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Auf dieser Seite: Schulessen 

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Top 20:
a) Weiterführung des Projekts "Kein Kind ohne Mahlzeit"
Antrag der Fraktion DIE LINKE – Drucksache 17/539  
b) Ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf Schulessen
Antrag der Fraktion DIE LINKE – Drucksache 17/540

"Kein Kind ohne Mahlzeit" läuft aus – ab Januar soll der Bund Sorge tragen

Kiel (SHL/16.06.) Es bleibt dabei: Das Projekt "Kein Kind ohne Mahlzeit" wird nur noch bis zum Jahresende vom Land gefördert. Das bestätigte Sozialminister Heiner Garg (FDP) im Landtag. Das Land habe seine Zuschüsse für die Initiative zwar bis zum Dezember verlängert, um die Zeit bis zur Neuregelung der Hartz-IV-Kindersätze auf Bundesebene zu überbrücken. „Wir wollen aber abwarten, was Berlin entscheidet", betonte der Minister – und wandte sich damit zum jetzigen Zeitpunkt gegen eine Verlängerung des Hilfsprojekts über das Jahresende hinaus, wie es die Linken gefordert hatten.

Diesen Standpunkt kritisierte Antje Jansen (Linke) als „bewusste Ignorierung von Kinderarmut". Die Kinder „bleiben im Regen stehen und kommen mit leerem Magen nach Hause", warnte sie. Auch die Redner von SPD, Grüne und SSW merkten an, das Gratis-Essen für bedürftige Kinder müsse absolute Priorität haben, während sich Koalitionsvertreter der Position des Ministers anschlossen und auf die Verantwortung des Bundes verwiesen.

Die Initiative "Kein Kind ohne Mahlzeit" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes, der schleswig-holsteinischen Wohlfahrtsverbände und der Stiftung "Familie in Not". Die gemeinsam eingerichteten regionalen Kinderhilfsfonds bezuschussen das Mittagessen von derzeit etwa 5.800 bedürftigen Kindern im Land. Das Land beteiligt sich mit jährlich 1,2 Millionen Euro an dem Projekt, das im Frühjahr 2008 angelaufen ist.

Diskussion auch um Mehrwertsteuersatz

Zudem wollen Linke, SPD, Grüne und SSW die Mehrwertsteuer auf Schulessen von derzeit 19 Prozent wieder auf den ermäßigten Satz von sieben Prozent absenken. Es sei unverantwortlich und unlogisch, dass die tägliche Schulspeisung voll besteuert werde, während Imbissbuden und Schnellrestaurants beim Außer-Haus-Verkauf mit dem Billig-Satz davonkommen. Demgegenüber strebt Schwarz-Gelb zwar eine grundsätzliche Neustrukturierung der Mehrwertsteuer mit ihren vielen Ausnahmetatbeständen an – jedoch keine schnelle Einzellösung in diesem Fall.

Weitere Redner: Mark-Oliver Potzahr (CDU), Siegrid Tenor-Alschausky (SPD), Christopher Vogt (FDP), Marret Bohn (Grüne), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Die Linken im Landtag setzen sich für einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Schulessen sowie für die Fortführung des Landesprojekts "Kein Kind ohne Mahlzeit" ein. Die Oppositionsfraktion reagiert damit auf Pläne der Landesregierung, das Projekt zum Jahresende 2010 auslaufen zu lassen. Die Förderung gehöre aber frühestens Anfang 2011 auf den Prüfstand, argumentieren die Linken. Denn: Bis dahin muss der Bundestag, wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert, die neuen Hartz-IV-Regelsätze für Kinder festlegen. Es müsse verhindert werden, dass eine „Versorgungslücke" für betroffene Kinder entstehe.

Die im Frühjahr 2008 angelaufene Initiative "Kein Kind ohne Mahlzeit" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes, der schleswig-holsteinischen Wohlfahrtsverbände und der Stiftung "Familie in Not". Die gemeinsam eingerichteten regionalen Kinderhilfsfonds bezuschussen das Mittagessen von bedürftigen Kindern im Land. Das Land beteiligt sich mit jährlich 1,2 Millionen Euro.

  Essen vom Schnellimbiss mit
  sieben Prozent versteuert

Die Mehrwertsteuer auf Schulessen soll nach dem Willen der Linksfraktion von derzeit 19 Prozent wieder auf den ermäßigten Satz von sieben Prozent sinken. Es sei „unverantwortlich", dass „gerade in Zeiten, in denen zwei Millionen Kinder in Armut leben", die tägliche Schulspeisung voll besteuert werde, heißt es in dem Antrag. Die Landesregierung soll sich im Bundesrat für eine Steuersenkung einsetzen.

Noch unter der ehemaligen Großen Koalition hatte das Bundesfinanzministerium im Oktober 2008 in einem Erlass die Umsatzsteuer bei der Abgabe von Speisen und Getränken auf 19 Prozent erhöht. Im Schnitt wurde das ausgeteilte Essen an Schulen dadurch um zehn Prozent, durchschnittlich 30 Cent, teurer. Hingegen wird mitgenommenes Essen vom Schnellimbiss weiterhin mit nur sieben Prozent versteuert.

Kritik an der Versteuerung kommt auch von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Sie setzt sich wie die schwarz-rote Koalition in Thüringen dafür ein, dass auf Schulessen künftig wieder der ermäßigte Mehrwertsteuersatz entfällt.

Debatte zum Thema: plenum-online April 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Landtagspräsident Geerdts: „Der 17. Juni und seine Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten"

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Sparkassengesetz
Rettungsdienste / Fahrberechtigung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
JVA Glasmoor
Abgeordnetengesetz / Entschädigungen
(ohne Aussprache)
Zensusgesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Wahl der Mitglieder zur 14. Bundesversammlung
(ohne Aussprache)
Sachanträge:
Kommunalverwaltung
Funknetz-Kartografie
Altersversorgung Minister
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

Regierungserklärung

Landesfinanzen
1. Lesung und Antrag:
Grunderwerbsteuer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

Hochschulstandort Lübeck
Anträge:
Mittagessen an Schulen und in KiTas
Weiterbildung
Hochschulpolitik
Regierungsbericht:

Kulturwirtschaft

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. und 2. Lesung:

KiTa-Gesetz 
Sachanträge:
Medizinische Versorgung
Homophobie
Ausbildungsstatistik
Regierungsberichte:

Beteiligung von Jugendlichen

Hausärzte

Schweinegrippe
(ohne Aussprache)

sonstiger Bericht:

Bürgerbeauftragte
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Sachanträge:
Betriebsräte
Flughafen Lübeck
(ohne Aussprache)
Offshore-Windkraft
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Elektromobilität
FA. Affeldt
Regierungsberichte:

Handwerk

Erneuerbare Energie

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Sachantrag:
Kleinwindanlagen

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseestrategie
(ohne Aussprache)