Auf dem
Elektromobilitäts-Gipfel in Berlin Anfang Mai hat
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Ziel bekräftigt,
bis 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf den Markt zu
bringen. Industrie und Bundesregierung wollen bereits
zugesagte Forschungsmittel bis 2013 gezielt in die
Entwicklung des Elektroautos stecken. Nach einer
Zwischenbilanz bei der Erarbeitung eines
Elektromobilitätskonzepts soll über „den konkreten
Umfang von Beiträgen zur Förderung von Forschung und
Entwicklung" entschieden werden. Darauf
verständigten sich Regierung, Industrie und Wissenschaft
bei dem Spitzentreffen.
Deutsche Automobilindustrie hinkt
noch etwas hinterher
Die
Autoindustrie geht Medienberichten zufolge davon aus, dass
Elektromobile serienmäßig etwa von 2013 an verstärkt
auf den Markt rollen. Wie es hieß, will die Autoindustrie
in den nächsten Jahren voraussichtlich rund 20 Milliarden
Euro pro Jahr in Forschung und Entwicklung stecken.
Bislang hat die deutsche Automobilindustrie im weltweiten
Vergleich ihren Rückstand in diesem Bereich nicht
aufholen könnten. Hauptproblem ist dem Vernehmen nach die
Batterie-Technik. Heute kostet eine Batterie für ein
Elektroauto 10.000 bis 15.000 Euro bei einer Reichweite
von 200 Kilometern.
Die Grünen
im Landtag werfen zudem die Frage auf, ob
Schleswig-Holstein Modellregion für den Ausbau der
Elektro-Mobilität werden kann. Bisher sind zum Beispiel
Hamburg, Bremen-Oldenburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main,
Stuttgart, München, Sachsen und Berlin-Potsdam
Elektro-Modellregionen und verfügen über ein Netz von
Strom-Tankstellen.