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Auf dieser Seite: Abgeordnetengesetz

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Top 10
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Schleswig-Holsteinischen Abgeordnetengesetzes

Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU u. FDP – Drs. 17/608 
Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE – Drs. 17/621 

Spitzenpolitiker im Landtag sollen Beitrag zum Sparpaket leisten

Kiel (SHL/16.06.) Auch die Landtagsabgeordneten wollen ihren Beitrag zum Sparpaket der Regierung leisten, streiten aber über die Ausmaße. Ein von der CDU/FDP-Koalition eingebrachter Gesetzentwurf, der eine Zehn-Prozent-Kürzung bei den Funktionszulagen für Präsident, Vizepräsidentinnen, Fraktionsvorsitzende sowie für die Parlamentarischen Geschäftsführer ab 1. August dieses Jahres vorsieht, fand in Erster Lesung grundsätzlich Zustimmung. Insgesamt könnten so jährlich 142.000 eingespart werden. Die Opposition zeigte allerdings kein Verständnis dafür, dass weder der Ministerpräsident noch seine Minister bei den Kürzungen berücksichtigt wurden.

„Sie wollen auf populistische Weise den Eindruck erwecken, die Maßnahme sei ein Äquivalent zu den drastischen Einsparungen bei Familien", hielt Peter Eichstädt (SPD) der schwarz-gelben Koalition vor. Dabei hätten CDU und FDP die Ausgaben für Funktionsträger erst zu Beginn der Wahlperiode erhöht, indem die Zahl der Vizepräsidenten von zwei auf vier erhöht wurde.

Linke wollen auch Diäten aller 
Abgeordneten kürzen

Der Vorstoß der Koalition „ist nur ein symbolischer Beitrag", meinte auch Ulrich Schippels von den Linken. Seine Fraktion forderte in einem Änderungsantrag, die monatliche Grundentschädigung der Abgeordneten von derzeit knapp 7.000 Euro auf 6.250 Euro zu senken. Außerdem sollten die Fraktionsvorsitzenden aus Fraktionsmitteln bezahlt werden.

Lars Harms (SSW) meinte, neben den Ministern müssten auch die Staatssekretäre und der Chef des Landesrechnungshofes auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Und Monika Heinold (Grüne) rügte die Vorgehensweise der Regierungskoalition: „Wir hätten es begrüßt, wenn Sie alle Fraktionen bei dieser Entscheidung bereits im Vorfeld mit ins Boot geholt hätten."

Kubicki kündigt Wahlrechtsreform mit 
Verkleinerung des Parlaments an

Die Fraktionschefs von CDU und FDP, Christian von Boetticher und Wolfgang Kubicki, erklärten, der Gesetzentwurf sei nur ein erster Schritt. Es werde im Bereich des Parlaments und der Ministerien „weitere Sparmaßnahmen geben", sagte von Boetticher. Kubicki erklärte, er erwarte auch Vorschläge der Landesregierung, wo beim Kabinett eingespart werden kann. Zudem kündigte er an, CDU und FDP würden im Herbst eine Wahlrechtsreform mit der Begrenzung der Zahl der Abgeordneten auf die verfassungsmäßige Zahl von maximal 69 abschließen.

Der Gesetzentwurf der Koalition und der Antrag der Linken werden im Innen- und Rechtsausschuss weiter beraten.

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Hintergrund:
Auch die Vorsitzenden und parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen im Landesparlament sowie der Landtagspräsident und seine Stellvertreterinnen sollen einen Beitrag zum Sparpaket der Landesregierung leisten. In einem gemeinsamen Vorstoß machen sich CDU und FDP für eine Kürzung der Funktionszulagen für diese "Top-Abgeordneten" um zehn Prozent stark. Die Funktionszulagen gehen in unterschiedlicher Höhe über die Grundentschädigung eines "normalen" Abgeordneten hinaus.

In einem Änderungsantrag fordert Die Linke überdies, die monatliche Entschädigung der Abgeordneten von derzeit knapp 7.000 Euro auf 6.250 Euro zu senken. Die Landtagsabgeordneten haben erst kürzlich auf eine turnusmäßige Anpassung ihrer Diäten freiwillig verzichtet. (siehe: plenum-online Februar 2010)

Stichwort: Diäten
Die Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landtages erhalten für die Ausübung ihres Mandats eine monatliche finanzielle Entschädigung, die sie versteuern müssen. Zum 1. Januar 2010 beträgt diese Grundentschädigung 6.990 Euro. Für die Ausübung besonderer parlamentarischer Funktionen erhalten das Landtagspräsidium, die Fraktionsvorsitzenden sowie die Parlamentarischen Geschäftsführer so genannte "Funktionszulagen" in unterschiedlicher Höhe. Die Abgeordneten müssen sich um ihre Altersvorsorge selbst kümmern; sie erhalten dafür 1.500 Euro. Aufwandpauschalen und Tagegelder gibt es nicht.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident Geerdts: „Der 17. Juni und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Sparkassengesetz
Rettungsdienste / Fahrberechtigung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
JVA Glasmoor
Abgeordnetengesetz / Entschädigungen
(ohne Aussprache)
Zensusgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Wahl der Mitglieder zur 14. Bundesversammlung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Kommunalverwaltung
Funknetz-Kartografie
Altersversorgung Minister
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Regierungserklärung

Landesfinanzen
1. Lesung und Antrag:
Grunderwerbsteuer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

Hochschulstandort Lübeck
Anträge:
Mittagessen an Schulen und in KiTas
Weiterbildung
Hochschulpolitik
Regierungsbericht:

Kulturwirtschaft

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

KiTa-Gesetz 
Sachanträge:
Medizinische Versorgung
Homophobie
Ausbildungsstatistik
Regierungsberichte:

Beteiligung von Jugendlichen

Hausärzte

Schweinegrippe
(ohne Aussprache)

sonstiger Bericht:

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Sachanträge:
Betriebsräte
Flughafen Lübeck
(ohne Aussprache)
Offshore-Windkraft
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Elektromobilität
FA. Affeldt
Regierungsberichte:

Handwerk

Erneuerbare Energie

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Sachantrag:
Kleinwindanlagen

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseestrategie
(ohne Aussprache)