:

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Sachanträge:
Betriebsräte
Flughafen Lübeck
(ohne Aussprache)
Offshore-Windkraft
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Elektromobilität
FA. Affeldt
Regierungsberichte:

Handwerk

Erneuerbare Energie

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Sachantrag:
Kleinwindanlagen

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseestrategie
(ohne Aussprache)